Verwaltung parkt Überschuss von rund 2,4 Millionen Euro

Drensteinfurt rechnet 1,39 Millionen Euro finanzielle Corona-Schäden aus Bilanz heraus

Drensteinfurt Kämmerer Ingo Herbst mit Bart
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Drensteinfurts Kämmerer Ingo Herbst stellte die Finanzen im Haupt- und Finanzausschuss vor.

Die Stadt hat im vergangenen Haushaltsjahr einen Überschuss von rund 2,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das berichtete Kämmerer Ingo Herbst im Haupt- und Finanzausschuss. Dessen Mitglieder votierten einstimmig dafür, den Überschuss der Ausgleichsrücklage zuzuführen. Gleichzeitig entlasteten sie Bürgermeister Carsten Grawunder für das Haushaltsjahr 2020.

Drensteinfurt - Das auf den ersten Blick gute Haushaltsergebnis ist allerdings beeinflusst durch die Corona-Pandemie: Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Kommunen die finanziellen Corona-Schäden zunächst isolieren – also aus dem Gesamtergebnis herausrechnen. 2024 müsse die Stadt dann entscheiden, wie mit diesen Kosten umzugehen sei, so Herbst. „Dann müssen wir entscheiden, ob wir die aufgelaufenen Kosten sofort gegenrechnen, oder über 50 Jahre hinweg abschreiben wollen“, so Herbst.

Im vergangenen Haushaltsjahr habe die Kommune beispielsweise ein Minus von rund 680 000 Euro im Bereich des Gemeindeanteils der Einkommens- und Umsatzsteuer verbucht, die so aktuell nicht im Jahresabschluss auftauchen. Auch die rund 87 000 Euro, die durch ausgesetzte Elternbeiträge im Haushalt fehlen, sowie die Mindereinnahmen im Freibad (etwa minus 40 000 Euro) sind Posten, die der Kämmerer zunächst isolieren musste.

„Insgesamt sind im Haushaltsjahr 2020 ungefähr 1,39 Millionen Euro Corona-Schäden entstanden, die jetzt erst einmal in der Bilanz zwischengeparkt werden“, berichtete Herbst. Die – sowie alle noch weiter anfallenden finanziellen Einbußen, die durch die Pandemie entstehen werden – werde Drensteinfurt ab 2025 gegenfinanzieren müssen.

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