Neue Rutsche

Die Vorbereitungen laufen: Frühjahrsputz im Erlbad

Auch Dichtungen müssen im Erlbad erneuert werden: Hier sind Christian Hofmann und Christopher Möller bei der Arbeit.
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Auch Dichtungen müssen im Erlbad erneuert werden: Hier sind Christian Hofmann und Christopher Möller bei der Arbeit.

An Freibadwetter ist angesichts der eisigen Temperaturen am frühen Morgen noch nicht zu denken, und doch laufen die Vorbereitungen im Erlbad derzeit auf Hochtouren.


Drensteinfurt – Wie in den vergangenen, „normalen“ Jahren ohne Corona, also zu Anfang Mai, sind Andreas Willuweit und sein Team startklar, um das Erlbad zu öffnen. Wann das genau sein wird, entscheidet diesmal nicht nur das Wetter, sondern auch die aktuellen Corona-Zahlen.

Seit drei Wochen wird im Freibad gearbeitet. Das Wasser wurde abgelassen und das gesamte Becken gereinigt. Am Dienstag stand die Erneuerung der Kanaldichtungen in den Einlasskanälen auf dem Programm. „Mit der Zeit werden die Dichtungen porös“, informiert Schwimmmeister Willuweit. Im Moment sei ausreichend Zeit, und die brauche er auch, denn die Dichtungen müssten passgenau geschnitten und geklebt werden. Das Wetter muss mitspielen, damit das in Filtern aufbereitete Wasser später zurück ins Becken fließen kann.

Vorbereitungen für Wiedereröffnung des Erlbades laufen

Schon in der kommenden Woche soll das Edelstahlbecken mit Brunnenwasser gefüllt werden. Von heute auf morgen geht das nicht: Eine Woche dauert es, bis die rund 2,5 Millionen Liter Wasser das große Becken, Kinderbecken, Filter und Rohrleitungen gefüllt haben. Ist das Wasser im Becken, wird die Fachfirma für die Chloranlage bestellt.

Im vergangenen Jahr wurden die Umkleidekabinen erneuert, in diesem Jahr erwartet besonders die jüngeren Badbesucher eine Neuheit: 21 Jahre rutschten unzählige Kinder über die rote Rutsche ins kühle Nass. Jetzt hat das Kunststoffgeräte ausgedient; es wurde durch eine moderne Edelstahlrutsche ersetzt.

Hoffnung auf Wiedereröffnung bleibt

Andreas Willuweit ist zuversichtlich, dass das Bad bald öffnen darf. „Die neue Studie über die Ausbreitung der Aerosole im Freien spielt den Freibadbetreibern in die Karten“, freut er sich. Im vergangenen Jahr hatte das Team ein gut funktionierendes Hygienekonzept entwickelt. „Wir sind damit gut gefahren, sodass es wohl auch in diesem Sommer in überarbeiteter Form Anwendung finden wird“, erklärt Willuweit. In diesem Fall bliebe es bei maximal 500 Badegästen.

Das 2020 geplante digitale Kassensystem konnte nicht umgesetzt werden und ist für die kommende Saison nicht vorgesehen. Dafür kann die Luca-App benutzt werden, die es ermöglicht, ohne aufwendiges Aufschreiben der Personalien ins Bad zu gelangen.

Für Badbesucher, die die App nicht nutzen wollen oder können, stehen nach wie vor Zettel zur Verfügung. „Wir werden im Hintergrund die Möglichkeit einer digitalen Buchung schaffen“, stellt der Schwimmmeister in Aussicht. Besonders für Auswärtige sei es sinnvoll zu schauen, ob sich das Kommen lohnt, denn bei schönem Wetter wird es erfahrungsgemäß zu längeren Wartezeiten vor dem Bad kommen.

Hygienekonzept im Erlbad

Auch im Bad ist das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen Plicht, dazu gehören die Dusch- und Umkleidekabinen. Im Außenbereich muss die Maske nur dann getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Die Frage nach besonderen Events in der Freibadsaison – wie Open-Air-Kino, der Erlbad-Flohmarkt oder Konzerte – beantwortet Willuweit mit einem Augenzwinkern: „Die besondere Attraktion ist, dass wir überhaupt aufmachen.“

Öffnung des Erlbades ....

Gerade in Corona-Zeiten kommt dem Freibad eine große Bedeutung zu, das weiß auch Bürgermeister Carsten Grawunder. „Auch in diesem Jahr wird es aufgrund der Pandemie vielen Menschen nicht möglich sein, in den Urlaub zu fahren. Umso wichtiger ist es da, unsere heimischen Angebote wie zum Beispiel das Erlbad zur Naherholung, zum Sport oder einfach zum Abschalten nutzen zu können“, stellt er fest. „Unser hoch motiviertes Erlbad-Team um Andreas Willuweit ist bereits seit Wochen engagiert im Einsatz, um einen zeitnahen Saisonstart sicherzustellen.“

Die guten Erfahrungen aus der vergangenen Saison fließen natürlich in die Planungen für dieses Jahr mit ein. „Eine ganz wichtige Voraussetzung ist aber, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen zunächst deutlich zurückgeht, andernfalls wird eine Öffnung des Erlbades auf Grund der Coronaschutzverordnung nicht möglich sein“, so der Bürgermeister.

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