Lebensretter

Defibrillatoren in Drensteinfurter Sporthallen installiert

Die Offiziellen stellen die Defibrillatoren vor
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Freuen sich über die Defibrillatoren für die Drensteinfurter Sporthallen: Bürgermeister Carsten Grawunder (von links), Frank Kronshage, Hermann Voges, Wilfried Voges, Gisela Bienk und Gerd Geske vor der Dreingauhalle.

Defibrillatoren an öffentlichen Orten können Leben retten. Auf Initiative des DJK Olympia Drensteinfurt und durch die Unterstützung von Sponsoren konnten nun für die drei Sporthallen der Stadt je ein Gerät angeschafft werden.

Drensteinfurt - Mit dem Thema Defibrillatoren beschäftigt sich die Stadt Drensteinfurt schon seit 2015. Damals kam es im Erlfeld zu einem Notfall, der tödlich endete – ein Defibrillator hätte lebensrettend sein können. Für die Stadt war das ein Schlüsselerlebnis, dem der dringende Wunsch folgte, an öffentlichen Orten frei zugängliche Defibrillatoren anzubringen, damit im Falle eines erneuten Notfalls schnelle Hilfe möglich sei.

Bei der Wahl der angeschafften Geräte habe man darauf geachtet, dass die Kabel kompatibel mit den Geräten im Notarztwagen seien, um wertvolle Sekunden einzusparen, informierte Bürgermeister Carsten Grawunder. „Die gleichen Geräte sind bei den First Respondern erfolgreich im Einsatz“, fügte Franks Kronshage, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, hinzu. Auch seien die Geräte ebenso für den Einsatz bei Kindern geeignet. 13 Geräte gibt es mittlerweile in Drensteinfurt. Alle wurden mit der Unterstützung von Sponsoren angeschafft. „Die Stadt hilft bei der Wahl des Ortes und übernimmt die Wartung“, teilt der Bürgermeister mit. Idealerweise soll der Ort für jedermann und jederzeit frei zugänglich sein. „Aufgrund von Vandalismus ist das leider nicht möglich“, so Grawunder.

DJK machte sich für Anschaffung stark

Für die Anschaffung der letzten drei Defibrillatoren hat sich der DJK stark gemacht. „Als Sportverein bieten wir auch Gesundheitssport an, viele unserer Mitglieder sind schon älter“, berichtet der Vorsitzende des DJK, Gerd Geske. Der Vorstand entschloss sich, die schwarze Lücke im Bereich der Sporthallen zu schließen und für die Dreingauhalle, die Turnhalle an der Teamschule und die Turnhalle an der Kardinal-von-Galen- Grundschule Defibrillatoren anzuschaffen.

Mit Wilfried Voges und Michael Knispel von der LVM Versicherung fanden sie Sponsoren für die Finanzierung. 750 Euro steuerte der DJK-Diözesanverband Münster bei, der aufgrund von Corona sein 70-jähriges Bestehen nicht feiern konnte und das Geld für die Feierlichkeiten stattdessen den Sportvereinen spendete.

80.000 Herztote pro Jahr in Deutschland

Insgesamt 4200 Euro musste der DJK für die Defibrillatoren aufbringen, weitere 1200 Euro kosteten die drei Behälter, in denen die Geräte untergebracht sind, diese Kosten übernahm die Stadt Drensteinfurt. „80 000 Herztote gibt es jedes Jahr in Deutschland. Ohne Sponsoren hätten wir die lebensrettenden Geräte für die Sporthallen nicht anschaffen können“, machte Geske deutlich. Angst, die Defibrillatoren nicht bedienen zu können, braucht niemand haben. „Jeder Mann und jede Frau kann sie bedienen. Man kann nichts falsch machen“, versicherte der Bürgermeister.

Trotzdem soll es demnächst auf einem der kommenden Übungsabende des DJK eine praktische Einführung durch Frank Kronshage und Dr. Marcus Lohmann geben. Gerne würde die Stadt noch weitere Geräte aufhängen, dafür werden Sponsoren gesucht, denn auch in den Sporthallen in Walstedde und Rinkerode gibt es keine Defibrillatoren. Mögliche Sponsoren können sich bei Frank Kronshage per Telefon 02508 / 995-1304 oder Mail an f.kronshage@drensteinfurt.de melden.

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