Variante B.1.1.7 im Kreis Warendorf

Britische Corona-Variante in Drensteinfurt nachgewiesen

Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
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Ein PCR-Test wird für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet: Die britische Mutation B.1.1.7 verbreitet sich in Deutschland immer rasanter - sie ist jetzt auch in Drensteinfurt aufgetreten.

In Drensteinfurt ist erstmals auch die britische Corona-Variante aufgetreten. „Wir haben einen Infizierten in Drensteinfurt, bei dem die Corona-Mutante B.1.1.7 durch ein Labor bestätigt worden ist“, erklärte Kreis-Pressesprecherin Kerstin Butz auf Anfrage. Bei vier weiteren Infizierten läuft noch eine Klärung, um welche Corona-Variante es sich bei ihnen handelt. Bis die Ergebnisse vorliegen, könne es allerdings noch einige Tage dauern.

Drensteinfurt / Kreis Warendorf - Zum ersten Mal überhaupt war die britische Corona-Variante vor einigen Woche in Beckum aufgetreten. Außerdem sind Ahlen am Mittwoch, 17. Februar, mehrere Fälle der britischen Mutation nachgewiesen worden. Im Rahmen einer Stichprobenuntersuchung wurde die positive PCR-Probe eines Kindes aus Ahlen von einem Labor anlassunabhängig routinemäßig auf Mutationen untersucht und bestätigt. In weiteren Untersuchungen wurden bisher zwei weitere Fälle der Virusmutation laborbestätigt.

Das Kind befindet sich zusammen mit seinen Familienangehörigen in der häuslichen Isolation. Die Infektionskette wurde zu einer Erzieherin in einer Ahlener Kita zurückverfolgt, die aufgrund des Ausbruchs schon seit dem 8. Februar geschlossen war und komplett unter Quarantäne gesetzt wurde.

Insgesamt lassen sich bei diesem Ausbruch mittlerweile 35 Coronafälle mit der britischen Virusvariante in Verbindung bringen. „Nach den Empfehlungen des RKI behandeln wir alle diese Infizierten so, als sei bei ihnen die Mutation nachgewiesen worden. Das heißt, sie werden am Ende der 10-tägigen Isolation erneut getestet, um sicher zu stellen, dass keine Infektiösität mehr besteht“, erläutert Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Darüber hinaus sei die britische Corona-Variante in weiteren Kommunen des Kreises nachgewiesen worden – allerdings dort bisher nur in Einzelfällen, heißt es aus der Pressestelle des Kreises.

Die sogenannte britische Variante des Coronavirus gilt als deutlich ansteckender, auch unter Kindern. Neben Stichproben, die die Labore von fünf bis zehn Prozent der positiven Proben speziell auf Virus-Mutationen untersuchen lassen, ordnet der Kreis Warendorf auch in besonderen Verdachtsfällen Untersuchungen auf Virus-Varianten („Sequenzierungen“) an.

Im Kreis Warendorf ist trotz des jetzt vermehrten Auftretens der britische Corona-Mutante die Zahl der akut Infizierten zurückgegangen. Das gilt auch für die Inzidenzzahl. Eine interaktive Karte mit weiteren Informationen zu jeder Kommune gibt es hier.

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