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Die ersten Corona-Fälle im Malteserstift in Drensteinfurt

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Überschaubarer Corona-Ausbruch: Das Virus hat es ins Malteserstift geschafft. Trotz strengster Hygienemaßnahmen sind sechs Pflegekräfte und drei Bewohner betroffen – allerdings sind alle Infizierten geboostert und weisen nur leichte und zum Teil auch gar keine Symptome auf.
Überschaubarer Corona-Ausbruch: Das Virus hat es ins Malteserstift geschafft. Trotz strengster Hygienemaßnahmen sind sechs Pflegekräfte und drei Bewohner betroffen – allerdings sind alle Infizierten geboostert und weisen nur leichte und zum Teil auch gar keine Symptome auf. © Wiesrecker

Seit Beginn der Pandemie ist das Malteserstift, nicht zuletzt durch konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen, von einem größeren Coronaausbruch verschont geblieben. Seit dem Wochenende hat auch das Seniorenheim an der Hammer Straße einen im Moment noch überschaubaren Ausbruch. Bis jetzt wurden sechs Mitarbeiter und drei Bewohner positiv getestet. Die Ergebnisse des bei jedem Bewohner im Erdgeschoss durchgeführten PCR-Tests stehen allerdings noch aus.

Drensteinfurt - Wie der Erreger den Weg ins Heim gefunden hat, kann nicht rekonstruiert werden. „Bei der hochansteckenden Omikron-Variante ist das schnell passiert“, vermutet Heimleiterin Jeannette Möllmann.

Betroffen ist derzeit lediglich einer der drei Bereiche im Erdgeschoss, in dem 35 Senioren leben. Schon von Beginn der Pandemie an werden im Seniorenstift die einzelnen Wohnbereiche akribisch getrennt. Dazu gehört auch, dass das Personal nicht innerhalb der Wohngruppen wechselt. Darum hofft Möllmann, dass nicht noch weitere Bewohner positiv sind. „Ausschließen kann man das bei der ansteckenden Variante aber nicht“, gibt sie zu.

Erster Mitarbeiter schon wieder freigetestet

Der erste Mitarbeiter mit einem positiven Test hat sich bereits freigetestet und kann wieder zur Arbeit kommen. Von seinem positiven Ergebnis hat er beim Selbsttest vor Dienstbeginn erfahren. Zwei Mitarbeiter wurden am Samstag positiv getestet und drei weitere am Montag.

Wenn sechs Pflegekräfte auf einem Schlag fehlen, ist das eine Situation, die pflegerisch gestemmt werden muss. Im Moment können die verbliebenen Pflegekräfte die Arbeit ihrer Kollegen mit übernehmen. Sollten weitere Kräfte ausfallen, greift ein Notfallplan. „Den haben wir schon vor langer Zeit vorsichtshalber entworfen“, erklärt die Heimleiterin.

Jeanette Möllmann ist Heimleiterin im Malteserstift in Drensteinfurt.
Jeanette Möllmann ist Heimleiterin im Malteserstift in Drensteinfurt. © Wiesrecker, Mechthild

In diesem Fall würden Mitarbeiter aus dem sozialen Dienst Pflegearbeiten übernehmen. Zusätzlich gebe es Schichtumbauten und wenn es sein muss auch mal Doppelschichten. Das Personal kenne den Notfallplan und habe seine Bereitschaft signalisiert. Der Betrieb geht auf jeden Fall weiter: „Und wenn Frau Möllmann selbst Butterbrote schmiert“, erklärt sie bestimmt.

Aktuell werde jeder Mitarbeiter vor Dienstbeginn im Malteserstift getestet. Ein Besuchsverbot wurde nicht ausgesprochen. Selbst die positiv getesteten Bewohner dürfen Besuch erhalten, der aber dann nur mit Schutzanzug und FFP2- Schutzmaske stattfinden darf. Und doch bittet die Heimleiterin, die Besuche für einige Tage einzuschränken. Um den Erreger nicht weiterzutragen und auch, um das Personal zu entlasten. „Wir müssen ja darauf achten, dass die Besucher sich an alle Anordnungen halten.“

Die gute Nachricht: „Alle Bewohner und auch das Pflegepersonal, die positiv getestet sind, weisen keine oder nur leichte Symptome auf“, bestätigt Möllmann und fügt an, dass auch alle geboostert seien.

Die Tagespflege ist übrigens nicht betroffen.

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