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Drensteinfurt grillt: Das sind die Tipps von Fleischermeister Werner Kottenstedde

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Drensteinfurt - Kaum künden die ersten Sonnenstrahlen die warme Jahreszeit an, wird in vielen deutschen Gärten die Grillsaison eröffnet. Im Fleischerfachgeschäft Kottenstedde stehen die Kunden bei schönem Wetter am Wochenende im Laden Schlange, um sich mit dem Grillfleisch und Grillwürstchen einzudecken.

„Es wird nach wie vor gern gegrillt“, berichtet Fleischermeister Werner Kottenstedde. Dauerbrenner an der Ladentheke sind seit 20 Jahren die traditionelle Rostbratwurst und die beliebten „Milanos“, die Fleischröllchen auf dem Spieß, gespickt mit Käse und Salami. Doch so vielfältig wie der Geschmack sind auch die Kundenwünsche. So hat Kottenstedde Grillfleisch vom Schwein, Rind und Geflügel im Programm.

„Viele wollen das Fleisch bereits fertig mariniert“, verrät er. Dazu stehen zehn verschiedene Marinaden und etwa 30 Trockengewürze zur Verfügung. Das marinierte Fleisch sollte schon ein bis zwei Tage in dem würzigen Öl liegen, ehe es gegrillt wird, informiert der Fachmann. Bauchfleisch kann auch frisch auf den Grill gelegt werden. Rindfleisch braucht eine besondere Behandlung. „Ich empfehle, es ohne Würze, also Natur zu grillen und erst anschließend mit Salz und Pfeffer zu würzen“, sagt der Fleischermeister.

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Das Rindfleisch sei von Natur aus wenig wasserhaltig, das Salz ziehe zusätzlich das wenige Wasser aus dem Fleisch und mache es trocken. „Rindfleisch anzubraten, ist nicht einfach, dafür muss man ein Händchen haben“, gibt Kottenstedde zu. Wer bei ihm im Fleischerfachgeschäft kauft, bekommt gratis eine Grill-Empfehlung dazu. Besonders beachtet werden sollte auch die Grillkohle. „Fleisch und Würstchen erst auf den Grill legen, wenn die Holzkohle durchgebrannt ist“, empfiehlt er.

Fleischermeister Werner Kottenstedde.

Ob ein Gasgrill oder die klassische Art des Holzkohlengrills besser ist, vermag er nicht zu entscheiden. „Ich selber grille klassisch“, teilt er mit. Kunden, die mit dem Gasgrill ihr Fleisch zubereiteten, versicherten aber, dass es keinen Unterschied gebe. Letztendlich sei der Gasgrill einfacher in der Bedienung, glaubt Kottenstedde. In seinem Kühlraum lagern am Freitagmorgen 70 Florentiner Taler. Für die Kunden hat er diese vorgegart. Später auf dem Grill bekommen die Hackfleischtaler lediglich noch die nötige Kruste.

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Roh geliefert müssen die Florentiner üblicherweise erst gegart werden, entweder an der Seite des Grills oder im Backofen, ehe sie kross angebraten serviert werden. 90 Prozent seiner Kunden seien Stammkunden, die das Grillfleisch vorbestellen und portionsweise abgepackt abholen. Einige Kunden grillen auch im Winter, dann gebe es Grillfleisch aber nicht regulär, sondern ausschließlich auf Bestellung. Als Beilage zu Gegrilltem empfiehlt der Fachmann übrigens frische Salate und Partybrötchen. Sein Fleisch bezieht Kottenstedde von einem Händler aus Rietberg, der ausschließlich mit regionalen Landwirten kooperiert. „Regionalität ist mir wichtig, das kontrolliere ich selber“, sagt der Drensteinfurter.

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