Suche nach der Energie für die Nahwärme: Stadtentwicklungs-Ausschuss diskutiert Montag über das Baugebiet Mondscheinweg

Die Baustellentafeln am Mondscheinweg: Zurzeit geht es um das Wärmesystem.
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Die Baustellentafeln am Mondscheinweg: Zurzeit geht es um das Wärmesystem.

Die letzten Sitzungen von Ausschüssen und Rat in dieser Legislaturperiode finden ab der nächsten Woche statt. Los geht es mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am Montag, 24.August, um 17 Uhr in der Teamschule.

Drensteinfurt – Beschlossen werden soll unter anderem das Energiekonzept für das Bebauungsgebiet Mondscheinweg. Dort soll ein Nahwärmesystem in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Ostmünsterland entstehen. Das Planungsbüro Gertec hat den Wärmebedarf der Gebäude, die Struktur der Bebauung, die Länge der Versorgungsleitungen und das Erdwärmepotenzial ermittelt und daraus drei Varianten entwickelt.

Kalte Nahwärme

In den Wohngebäuden müssen dann Wärmepumpen installiert werden, die unter Stromverbrauch dem Wasser Energie entziehen und damit einen Speicher aufheizen. Geringe Temperaturunterschiede werden über entsprechende Wärmepumpen zur Beheizung der Wohnräume und zum Erwärmen des Wassers genutzt.

Erdwärme

Die Erzeugung der Energie in der Heizzentrale des Baugebiets kann auf verschiedene Weise erfolgen. Ideal im Hinblick auf den Klimaschutz ist laut Vorlage die Nutzung von Erdwärme in Form von Tiefenbohrungen oder Flächenkollektoren in Verbindung mit Strom. Das Problem: Die erforderliche Fläche fehlt.

Holzpellets/-schnitzel

Annähernd klimaneutral wäre laut Vorlage die Nutzung von Holzhackschnitzeln oder Holzpellets. Nachteilig bei der Hackschnitzelverbrennung sei der Platzbedarf für die Vorratsspeicher und eine Erhöhung der Feinstaubanteile in der Luft. Holzpellets seien als regenerative und insofern klimaschonende Energiequelle durchaus interessant.

Erdgas

Erdgas könne als Energiequelle dann vertretbar sein, wenn es im Mix mit anderen Stoffen in einem Blockheizkraftwerk nicht nur Wärme, sondern auch Strom liefert.

Fossile Energie

„Heizöl, Kohle und Erdgas scheiden als Brennstoffe in einer reinen Heizzentrale wegen der hohen Emissionen klimarelevanter Gase naturgemäß eigentlich aus“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Gertec-Geschäftsführer Andreas Hübner wird die Untersuchungsergebnisse in der Sitzung vorstellen. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung werde derzeit nach einem Standort für die Heizzentrale gesucht. Eine Kooperation mit bestehenden Gewerbegebieten sei ebenso denkbar wie das Grundstück der Feuerwache in Drensteinfurt, die dann gleich mitversorgt werden könne.

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