Alle Bürger sind eingeladen

Zertifizierung als Fairtrade-Stadt: Urkunde wird Donnerstag offiziell übergeben

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„Drensteinfurt zeigt sich als offene, nachhaltig handelnde Stadt“, freut sich Birgitta Riediger. Am Donnerstag, 20.August, findet auf dem Marktplatz Drensteinfurt zur besten Marktzeit die Zertifizierungsfeier statt, bei der Bürgermeister Carsten Grawunder um 10 Uhr die offizielle Urkunde in Empfang nehmen kann.

Drensteinfurt – Ausgezeichnet wird Drensteinfurt, weil sich Vereine, Einzelhandelsgeschäfte, die Kirchengemeinde St. Regina, die Teamschule, die Pfadfinder, die Katholische Frauengemeinschaft und auch die Gastronomie als Partner der Fairtrade-Town beteiligen.

Überall dort sind fair gehandelte Produkte zu kaufen oder zu genießen. Die Marktbesucher und Gäste können – coronakonform unter freiem Himmel – bei der offiziellen Feier eine Tasse fairen Kaffee genießen und Schokolade probieren.

Für eine gerechtere Welt

Drensteinfurt ist damit die 697. Stadt in Deutschland, die die Auszeichnung verliehen bekommt. Die Organisation TransFair e.V., Mitglied im weltweiten Verbund World Fair Trade Organisation (WFTO), zertifiziert nach definierten Kriterien bundesweit Kommunen und Landkreise. Wer sich beteiligt, will ein Zeichen für eine gerechtere Welt setzen, für gerechte Löhne und garantierte Mindestpreise sowie für menschenwürdige Arbeitsbedingungen.

Da sind die Handelspartner genauso wie die Verbraucher selbst gefragt, die in den Geschäften bewusst nach fair gehandelten Waren – Kaffee, Tee, Honig, Schokolade, Blumen und vielem mehr – Ausschau halten und „fair“ kaufen. Auch in der Gastronomie lässt sich mit der bewussten Auswahl von Fair-Trade-Produkten ein besonderes Angebot schaffen, das den Menschen, die diese Lebensmittel produzieren, ein gutes, ein faires Auskommen beschert.

Der Beginn zu mehr Menschenwürde

Der Auftakt wird – nach einer längeren Zeit der Vorbereitung und durch Corona noch einmal verzögert – jetzt mit der Übergabe der Zertifizierungsurkunde gemacht. Doch damit ist die eigens eingerichtete Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz von Birgitta Riediger längst nicht am Ziel angelangt.

„Wir sehen das eher als Beginn eines Weges hin zu mehr Gerechtigkeit und Menschenwürde und möchten die Drensteinfurter gerne dazu animieren, sich anstecken zu lassen und sich mit dem Kauf und dem Genuss von Produkten für den fairen Handel einzusetzen“, sagt Riediger. „Je größer das Bewusstsein für Fairtrade, umso größer ist der Effekt für die Menschen in den Entwicklungsländern, die so für ihre eigene Existenz sorgen können.“

Fairtrade-Standards

Die Vergabe des Fairtrade-Siegels ist an eine Reihe von Kriterien geknüpft. Unter anderem zählen dazu der direkte Handel mit den Produzenten ohne Zwischenhändler, Vorfinanzierung, langfristige Lieferbeziehungen und ökologische Standards. Im Kern der Fairtrade-Standards steht die Zahlung eines garantierten Mindestpreises, der die Lebenshaltungs- und Produktionskosten der Produzenten deckt.

Zudem muss eine Sozialprämie, die so genannte Fairtrade-Prämie gezahlt werden, die ökonomische und soziale Entwicklungsprojekte ermöglicht. Die Einhaltung dieser Kriterien wird von der internationalen Zertifizierungsstelle überprüft. Produzentengruppen, Händler und Lizenznehmer werden regelmäßig kontrolliert.

Kontakt

Steuerungsgruppe: Birgitta Riediger (Telefon 0171/2454505; E-Mail birgitta.riediger@t-online.de) oder Wirtschaftsförderung (Telefon 02508/995-1004; E-Mail wirtschaftsfoerderung@drensteinfurt.de).

Sind die Menschen in Drensteinfurt unfair? Die Frage muss jeder für sich beantworten. Damit die Bürger sich damit beschäftigen und gegebenenfalls Konsequenzen ziehen, stellte der Eine-Welt-Kreis St. Regina bereits 2018 einen Antrag zur "Fairen Stadt Drensteinfurt".  Ein Vorschlag, der ebenfalls 2018 einstimmig von Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses angenommen wurde. Die Stadt erwirbt seit 2018 für ihre Veranstaltungen nur noch Produkte aus fairem Handel.

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