Tägliches Update

Weniger Corona-Fälle, aber mehr Intensivpatienten im Kreis Warendorf

Die Nachfrage nach Corona-Tests ist in den beiden Zentren in Herscheid und Hüinghausen rückläufig. An beiden Stellen will man zunächst abwarten, wie sich die Einführung der Kostenpflicht auf die Betriebe auswirkt.
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Corona-Tests sind seit Wochenbeginn nur noch für bestimmte Personengruppen kostenlos.

[Update] Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf meldet am Dienstag, 12. Oktober, 17 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 25 Gesundmeldungen. Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen sinkt damit auf 286. Derweil meldet Münster einen traurigen Rekord: Seit Beginn der Pandemie ist die Gesamtzahl der bislang registrierten Corona-Infektionen auf über 10.000 gestiegen.

Kreis Warendorf / Drensteinfurt / Münster - Seit Beginn der Pandemie haben sich 13.506 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 13.489). 12.962 Personen haben das Virus überwunden und gelten als gesundet (Vortag: 12.937). Unverändert 258 Todesfälle wurden in Verbindung mit Covid-19 im Kreis Warendorf gemeldet.

In Drensteinfurt sind es unverändert zwölf akute Corona-Fälle. Am zweiten Tag in Folge gab es am zweiten Tag in Folge keine Neuinfektion, nachdem zuvor fünf Tage hintereinander mindestens ein neuer Fall hinzukam. Auch Sendenhorst blieb zwei Tage in folge von Neuinfektionen verschont, damit liegt die Zahl der Corona-Fälle weiter bei sieben. In Ahlen hingegen wurden sechs Neuinfektionen gemeldet, da aber gleichzeitig sieben Menschen als gesundet gelten, ging die Zahl der akuten Fälle auf 72 zurück (-1). Ein ähnliches Bild gab es in Beckum: Hier gab es zwei Neuinfektionen und vier Gesundmeldungen und damit einen Rückgang der akuten Corona-Fälle von 43 auf 41.

Eine interaktive Karte mit weiteren Informationen zu den Corona-Zahlen aus sämtlichen Städten und Gemeinde des Kreises Warendorf gibt es hier.

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit elf mit dem Coronavirus infizierte Patienten stationär behandelt (+5), davon vier intensivmedizinisch (+3), hiervon zwei mit Beatmung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis, also die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner positiv auf das Coronavirus getesteten Personen, liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) und Landeszentrum Gesundheit (LZG.NRW) bei 64,2 (Vortag: 62,7).

Die aktuellen Fallzahlen in den Städten und Gemeinden im Kreis Warendorf:
• Ahlen: 72 aktive Fälle (-1), 3.831 Gesundete (+7), 89 Verstorbene, insgesamt 3.992 gemeldete Infektionsfälle seit März 2020 (+6)
• Beckum: 41 aktive Fälle (-2), 1.667 Gesundete (+4), 32 Verstorbene, insgesamt 1.740 Infektionen (+2)
• Beelen: 12 aktive Fälle (+1), 286 Gesundete (+1), 1 Verstorbener, insgesamt 299 Infektionen (+2)
Drensteinfurt: 12 aktive Fälle, 387 Gesundete, 5 Verstorbene, insgesamt 404 Infektionen
• Ennigerloh: 18 aktive Fälle (-1), 857 Gesundete (+1), 14 Verstorbene, insgesamt 889 Infektionen
• Everswinkel: 2 aktive Fälle, 270 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 273 Infektionen
• Oelde: 36 aktive Fälle (-3), 1.702 Gesundete (+4), 25 Verstorbene, insgesamt 1.763 Infektionen (+1)
• Ostbevern: 2 aktive Fälle, 402 Gesundete, 4 Verstorbene, insgesamt 408 Infektionen
• Sassenberg: 33 aktive Fälle (-1), 518 Gesundete (+4), 8 Verstorbene, insgesamt 559 Infektionen (+3)
• Sendenhorst: 7 aktive Fälle, 419 Gesundete, 11 Verstorbene, insgesamt 437 Infektionen
• Telgte: 8 aktive Fälle (+1), 718 Gesundete, 21 Verstorbene, insgesamt 747 Infektionen (+1)
• Wadersloh: 7 aktive Fälle (-1), 572 Gesundete (+1), 28 Verstorbene, insgesamt 607 Infektionen
• Warendorf: 36 aktive Fälle (-1), 1.333 Gesundete (+3), 19 Verstorbene, insgesamt 1.388 Infektionen (+2)

Impfschutz mit mRNA-Impfstoff optimieren

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt verschiedenen Personengruppen eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (von Biontech oder Moderna).

