Renovieren im Lockdown

Deutlich weniger Kunden: Werkers Welt mit Online-Verkauf und Abhol-Konzept

Leidet unterm Lockdown: Werkers Welt ist für Gewerbetreibenden geöffnet, Privatleute erhalten Beratung und können bestellte Waren abholen. Filialleiter Ulrich Walbaum berichtet, dass im Vergleich zu normalen Zeiten wesentlich weniger Kunden kommen.
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Leidet unterm Lockdown: Werkers Welt ist für Gewerbetreibenden geöffnet, Privatleute erhalten Beratung und können bestellte Waren abholen. Filialleiter Ulrich Walbaum berichtet, dass im Vergleich zu normalen Zeiten wesentlich weniger Kunden kommen.

Wie in ganz Deutschland kämpfen viele Drensteinfurter Geschäfte im derzeitigen Lockdown um ihre Existenz – Baumärkte sind davon nicht ausgeschlossen. Auch „Werkers Welt“, der Baumarkt, der die Drensteinfurter sonst mit Baumaterial, Werkzeug und Co. versorgt, leidet unter der Situation.

Drensteinfurt – „Wir haben kaum Kundschaft“, klagt Filialleiter Ulrich Walbaum. Trotz Online-Verkauf und Abhol-Konzept, das Werkers Welt den Käufern anbietet, brechen für den Drensteinfurter Baumarkt große Teile der Einnahmen wegen Corona weg.

Seit Beginn des Lockdowns hat der Baumarkt, dessen Mitarbeiter allesamt in Kurzarbeit sind, sein Angebot an die neue Situation angepasst. Kunden können entweder online ihre Ware bestellen oder sich telefonisch von den Mitarbeitern beraten lassen und die Produkte am Laden abholen. Es sei auch möglich, einzelne Produkte dem Käufer zu zeigen und deren Handhabung zu erklären, berichtet Walbaum. Während Gewerbetreibende wie gewohnt im Baumarkt einkaufen können, müssen die privaten Kunden draußen bleiben und klingeln. Mit Abstand werde dann beraten und die Ware übergeben.

Werkers Welt: Kunden kaufen nur das Nötigste

Der Filialleiter merkt jedoch, dass das Angebot von vielen Kunden nicht angenommen wird. Die Menschen seien eher darauf bedacht, nur notwendige Dinge zu kaufen, erklärte er. Überwiegend seien es Kleinigkeiten wie Pumpen, die ausfallen, oder Armaturen, die undicht geworden sind. Dinge, die für Renovierungsarbeiten gebraucht werden, ließen sich ebenfalls gut verkaufen, sagt Walbaum. Auf andere Produkte hingegen, besonders auf Großanschaffungen, scheinen die Drensteinfurter jedoch zu verzichten.

Während vor dem Lockdown mit einer durchschnittlichen Kundenfrequenz von 200 bis 250 Menschen pro Tag zu rechnen war, sind es mittlerweile nur noch 30 bis 40 Kunden, die sich zum Baumarkt verirren. Für den Baumarkt und die finanzielle Situation sei das fatal. „Wir hoffen, dass der Lockdown schnell vorübergeht, damit wir wieder schnell öffnen können“, erklärte er.

Berät die Kunden am Telefon: Raphael Reich, Fachberater für Baustoffe bei Werkers Welt.

Trotz geschlossener Türen ist Werkers Welt für Kunden da

Die Drensteinfurter Kunden scheinen geteilter Meinung zu sein, wenn es um die begrenzte Öffnung des Baumarkts geht. „Die meisten Drensteinfurter können sich mit der Situation anfreunden. Einige wettern aber auch gegen die Lage“, berichtet Raphael Reich, Fachberater für Baustoffe.

So oder so seien den Mitarbeitern des Baumarkts die Hände gebunden – die Vorlagen und Vorgaben kommen von oben. „Was sollen wir machen?“, fragt Reich achselzuckend. Die Mitarbeiter seien vor allem darauf bedacht, die Kunden telefonisch zu beraten und so die Zeit zu überbrücken.

Das Telefon ist zu den gewohnten Öffnungszeiten des Baumarkts besetzt. Die Beratung habe trotz des Lockdowns oberste Priorität. Denn die Beratung, das betont Ulrich Walbaum, sei gerade das, was den Drensteinfurter Baumarkt ausmacht.

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