Herding-Nachfolge

Dr. Johannes Hofmeister ist Drensteinfurts neuer Klimaschutzmanager

Der neue Klimaschutzmanager der Stadt Drensteinfurt
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Das Klima untereinander stimmt schon mal: Jan Schwering, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters (von links), Christoph Britten, Fachbereichsleiter 2, Klimaschutzmanager Dr. Johannes Hofmeister und Bürgermeister Carsten Grawunder bei der Vorstellung des Nachfolgers von Hans-Ulrich Herding.

Seit dem 1. Juli hat die Stadt mit Dr. Johannes Hofmeister einen neuen Klimaschutzmanager. Der 40-jährige ist dem Fachbereich 2 (Planen, Bauen, Umwelt) zugeordnet und tritt damit an die Stelle des Umweltbeauftragten Hans-Ulrich Herding, der vor wenigen Monaten in den Ruhestand gegangen ist.

Drensteinfurt - Dr. Johannes Hofmeister stammt gebürtig aus Frankenberg in Nordhessen. In Marburg studierte er Geografie und befasste sich in seiner Diplomarbeit und Dissertation mit dem Thema historische Klimatologie. Weitere wissenschaftliche Schwerpunkte setzte er auf historische Geografie und Kulturlandschaften.

Beim Medienzentrum des LWL in Münster erstellte er eine historische Fotosammlung für die Kulturlandschaftsgeschichte Westfalens und Niedersachsens. Ende 2018 trat er die befristete Stelle des Klimamanagers bei der Stadt Sendenhorst an. Klimaschutz, energetische Sanierung, Mobilität, Car-Sharing, Zukuftsnetz Mobilität NRW, European Energie sowie Förderanträge waren seine Schwerpunkte. In den zwei Jahren seiner Tätigkeit konnte er sich ein Netzwerk innerhalb der Klimaschutzbeauftragten des Kreises aufbauen, aber auch zur Stadtregion Münster und diversen Organisationen wie der Energieagentur oder der Stadtwerke Münster.

Gegen 10 Bewerber durchgesetzt

Vielleicht gab das den Ausschlag, dass sich der Geograf gegen mehr als zehn Bewerber in der engeren Auswahl durchsetzen konnte „Ich kann von dem Netzwerk profitieren und konnte quasi direkt loslegen“, so Hofmeister. Für ihn sei auch das Angebot der unbefristeten Stelle in Drensteinfurt attraktiv gewesen. In Sendenhorst hatte er zudem eine geförderte Stelle mit einem begrenzten Handlungsspielraum und Maßnahmen, die durch die Förderung vorgegeben wurden.

Aus diesem Grund hatte sich auch die Stadt Drensteinfurt gegen die Stelle eines geförderten Klimaschutzmanagers entschieden. „Wir wollten die Stelle des Klimaschutzmanagers nicht nur für zwei Jahre, sondern langfristig besetzten“, erklärte Jan Schwering, der Allemeine Vertreter des Bürgermeisters. Zudem sei das Antragsverfahren für die Förderung langfristig und ausgesprochen kostspielig.

„Mein erste Eindruck von Drensteinfurt ist sehr positiv“, sagt Hofmeister. In der „Fairen Woche“ konnte er sich schon einbringen. Und für die Mobilitätswoche habe er bereits ein kleines Programm erstellt. Sein großes Thema wird das Klimaschutzkonzept sein, das er zusammen mit der Organisation ORCA (Organization for Rapid Climate Action gGmbh) aus Ostbevern erstellen möchte. Gemeinsam mit Vertretern der ORCA möchte er Drensteinfurt begehen und realistische Ziele erarbeiten.

Alle Bürger einbinden

Hofmeister möchte in den Bereichen Mobilität, erneuerbare Energien, Bauen und Sanieren, Bildung und Ressourcenschonung tätig sein. Maßnahmen sollten aber nicht nur an städtischen Einrichtungen, sondern für alle Bürger, den Handel und Gewerbetreibende umgesetzt werden. Darum setzt der Klimaschutzmanager auf Öffentlichkeitsarbeit. „Ich möchte mit den Menschen in Kontakt kommen, sie beraten und informieren und dabei auch meine eigenen Erfahrungen mit einbringen“, sagt er. Schon jetzt habe er Kontakte zur Zivilbevölkerung aufgenommen, um die Öffentlichkeit breit gefächert zu erreichen.

Als Klimaschutzmanager steht der 40-Jährige auch privat hinter seinen beruflichen Idealen. „Ich besitze aus Prinzip kein Auto, sondern nutze öffentliche Verkehrsmittel oder gelegentlich Car-Sharing“, berichtet er. Weil es sinnvoll sei, dort zu wohnen, wo man arbeitet, sei er bereits von Sendenhorst in die Innenstadt von Drensteinfurt gezogen.

Mobilität, Energiesparen, Bio-Lebensmittel und der Verzicht auf Fernreisen gehörten zu seiner klimafreundlichen Mission. „Ich kann versprechen, dass ich bis zum Ende des Jahrzehntes höchstens eine Flugreise unternehmen werde“, verkündete er und fügte an: „Nach Nordamerika wollte ich nicht mit dem Segelboot, darum die Ausnahme der einen Flugreise.“

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