Dazu gehören Personen im Alter ab 70 Jahren, ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen, Pflegepersonal (und andere Beschäftige) mit direktem Kontakt zu betreuten Personen in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Covid-19-Krankheitsverläufe, Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt sowie Personen, die zuvor ausschließlich mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden sind.

Die Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff sollte frühestens sechs Monate nach der zweiten Impfung erfolgen. Wer bei den ersten zwei Impfungen einen mRNA-Impfstoff (von Biontech oder Moderna) erhalten hat, sollte möglichst mit demselben Impfstoff die Auffrischungsimpfung erhalten.

Außerdem rät die Stiko nun auch Personen, die einmal mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, sich zusätzlich noch mit einem mRNA-Impfstoff – von Biontech oder Moderna – immunisieren zu lassen, um den Impfschutz zu optimieren.

Erläurtert, wem eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff – von Biontech oder Moderna - empfohlen wird: Dr. Anna Arizzi Rusche, die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.


„Die Impfung von Johnson & Johnson schützt grundsätzlich gut gegen das Coronavirus. In der Praxis wurde bei diesem Impfstoff aber eine vergleichsweise geringere Wirksamkeit gegenüber der Delta-Variante beobachtet. Zudem wurden häufiger Impfdurchbrüche festgestellt als bei den anderen zugelassenen Impfstoffen“, erklärt Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreis Warendorf. Die mRNA-Impfung sollte frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung erfolgen.

Nach der Schließung des Impfzentrums können die Auffrischungsimpfungen bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden.

Im Kreis Warendorf ist die Sieben-Tage-Inzidenz mehr als doppelt so hoch wie in Münster.

Die Gesamtzahl der bislang registrierten Corona-Infektionen in Münster ist am Dienstag, 12. Oktober, auf über 10.000 gestiegen. Der erste Corona-Fall in Münster liegt mehr als anderthalb Jahre zurück. Am 29. Februar 2020 war ein 51-jähriger Mann nach einem zweiwöchigen Urlaubsaufenthalt im Iran positiv getestet worden. Aktuell gelten 169 Münsteraner als infiziert (-2). Die Sieben-Tage-Inzidenz in Münster ist leicht zurückgegangen auf jetzt 30,0 (Montag: 33,5).

Die weiteren Kennziffern:
Registrierte Neuinfektionen: 10
Aktuell infizierte Münsteraner: 169
Gesamtzahl aller labordiagnostisch bestätigten Fälle: 10.008
Gesamtzahl aller genesenen Patienten: 9.710
An/mit Corona gestorbene Personen: 129
Erstgemeldete Inzidenz laut LZG/RKI: 30,0
Covid-Patienten in münsterschen Krankenhäusern: 15 (-1), davon auf Intensivstation: 4, davon beatmet: 1 (-1)

Das Impfzentrum Münster ist zwar Geschichte, das mobile Impfen aber weiterhin im Angebot: Allein in der vergangenen Woche erhielten 133 Personen am Preußenstadion ihren Schutz vor einer schweren Covid-Erkrankung. Es war die zweite mobile Impfaktion der sogenannten „KoCI“ (Koordinierende Covid-Impfeinheit), die seit Ende September das Impfgeschehen in der Stadt begleitet und auch selbstständig aufsuchende Aktionen initiiert.

Am Mittwoch, 13. Oktober, besteht die nächste Möglichkeit zur unkomplizierten Impfung gegen eine schwere Covid-Erkrankung. Dann rückt das Team, abermals in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität und der FH Münster, wieder aus, um diesmal im Schloss der Bevölkerung ein allgemeines Impfangebot zu unterbreiten. Zwischen 10 und 13 Uhr können sich Bürgerinnen und Bürger dort die Erst- oder auch ihre Folgeimpfung sichern. Zur Verfügung stehen die Impfstoffe der Hersteller Biontech und Johnson & Johnson. Mitzubringen sind lediglich ein Ausweisdokument und, falls vorhanden, der Impfpass. Auf Wunsch klärt das ärztliche Personal der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe zunächst über die Impfung auf, ehe es den kurzen Piks in den Oberarm gibt. Weitere Termine sind in Planung.

Weitere Informationen für den Kreis Warendorf gibt es hier und sowie für Münster auf der Website der Stadt Münster unter www.muenster.de/corona

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