Kinder müssen im Dunkeln zur Kita und Schule gehen

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Kaum die Hand vor Augen sehen die Walstedder Kinder morgens, wenn sie auf den Fußweg parallel zum Böcken zum Kindergarten oder zur Schule gehen.

Walstedde - Für die Schul- und Kindergartenkinder aus Walstedde gibt es einen empfohlenen Schulweg. Von der Dorfstraße, vom Brink oder aus Richtung Am Prillbach kommend sollen die Schüler den kleinen Fußweg parallel zum Böcken benutzen. Doch gerade in der dunklen Jahreszeit ist der Weg zum Schulbeginn am frühen Morgen stockfinster.

Eine Laterne gibt es nicht. „Man sieht nicht, wohin der Fuß tritt“, versichert Inga Witteborg. So kommt es, dass die Kinder in Pfützen treten und manches Mal mit nassen Schuhen in der Schule sitzen.

Bereits vor einem Jahr setzte sich Heiko Witteborg mit der Stadt in Verbindung. Er schilderte die Situation und erwirkte einen Ortstermin. Dieser habe in der Mittagszeit stattgefunden. „Eine realistische Beurteilung war gar nicht möglich“, erklärte der dreifache Familienvater.

Trotzdem versprach man ihm, eine Laterne so herzurichten, dass der Lichtstrahl auf den Weg reiche. Seitdem ist mehr als ein Jahr vergangen, passiert ist nichts. Silvia Wolff begleitet, wenn es eben geht, ihren Sohn zur Schule. „Stockdunkel ist es natürlich auch am Abend, wenn man mal in der Nachbarschaft einen Besuch machen will“, sagt die Mutter zweier Kinder.

Unbefriedigende Situation

Insgesamt sei die Situation unbefriedigend. Viele Schulkinder gingen alleine, nicht nur dass sie nichts sähen, sie würden auch nicht gesehen. Besonders groß sei die Gefahr an den Einmündungen, dort schränkten geparkte Fahrzeuge zusätzlich die Sicht ein, sagt Witteborg.

Hans-Ulrich Herding, Umweltbeauftragter der Stadt Drensteinfurt, kennt die Situation in Walstedde. „Das Problem ist die Verkabelung, die auf der anderen Straßenseite liegt“, erklärt er. Rein vom Satellitenbild, das seinerzeit zu Rate gezogen wurde, seien die vorhandenen Lampen ausreichend. Möglicherweise liege es an der Höhe der Hecke, die den Weg von der Straße Böcken abgrenze. Eventuell reiche es, diese zu kürzen.

In den nächsten Tagen werde er sich die Situation in der Dunkelheit vor Ort einmal anschauen, um dann gemeinsam mit der Verwaltung eine für alle zufriedenstellende Lösung zu suchen, sagt Herding.

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