Volles Programm in Ingré: Delegation aus Drensteinfurt in Frankreich

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Knapp 50 Drensteinfurter machten sich gestern Morgen auf den Weg nach Ingré.

Drensteinfurt/Ingré – In aller Frühe haben sich am Dienstag Morgen 47 Drensteinfurter auf den Weg gemacht Richtung Ingré. In der französischen Kleinstadt soll am Donnerstagabend die Städtepartnerschaft zwischen Ingré und Drensteinfurt besiegelt werden.

Bei dem Festakt wird die Städterfreundschaft zwischen beiden Kommunen durch die Unterschrift der beiden Bürgermeister Christian Dumas für die Gastgeber und Carsten Grawunder aus Drensteinfurt endgültig offiziell. Bei diesem für beide Städte bedeutenden Akt wollen viele Drensteinfurter dabei sein. Zu der 47-köpfigen Delegation gehören neben dem Bürgermeister Mitglieder der Verwaltung und der Parteien, aber auch zahlreiche Vertreter von Vereinen. So sind natürlich der Verein Städterfreundschaft und der Heimatverein vertreten. Zu der Delegation gehören auch Mitglieder der Kirchen und Schulen.

Dienstagabend, kurz nachdem die Stewwerter auf ihre Gastfamilien verteilt wurden oder ihre Hotelzimmer bezogen hatten, gab es gleich den ersten optischen Höhepunkt der Reise: Die Stewwerter fuhren zur nahe gelegenen Großstadt Orléans, wo sie erlebten, wie die Kathedrale Sainte-Croix d’Orléans nachts effektvoll angestrahlt wurde. Die Besucher machten Erinnerungsfotos.

Auf den Spuren Jeanne D'Arcs

Am heutigen Mittwoch ist der Höhepunkt des Festivals zu Ehren der heiligen Johanna von Orléans. Auch daran wird die Delegation aus Stewwert teilnehmen. Gleichzeitig wird in ganz Frankreich der 8. Mai als „Tag des Sieges“ begangen. An diesem Feiertag feiern die Franzosen das Ende des Zweiten Weltkriegs. „Das ist für uns als Deutsche eine große Ehre, daran teilnehmen zu dürfen“, sagt Bürgermeister Grawunder, der einen Kranz am Ehrenmal in Ingré niederlegen wird. Um 11 Uhr wird die Drensteinfurter Delegation am Umzug in der künftigen Partnerstadt teilnehmen, ehe es mittags nach Orléans geht.

Das erste Highlight der Reise: Die angeleuchtete Kathedrale in Orléans.

Der Donnerstag ist der Tag der Höhepunkte: Zunächst erwartet die Stewwerter ein touristisches Highlight, das für viele Frankreich-Liebhaber zum Pflichtprogramm gehört: der Besuch eines Loireschlosses. Mit dem Schloss Chambord, das gut 50 Kilometer südlich von Ingré liegt, besichtigen die Stewweter gleich das größte und prächtigste der Loireschlösser. Im 16. Jahrhundert unter König Franz I. errichtet liegt das Prunk- und Jagdschloss inmitten eines riesigen Parks. Hier gibt es ein Picknick, ehe sich die Gruppe zurück nach Ingré begibt zum eigentlichen Grund der Reise: der feierlichen Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsurkunde.

Historischer Tag für die Städtepartnerschaft

Und dass die Besiegelung der Partnerschaft ausgerechnet am 9. Mai stattfindet, hat einen großen symbolischen Charakter, erklärt Bürgermeister Grawunder: „Am 9. Mai 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede die Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, der EGKS, vor, deren Mitglieder ihre Kohle- und Stahlproduktion zusammenlegen sollten.“ Die sogenannte Schuman-Erklärung gilt als Grundlage für die spätere EU.

„In Ingré wird dieser Tag groß gefeiert und da war es für uns keine Frage, als die Einladung kam, die Städtepartnerschaft an diesem symbolischen Tag in Ingré zu unterzeichnen“, erklärt Grawunder. Dazu komme, dass die Initiative zur Städtepartnerschaft vor dreieinhalb Jahren von Ingré ausgegangen sei. So wird die Jumelage, wie die Städtepartnerschaft auf Französisch heißt, morgen in Ingré begangen, nachdem bereits im vergangenen Jahr in Drensteinfurt beim Besuch der Franzosen im Rahmen des Jubiläumsschützenfestes eine Freundschaftsurkunde in der Wersestadt unterzeichnet worden war.

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