1. wa.de
  2. Lokales
  3. Drensteinfurt

Dirk Zache will als neuer Vorsitzender der SPD viele Bürger mitnehmen

Erstellt:

Von: Mechthild Wiesrecker

Kommentare

Neuer erster Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Drensteinfurt: Dirk Zache.	Foto: Wiesrecker
Neuer erster Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Drensteinfurt: Dirk Zache. © Wiesrecker

Dirk Zache ist der neue Vorsitzende der SPD Drensteinfurt. Seit einer Woche steht er an der Spitze des Ortsvereins. Für die Zukunft seiner Partei hat der Nachfolger von Andreas Hoppe große Ideale. 

Drensteinfurt – Der Vorstand solle aktiv die politische Kultur fördern und eine Haltung zeigen, die beispielhaft ist, sagt er. Zaches Ziel ist es, viele Bürger auf dem Weg mitzunehmen und gemeinsam mit ihnen die Zukunft zu gestalten, damit die Stadt lebens- und liebenswert bleibt.

Drei Hauptthemen seien in Drensteinfurt von großer Wichtigkeit, erklärt Zache, und meint damit „Mobilität, Energie und bezahlbaren Wohnraum. Das sind komplexe Aufgaben, die alle angehen und nur von allen gemeinsam gelöst werden können.“ Dabei denkt Zache an den Zusammenschluss der Kommunen, um zum Beispiel miteinander Städtepolitik zu betreiben und gemeinsam Gebiete zu erschließen – unter anderem für sozialen Wohnungsbau. „Die Städtebaupolitik liegt mir am Herzen“, sagt er. Drensteinfurt sei eine wunderbare Kommune, die aber an vielen Punkten noch besser werden könne. Ein gutes Beispiel für gelungene Veränderung sei die Neugestaltung des Kirchplatzes. „Solche Plätze, an denen Gemeinschaft möglich ist, brauchen wir auch an anderen Stellen“, erklärt der gebürtige Ulmer.

Die Städtebaupolitik liegt mir am Herzen.

Dirk Zache

Als Vorsitzender der SPD möchte er eine gute Politik machen, die nicht aus Macht resultiert, sondern aus dem Erkennen von Zusammenhängen und der Einbindung der Bürger, die ihre Meinung frei äußern und darüber offen diskutieren. Zache möchte die Bürger aufwecken, damit sie erkennen: „Wer mitmacht, kann auch mitgestalten.“

Zuhören und offen sein für Eindrücke von außen, sei eine Geisteshaltung. Die SPD biete den Bürgern mit dem „Roten Sofa“ die Möglichkeit, Ideen, Kritik und Wünsche offen anzusprechen. „Das Engagement in der Politik, politische Diskussionen und das kritische Hinterfragen von Zusammenhängen haben mir meine Eltern vorgelebt“, sagt der 58-Jährige. „Dafür bewundere ich sie sehr.“

Leidenschaftlicher Künstler

Dirk Zache ist nicht nur leidenschaftlicher Politiker, sondern auch leidenschaftlicher Künstler. Doch am Anfang seiner beruflichen Laufbahn stand eine Ausbildung zum Maurer, der sich ein Kunstgeschichtsstudium mit Schwerpunkt Denkmalpflege in Bamberg anschloss. Früh war er als Künstler mit eigenem Atelier und eigener Galerie unterwegs, ehe er auf Usedom als freier Künstler aktiv war und den Posten des Direktors des Historisch-Technischen Museum in Peenemünde annahm. 2005 übernahm Zache die Stelle des Direktors des LWL-Industriemuseums in Dortmund – mit acht Standorten und 300 Mitarbeitern.

2010 trat er dort der SPD bei. 2012 zog er nach Drensteinfurt und suchte auch dort ein Jahr später den Kontakt zur SPD. Kurze Zeit später übernahm er das Amt des sachkundigen Bürgers im Kulturausschuss. „Meine Diskussionsfreude führt dazu, dass ich mich in der SPD wohlfühle, denn dort darf sehr kontrovers und offen diskutiert werden“, erklärt er seine Entscheidung für die SPD. Auch umtreibe ihn der Grundgedanke der sozialen Gerechtigkeit.

Wer mitmacht, kann auch mitgestalten.

Dirk Zache

Im Sommer 2021 hängte Zache seinen Direktorposten an den Nagel, um ganz als Künstler tätig zu sein. „Politik und Kunst sind wesensverwandt, beide sind ein Privileg mit der Möglichkeit zu gestalten“, stellt der Vater einer erwachsenen Tochter fest.

Die Zukunft der SPD Drensteinfurt sieht er positiv. „Wir sind mit jungen und älteren Vorstandsmitgliedern und den verschiedensten Kompetenzen sehr gut aufgestellt“, freut er sich.

Auch interessant

Kommentare