70 Einsatzstellen

Unwetter: 150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde - mit Video

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Ein in Walstedde nie dagewesenes Starkregenereignis hielt Feuerwehr, THW, Maltester, Einsatzkräfte und etliche Anwohner in der Nacht von Freitag auf Samstag in Atem.

Walstedde – Gegen 20.30 Uhr sei die erste Meldung reingekommen, so Frank Kronshage, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Völlig ohne Vorwarnung ging es Schlag auf Schlag weiter. 

70 Einsatzstellen gab es in der Nacht. Teile der Straße Böcken standen unter Wasser, ebenso am Kernbrock. Der K&K Parkplatz hatte sich in einen See verwandelt. Das Wasser kam aus Abflüssen, Wänden und einmal sogar aus einer Steckdose. 

150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde

150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde
150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde
150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde
150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde
150 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wassermassen in Walstedde

Einige Anwohner traf es besonders hart. Am Prillbach bekam ein Hausbesitzer von der Katastrophe erst etwas mit, als in seinem Haus die Stromversorgung ausfiel. Da stand der komplette Keller mehr als knietief unter Wasser. 13 Zentimeter stand das Wasser in einem anderen Keller Am Prillbach, hier war auch der ganze Garten überflutet. 

Wasser kniehoch im Keller

Auf der Dorfstraße stand das Wasser in einem Keller kniehoch, betroffen auch Keller in der Straße Zur Spinnbahn und Kernbrock. Auf dem Parkplatz des K&K war ein Bereitstellungsraum unter Leitung der Malteser aufgebaut. An der Feuerwache organisierte die eingerichtete Leitzentrale die Einsätze der 150 Kräfte, sowie der Fahrzeuge der Feuerwehr aus Drensteinfurt, Walstedde und Sendenhorst. 

Vor Ort war auch Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann und Laura Scholz vom Ordnungsamt. Eine Verpflegungsstation gab es ebenfalls an der Feuerwache. Zur Hilfe kamen der Einsatzleitwagen des Kreises, Fernmelder vom Kreis Warendorf, etliche Fahrzeuge des THW, Mitarbeiter des Bauhofs, der Abrollbehälter aus Oelde mit ungefüllten Sandsäcken, die aber nicht zum Einsatz kamen.

Bürgermeister vor Ort

Bürgermeister Carsten Grawunder machte sich selber ein Bild der Lage, fragte persönlich bei besonders schlimm Betroffenen nach. Durch die starken Niederschläge waren die Regenrückhaltebecken innerhalb kürzester Zeit vollgelaufen. Brisant wurde es im Pumpwerk am Sportplatz, hier war der Wasserspiegel so hoch angestiegen, dass die Elektrik auszufallen drohte. Der Bereitschaftsdienst des Klärwerks konnte das im letzten Moment verhindern. Besonders viel Pech hatte eine Anwohnerin die bei der Kellerinspektion die Treppe heruntergefallen war und dabei verletzt wurde.

Als besonders hartnäckig erwies sich die Überschwemmung auf der Straße Böcken. „Mit dem viele Wasser von den Feldern und Kellern kam der Strang zur Kläranlage nicht nach“, so Kronshage. Erst als mit Löschfahrzeugen das Wasser Richtung Kläranlage gepumpt wurde, sank der Wasserspiegel der Straße, des Prillenbaches und des Fußweges.“ Damit gab es auch Entwarnung für eine Anwohnerin, bei ihr stand das Wasser bereits bis vor der Haustür.

Gegenseitige Unterstützung

Bei allem Unglück gab es auch Positives zu berichten. „Die Nachbarschaftshilfe in Walstedde funktioniert gut“, lobte Kronshage. So wurden aus einigen besonders betroffene Keller das Wasser privat mit Trecker, Pumpe und Güllefass abgepumpt.

Gegen 4.40 Uhr beendeten die Löschzüge ihren Einsatz. Einige Anwohner hatten erst am Morgen das Wasser im Keller entdeckt, unter anderem war der Keller am neugebauten Patientenhotel voller Wasser, sodass die Feuerwehr direkt wieder im Einsatz war.

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