Folgen von Coronavirus

Ort sagt Weihnachtsmarkt 2020 wegen Corona ab

Das Hüttendorf wird in diesem Jahr nicht aufgebaut. Der Weihnachtsmarkt in Rinkerode fällt wegen Corona dieses Jahr aus.
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Das Hüttendorf wird in diesem Jahr nicht aufgebaut. Der Weihnachtsmarkt in Rinkerode fällt wegen Corona dieses Jahr aus.

Eigentlich sollte der Weihnachtsmarkt in Rinkerode noch schöner werden als im vergangenen Jahr. Doch jetzt haben ihn die Veranstalter aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt – als einen der ersten Weihnachtsmärkte im Kreis Warendorf.

Rinkerode – „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht“, versichert Thomas Beuckmann, Verantwortlicher im fünfköpfigen Orga-Team. Für ihn sei die Messlatte die Allerheiligenkirmes in Soest gewesen. „Mir war klar: Wenn die Kirmes abgesagt wird, sagen wir auch ab“, erklärt er.

Es stehe fest, dass die hygienischen Auflagen und die Abstandsregeln aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht realisierbar seien. „Wir können auch nicht den älteren Besuchern vorschreiben, sich beim Kaffeetrinken im Pfarrheim im Abstand von zwei Metern zu setzen“, führt er weiter aus. Abgesehen davon, dass der Spaß verloren gehe, finde dann höchstens ein Viertel der Besucher Platz. Auch die Toiletten erfüllten die zusätzlichen hygienischen Auflagen nicht.

Leider habe die Stadt noch nicht sagen können, wie es ab August weitergeht. Man wollte auch die Veranstalter nicht lange im Ungewissen halten. Irgendwann brauchen diese Gewissheit. Mit der frühzeitigen Absage hätten sie nun die Möglichkeit, sich anderweitig einen Weihnachtsmarkt zu suchen. „Das bin ich unseren Händlern, die allesamt hochwertige und oft selbst gemachte Ware anbieten, schuldig“, macht Beuckmann deutlich.

Seine Entscheidung sei auch von der Situation bei Tönnies beeinflusst worden. „Das Risiko ist uns zu hoch, da können wir nicht die Verantwortung übernehmen“, teilt Beuckmann mit.

Resonanz auf Absage einhellig positiv

Die bisherige Resonanz auf die Absage sei einhellig positiv. „Ihr habt alles richtig gemacht“, so der allgemeine Tenor. Finanzielle Verluste entstehen dem Orga-Team nicht. Es sei aber bedauerlich, dass in diesem Jahr keine Spende für gemeinnützige Zwecke getätigt werden kann.

Bei allem Bedauern – so ganz ungelegen kommt dem Orga-Team die Absage nicht, denn schon für den diesjährigen Weihnachtsmarkt sollten eigene Weihnachtsmarkt-Hütten gebaut werden. Die zusätzliche Zeit käme der Hüttenbau-Aktion jetzt natürlich entgegen. Bisher haben die Betreiber Hütten aus Sendenhorst geliehen. „Die nicht unerheblichen Kosten können wir uns mit eigenen Hütten sparen“, so Beuckmann. Gute Ideen und Vorschläge, den Weihnachtsmarkt noch schöner zu machen, wie zum Beispiel den Markt als Kreis rund um das Backhaus zu ziehen, werden aber bei der nächsten Gelegenheit verwirklicht. „Im nächsten Jahr machen wir uns mit neuem Mut und neuer Kraft wieder ans Werk“, versichert der Rinkeroder.

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Weitere hilfreiche Informationen erhalten Sie unter www.kreis-warendorf.de. - WA

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