Über 25 Grad erwartet

Drensteinfurter Eisdielen hoffen am Sommer-Sonntag auf viele Besucher

Susanne Kurzhals in ihrem Eiscafe
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Mohneis mit Erdbeere und Haferflockeneis – außergewöhnliche Sorten sind die Spezialität von „Eishaus“-Chefin Susanne Kurzhals.

Die Vorfreude steigt. Mit den Aussichten auf sommerliche Temperaturen um die 25 Grad am Sonntag sind die Eiscafés für einen Ansturm bestens gerüstet.

Drensteinfurt - „Ich habe am Donnerstag bis 21 Uhr an der Eismaschine gestanden, die Kühlschränke sind gut gefüllt“, sagt Susanne Kurzhals, Inhaberin vom „Eishaus“. Auch personell ist sie gut gerüstet für den erwarteten großen „Run“ auf die kühlen Köstlichkeiten. Mit viel Liebe und Engagement betreibt sie seit elf Jahren das Geschäft, bekannt für Eissorten, die aus dem Rahmen fallen. So bietet sie neben den Klassikern Vanille, Schokolade und Erdbeer Kreationen an wie Mohneis mit Erdbeere, Schwarze Johannisbeere und auch Lakritz, das sich großer Beliebtheit bei ihren Kunden erfreue.

Mittlerweile kämen die nicht nur aus Drensteinfurt, sondern aus der gesamten Region. „Ich habe eine Dame aus Hamm, die ganz heiß auf mein Haferflocken-Eis ist“, sagt die rührige Geschäftsfrau, die ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Auf Empfehlung ihres Sohnes Henning hat Susanne Kurzhals vor Kurzem ein Bananen-Nutella-Eis kreiert.

Hoffen auf Hitze: Ayman Mohamed, Inhaber des Eiscafés „Valcellina“, ist gerüstet auf den erwarteten Ansturm der eishungrigen Drensteinfurter am Sonntag.

„Zwei Kugeln Cookies und einmal Cookies und Amarena-Kirsch.“ Die Freunde Ole Kroos und Hannes Kröger betreten den Laden, der nach den Corona-Hygienevorschriften umgebaut worden ist. Seit Corona gibt es nur noch Eis zum Mitnehmen. Ole und Hannes machen es sich nach dem Kauf auf einer der Bänke bequem. „Gemütlicher wäre es schon drinnen“, sagen die Schleckermäuler und lassen sich den kalten Wind um die Nase wehen. Vier Monate lang hatte Susanne Kurzhals ihr „Eishaus“ geschlossen. Die Zeit von November bis Ende Februar hat sie nicht nur zum Ausruhen genutzt. „Ich habe viel gekocht, gebacken und neue Eisideen gesammelt“, sagt sie.

Ayman Mohamed, Inhaber des Eiscafés „Valcellina“, kommt aus Kairo/Ägypten und hat die Liebe zum Eis über italienische Freunde entdeckt, die er heute noch regelmäßig zum Austausch trifft. Die Corona-Krise hat den Geschäftsmann schwer getroffen, auf 50 Prozent beziffert er den Umsatzrückgang.

Täglich ab 14 Uhr für die Kunden präsent

Geschlossen hat er nicht, er war täglich ab 14 Uhr für seine Kunden präsent. Was ihm fehlt, sind die Gäste an den Tischen. „Das Valcellina“ ist zum beliebten Treffpunkt für alle Altersgruppen und Nationalitäten geworden“, blickt er auf die schöne, unbeschwerte Zeit zurück. Neben dem Verkauf von Eis hat er Kindern die Eisproduktion erklärt, hat Malkurse durchgeführt und auch Bilder heimischer Künstler ausgestellt. Seine Kunden lieben die schöne Atmosphäre seines Cafés und die Außengastronomie, die er so schnell wie möglich wieder öffnen möchte. „... wenn wir wieder dürfen“, schränkt er ein. Beliebte Sorten sind die Klassiker Vanille, Schoko und Erdbeer. Eigens zum Schützenfest hat Ayman Mohamed ein Bier-Eis kreiert, aktuell ist veganes Eis in den Geschmacksrichtungen Schoko und Mango im Trend, aber auch Joghurt, Banane und Stracciatella sind gefragt.

Eine große Umsatz-Steigerung hat Ayman Mohamed beim Verkauf von „Kaffee to go“ festgestellt. Möglich war ihm die tägliche Präsenz nur durch das Einsparen von Personal. Seine Familie mit Frau Nina und den Kindern Hanna (20 Jahre) und Marlon (16 Jahre) haben ihm sofort Unterstützung angeboten. Sie werden auch am Sonntag bereitstehen und die Kunden bei hoffentlich schönstem Sonnenschein – wie im Wetterbericht angekündigt – bedienen. „Die Rückkehr zur Normalität ist mein größter Wunsch“, gesteht der Chef des „Valcellinas“ und wirbt um noch ein bisschen Geduld.

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