Hilfspaket über 150.000 Euro für Wirtschaft und Vereine

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Mit einem schnell geschnürten Hilfspaket wollen Politik und Verwaltung in Drensteinfurt die Wirtschaft und die Vereine in der Corona-Zeit unterstützen.

Mit einem dreigliedrigen Hilfspaket wollen Politik und Verwaltung in Drensteinfurt die heimische Wirtschaft und die ortsansässigen Vereine in der Corona-Zeit unterstützen.

Drensteinfurt - Per Dringlichkeitsentscheidung wurde das Paket mit einem Volumen von 150.000 Euro beschlossen. Am morgigen Samstag tritt es in Kraft. Das sind die Eckpunkte:

„Rettungsschirm“ für Unternehmen

Für Unternehmen wird ein „Rettungsschirm“ in Höhe von 100.000 Euro aufgelegt. Bis zum 31. Juli können Unternehmen, die einen wirtschaftlichen Schaden erlitten haben, einen Antrag bei der Stadt einreichen. Die Höchstgrenze pro Antragsteller liegt bei 10.000 Euro.

Sofern absehbar ist, dass die Fördersumme nicht ausreicht, soll in einer der kommenden Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses und des Rates über eine Aufstockung der Mittel beraten werden.

Sonderedition des Stewwert-Talers

Zur Stärkung und Bindung der Kaufkraft vor Ort soll ein Fördertopf in Höhe von 30 000 Euro bereitgestellt werden. Dafür wird eine Sonderedition des Stewwert-Talers aufgelegt – für den Zeitraum von 15. Juli bis 30. September. Beim Kauf eines Stewwert-Talers, eines Gutscheins, der in heimischen Geschäften eingelöst werden kann, beteiligt sich die Stadt mit einem Zuschuss in Höhe von 20 Prozent des Ausgabewerts. Geplant sind drei Sondertaler: 25 Euro (Wert: 30 Euro), 50 Euro (Wert: 60 Euro) und 100 Euro (Wert: 120 Euro). „Bei einer vollständigen Ausschöpfung dieses Budgets würde privates Engagement in Höhe von 150.000 Euro ausgelöst, was in Summe hieße, dass 180.000 Euro vor Ort ausgegeben würden“; lautet es in dem Dringlichkeitsbeschluss. Der Verkauf der Sonderedition erfolgt ausschließlich über die Wirtschaftsförderung der Stadt.

Hilfe für Vereine aus Drensteinfurt

Zur Unterstützung von Vereinen soll ein Fördertopf in Höhe von 20.000 Euro aufgelegt werden. Vereine, die ihre laufenden Kosten nicht mehr decken können, können bis zum 31. Juli einen Zuschuss bei der Stadt einreichen. Die Höchstgrenze pro Verein liegt bei 1000 Euro.

Zusätzlich können Vereine auch Anträge zur Unterstützung von Sonderprojekten einreichen, die die örtliche Wirtschaft unterstützen. Hierfür können Zuschüsse in Höhe von 500 Euro gewährt werden.

Finanzierung der Maßnahmen

Zur Finanzierung der Stewert-Taler-Sonderedition sollen die 30 000 Euro verwandt werden, die der Rat für die Planung und Durchführung des wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Dreingau-Festes bereitgestellt hatte. Die Idee dazu stammt von der CDU. Von Union und den Grünen war die Anregung, den Stewwert-Taler durch die Stadt zu sponsern, an die Stadt herangetragen worden.

Vom Bürgermeister stammt die Idee des Rettungsschirms für die Unternehmen. Zur Finanzierung greift er eine Idee der Grünen auf. Die hatten vorgeschlagen, die noch nicht abgerufenen Mittel in Höhe von 52.000 Euro zur Unterstützung von Investitionen der örtlichen Sportvereine, für die Stewwert-Sonder-Taler einzusetzen. Jetzt soll dieses Geld gut die Hälfte des 100.000-Euro-Rettungsschirms decken. Die restlichen 48 000 Euro sollen als außerplanmäßige Ausgabe bereitgestellt werden.

Auch die 20.000 Euro für die Vereine sollen durch außerplanmäßige Ausgaben finanziert werden.

Hilfe soll schnell ankommen

Dass das Hilfspaket per Dringlichkeitsantrag beschlossen wurde, liegt daran, dass es schnell gehen sollte, um den Unternehmen und Vereinen zu helfen. Der Rat tagt erst am 7. September und der Haupt- und Finanzausschuss am 31. August, sodass zwei Monate Zeit verloren wären.

Die Entscheidung sei mit den Vorsitzenden der vier im Rat vertretenen Fraktionen vorbesprochen worden, erklärt Bürgermeister Carsten Grawunder und ergänzt: „Nicht alle Fraktionen waren mit allem einverstanden, aber alle haben doch grundsätzlich signalisiert, einen solchen Weg mitzugehen.“ So war der FDP das Finanzvolumen für eine Dringlichkeitsentscheidung zu hoch gewesen. Tatsächlich hatte Grawunder ursprünglich einen 250.000-Euro-Rettungsschirm vorgeschlagen. Die SPD, die den Corona-Stewert-Taler für „nicht zielführend“ gehalten hatte, hatte sich für gezielte Hilfe eingesetzt. Dies sei, so Grawunder, mit dem Antragsverfahren gewährleistet.

Corona im Kreis - weitere Infos hier:

Zu Fragen rund um das Coronavirus gibt die allgemeine Hotline des Gesundheitsamtes täglich von 8 bis 18 Uhr Auskunft unter 02581/53-5555.

Wer sich einem Corona-Test an den Testzentren des Kreises unterzogen hat, kann das Ergebnis über eine dafür eingerichtete Hotline erfragen. Unter 02581/53-6767 und 02581/53-6868 gibt es täglich von 8 bis 22 Uhr Auskunft über Testresultate. Es wird gebeten, für Nachfragen dazu nur diese Nummern zu nutzen.

Weitere hilfreiche Informationen erhalten Sie unter www.kreis-warendorf.de.

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