DLRG Drensteinfurt feiert 50-jähriges Bestehen

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Auch heute gehören Schwimmkurse zum Kernprogramm der DLRG (von links): Julia Wältermann mit Schwimmschüler Paul, Claudia Dohm und Bettina Wältermann.

Drensteinfurt - Die DLRG-Ortsgruppe Drensteinfurt feiert am kommenden Wochenende ihren 50. Geburtstag. 370 Mitglieder zählt der Verein der Lebensrettung. Eine Zahl, die seit Jahren ansteigt.

65 Gründungsmitglieder riefen die Ortsgruppe am 30. Juni 1967 ins Leben. Den Vorsitz übernahm Willi Wetzko, der gleichzeitig auch das Amt des Bürgermeisters bekleidete. Technischer Leiter wurde der damalige Schwimmmeister Dietmar Schröter. „Kampf dem nassen Tod! Fördert die DLRG“, stand auf der Stirnwand im Saal des Münsterländer Hofes anlässlich der Gründungsveranstaltung. Damit hatte sich die neugegründete Ortsgruppe den Leitsatz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt, auf die Fahne geschrieben.

Sie waren bei der Vereinsgründung der DLRG Drensteinfurt vor 50 Jahren im Münsterländer Hof dabei (von links nach rechts): Technischer Leiter Dietmar Schröter, Regierungsoberinspektor Hermann, stellvertretender Vorsitzender Eberhard Sommer und Rettungswart Bernhard Horstkott.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 rettet diese Menschen vor dem Ertrinken. Die DLRG ist die Nummer Eins in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung in Deutschland und auch in Drensteinfurt. Mit 100 D-Mark Startkapital vom Landesverband der DLRG ausgestattet, erzielte die Ortsgruppe gleich zu Anfang große Erfolge. 418 Abzeichen, darunter Neu-, Frei-, Fahrten- und Jugendschwimmer, Grundscheine und Leistungsabzeichen – 1 100 Wachstunden und 48 Hilfeleistungen lautete die bemerkenswerte Bilanz des ersten Jahres.

Freundschaftstreffen mit benachbarten Ortsgruppen wurden organisiert. Schon im Juli 1967 kämpften zwölf Schwimmvereine beim Schwimmsportfest um die besten Leistungen. Die Veranstaltung bescherte dem Erlbad Hochbetrieb. Wasserballturniere wurden durchgeführt und selbst im Winter ruhten die Aktivitäten der DLRG nicht. Jugendnachmittage, Turnen in der Halle und Fahrten zu Hallenbädern der Umgebung hielten die Mitglieder bei der Stange. 112 Mitglieder gewann der Verein im ersten Jahr dazu.

Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde

Altkleidersammlungen wurden durchgeführt und Geld für gute Zwecke gesammelt. Im März 1968 wurde die DLRG Drensteinfurt sogar in der Sendung „Beispiele guter Taten“ im Fernsehen erwähnt. Bald wurden DLRG-Leistungsscheininhaber (Grund und Leistungsschein) ausgebildet. 23 Teilnehmer erwiesen sich im August 1968 als erfolgreich.

Im Mai 1969 ging die DLRG-Jugendgruppe beim Pfingsttreffen unter 27 Mannschaften als Sieger hervor, im gleichen Jahr wurde sie Westfalenmeister. Im Juni 1970 erhielt die Ortsgruppe das Verdienstzeichen in Bronze und die Ehrenurkunde der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Im gleichen Jahr stellte die Familie Horstkott dem Verein die alte Werkstatt an der Münsterstraße zur Verfügung. In Eigenarbeit wurde der Raum für die 90 Jugendlichen des Vereins umgebaut.

Die Damenmannschaft der DLRG 1974 bis 1979 hintere Reihe v.l.: Ulrike Walter, Renate Reimann, Martina Middendorf, Angelika Vliex und Cornelia Middendorf vordere Reihe v.l.: Claudia Ackermann, Beate Heubrock, Gisela Roling und Technischer Leiter Dietmar Schröter

Im Juni 1986 gelang der DRLG sogar ein Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde mit dem Weltrekord über 100-Kilometer-Flossenschwimmen. 16 Stunden, 58 Minuten und 23 Sekunden brauchten die 25 Sportler für die lange Strecke. Damaliger Vorsitzender war Willie Wetzko, der Dietmar Schröter abgelöst hatte und erneute drei Jahre das Amt ausübte. Sein Nachfolger wurde Jürgen Müller, der wiederum das Amt des Vorsitzenden 2007 an Claudia Dohm abgab, die es bis heute innehat.

Heute gehören dem Vorstand neben Dohm auch Carlos Pinto-Vieira als technischer Leiter und Bettina Wältermann als Geschäftsführerin und zweite Vorsitzende, Materialwartin Melanie Langer und Rettungswartin Julia Wältermann an. Letztere hat 2016 nach zweijähriger Ausbildung den Lehrschein, den ansonsten nur Schwimmmeister Andreas Willuweit besitzt, bestanden. Nebenbei ist die Lehramtsstudentin gemeinsam mit Beisitzerin Michelle Kruse auch im Bezirksrat des Kreises Beckum.

Jedes Jahr gibt es ein festes Programm. Dazu gehören die Schwimmwettbewerbe, Schwimmkurse, Leistungsabnahmen (70 im Jahr), Stände auf dem Weihnachtsmarkt, beim Summerfeeling oder dem Dreingaufest. Einmal im Jahr findet auch das 24-Stunden-Schwimmen statt, das, so Dohm, „den Teilnehmern immer viel Spaß bereitet“. Lustig sei auch immer das traditionelle Abschwimmen zum Abschluss der Saison. Gefeiert wird am Sonntag, 30. Juni. Dann ist der Eintritt ins Erlbad für alle frei. „Es warten viele Highlights auf die Besucher und geladenen Gäste.“ Mehr wollte Claudia Dohm nicht verraten. Getränke und Kuchen zum Verzehr stehen bereit.

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