Zweite Impfung ohne Probleme

Corona-Impfung in Drensteinfurt: Impfschutz für Bewohner im Malteserstift fast komplett

Gewissenhaft und routiniert: Fachärztin Silke Franik (links) und Fachangestellte Julia Otto ziehen Spritzen mit dem Impfstoff im Malteserstift in Drensteinfurt auf.
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Gewissenhaft und routiniert: Fachärztin Silke Franik (links) und Fachangestellte Julia Otto ziehen Spritzen mit dem Impfstoff im Malteserstift in Drensteinfurt auf.

Die zweite Coronaschutzimpfung im Malteserstift ist abgeschlossen. Sämtliche Bewohner haben sich impfen lassen. Ihr Impfschutz gegen das Coronavirus soll in vier Wochen komplett sein.

Drensteinfurt – Der Impfschutz gegen das Coronavirus der Bewohner im Malteserstift in Drensteinfurt ist komplett. Ende Dezember hatten sie die erste Corona-Schutzimpfung erhalten, am Mittwochmittag stand das Team vom Ärztehaus am Amtshofweg bereit, um die zweite Impfung gegen Covid-19 zu verabreichen.

StadtDrensteinfurt
LandkreisKreis Warendorf
Fläche106,4 km²
Einwohner15.556 (31. Dez. 2019)

Corona-Impfungen in Drensteinfurt: Ärztin verabreicht zweite Impfdosis

Unter Polizeigeleit wurde der Impfstoff tiefgekühlt und rechtzeitig angeliefert. Außerhalb der Kühlung ist er im verdünnten Zustand bis zu sechs Stunden haltbar. „Einmal aufgezogen sollte er jedoch zügig verimpft werden“, informierte die medizinische Fachangestellte Julia Otto. Und das klappte am Mittwoch vorzüglich.

Exakt 183 Impfdosen waren es am Mittwoch, die nacheinander vorbereitet werden mussten. Sorgfältig auf Tabletts und mit der Aufzieh-Uhrzeit versehen lagen um 12 Uhr bereits die ersten Dosen bereit. Dann konnten die fünf Impfteams des Ärztehauses starten. Drei Teams impften die Bewohner auf ihren Zimmern. Zwei weitere Teams nahmen die Impfungen bei den Mitarbeitern vor. Hierfür wurde eine „Impfstraße“ mit Einbahnstraßenregelung eingerichtet, sodass sich die bereits Geimpfen und diejenigen, die noch dran waren, nicht begegneten.

Um 15 Uhr, drei Stunden, nachdem die erste Spritze am Mittwoch gesetzt worden war, waren sämtliche Bewohner und 63 Mitarbeiter des Malteserstifts geimpft. Letzteres ist übrigens eine sehr hohe Beteiligung: „76 Prozent unserer Mitarbeiter haben sich impfen lassen“, sagt Heimleiterin Jeanette Möllmann. Andernorts haben viele Pflegekräfte gezögert.

Das lag möglicherweise auch an der guten Information im Vorfeld: Bereits vor der ersten Impfung am 30. Dezember war im Malteserstift eine Informationssprechstunde rund um die Corona-Schutzimpfung angeboten worden – zusätzlich zum Arztgespräch am Tag der Impfung.

Corona-Impfungen in Drensteinfurt: Schon erster Durchgang ohne Probleme

Der erste Impfdurchgang war nach Angaben der Heimleitung völlig problemlos vonstatten gegangen. Bei und nach der ersten Impfung seien keine unerwünschten Nebenwirkungen aufgetreten. „Lediglich eine Mitarbeiterin klagte über Schmerzen an der Einstichstelle und vereinzelt seien Kopfschmerzen aufgetreten“, berichtet Heimleiterin Möllmann. Sie selbst habe auch am Mittwoch bei der zweiten Impfung überhaupt nichts gemerkt. Auch die Fachärztin für Allgemeinmedizin, Silke Franik, bescheinigt dem Impfstoff eine sehr gute Verträglichkeit ohne Nebenwirkungen.

Am Mittwoch wurden neben Personal und Bewohnern des Malteserstiftes auch 20 Feuerwehrleute nachgeimpft. „Wir hatten bei der ersten Impfung 20 Dosen zu viel, die sofort verimpft werden mussten“, erklärt Jeannette Möllmann. Zuvor habe sie jedoch erst die Zustimmung des Kreises eingeholt. Jetzt erhielten die 20 vor drei Wochen geimpften Feuerwehrleute ihre Nachfolge-impfung. Drei Personen – zwei Bewohner und eine Mitarbeiterin – erhielten am Mittwoch ihre Erstimpfung.

Jeanette Möllmann leitet das Malteserstift in Drensteinfurt.

Kurz nach 15 Uhr zog Jeanette Möllmann zufrieden Bilanz: „Die Corona-Schutzimpfung bei uns im Haus hat hervorragend geklappt.“ Die Zusammenarbeit mit dem Ärztehaus habe hervorragend funktioniert, die Notfallsanitäter des Malteser Hilfsdienstes, die für den Fall des Falles vor Ort waren, konnten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren und Jeanette Möllmann strahlte: „Das war ein rundum gelungener Tag.“

Impfschutz soll in spätestens vier Wochen komplett sein

Spätestens nach vier Wochen nach der zweiten Impfung – Biontech und Pfitzer sprechen von sieben Tagen – verfügen die Geimpften über den vollen Impfschutz, das bedeutet aber nicht, dass die Corona-Schutzmaßnahmen dann aufgehoben werden. „Alle Schutzmaßnahmen werden auch weiterhin befolgt“, versicherte die Heimleiterin. So werden die Bewohner gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. Am Tag des Besuchs müssen sie einen Fragebogen ausfüllen, Temperatur messen lassen sowie auf Mund-Nasen-Schutz, Handhygiene und ausreichend Abstand achten.

Der Start der Impfzentren wurde unterdessen um eine Woche verschoben.

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