Die Apotheken in Walstedde und Drensteinfurt halten ihr Schnelltest-Angebot aufrecht

Corona-Tests sind ab Montag nicht mehr kostenlos

Ab Montag kosten Corona-Schnelltests 15 Euro: Lena Höpfner nutzt noch einmal das kostenlose Testangebot in der Wagenfeld-Apotheke.
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Ab Montag kosten Corona-Schnelltests 15 Euro: Lena Höpfner nutzt noch einmal das kostenlose Testangebot in der Wagenfeld-Apotheke.

Rund 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind vollständig gegen Corona geimpft. Davon geht das Robert Koch-Institut (RKI) aus. Für die noch Ungeimpften bietet der Corona-Schnelltest eine Möglichkeit, doch noch am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Bisher war dieser Test in Apotheken, Testzentren und bei diversen Anbietern kostenlos.

Drensteinfurt/Walstedde – Ab Montag muss eine große Zahl Ungeimpfter tief in die Tasche greifen. 15 Euro kostet der Test in der Wagenfeld-Apotheke in Drensteinfurt, die gleiche Summe bezahlt man in der Maximilian-Apotheke in Walstedde.

In Hochzeiten der Corona-Pandemie testete das Team um Kerstin Kämmerer von der Wagenfeld-Apotheke besonders an Wochenenden mehrere Hundert Personen. „Mit steigender Impfquote ist die Zahl deutlich zurückgegangen“, bestätigt die Apothekerin. Heute seien es im Schnitt 40 bis 60 Personen, die sich testen lassen möchten. Sie hat auf die geringere Nachfrage bereits reagiert und das Test-Personal reduziert. Für die Herbstferien rechnet sie noch einmal mit einem Ansturm speziell der Kinder, die am Ferienprogramm teilnehmen möchten. „Da sind wir flexibel und besetzen die Teststelle wieder doppelt, um lange Wartezeiten zu vermeiden.“

Die Wagenfeld-Apotheke in Drensteinfurt (Foto) und die Maximilian-Apotheke in Walstedde haben ihre Testzeiten reduziert. Schnelltests - jetzt kostenpflichtig - sind dort aber weiterhin möglich.

Trotzdem gelten ab Montag für die Testungen neue Öffnungszeiten. Geöffnet ist die Teststelle nur noch montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr – und zusätzlich am Samstag und Sonntag von 9 bis 12 Uhr. Dieses Angebot möchte Kerstin Kämmerer so lange wie möglich aufrechterhalten.

Grundsätzlich empfiehlt sie eine Voranmeldung, diese sei aber nicht zwingend erforderlich, biete ihr aber einen guten Überblick über den Bedarf und die Möglichkeit, personell zu reagieren.

Mit dem Kassenbon zum Corona-Test

Wer sich ab Montag an der üblichen Stelle im Hinterhof der Wagenfeldapotheke testen lassen möchte, muss zunächst in die Apotheke gehen und die 15 Euro für den Test bezahlen. Mit dem ausgestellten Bon in der Tasche bekommt er dann den Test.

Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren bleibt der Test bis Ende des Jahres kostenlos. Ab Januar, so der derzeitige Stand, dann nur noch für Kinder und Jugendliche bis zwölf Jahre.

Wer aus medizinischen Gründen nicht getestet werden darf, muss das mit einer Bescheinigung, wie zum Beispiel dem Mutterpass bei Schwangeren, nachweisen. Nach wie vor ist der Test nur mit Vorlage eines Lichtbildausweises möglich, bei Schülern reicht ein Schülerausweis mit Bild. „Im Notfall darf sich ein begleitendes Elternteil für das Kind ausweisen“, teilt Kämmerer mit.

Die Apothekerin geht davon aus, dass die kommerziellen Testzentren jetzt der Reihe nach schließen. „Es dünnt sich bereits aus“, sagt sie. Sie wüsste jedoch von Apotheken, die erst einmal eine abwartende Haltung einnähmen.

Auch wenn Kerstin Kämmerer ihr Angebot aufrecht erhält, betont sie: „Ich appelliere an alle, sich impfen zu lassen.“

In der Maximilian-Apotheke bleibt das Angebot der Corona-Testung ebenfalls erhalten. Auch in Walstedde werden die Öffnungszeiten reduziert und auch hier kostet der Test ab Montag 15 Euro. In Spitzenzeiten haben sich im Pavillon im Garten der Apotheke bis zu 100 Personen testen lassen. „Die Zahlen sind bis auf die Hälfte zurückgegangen“, berichtet die pharmazeutisch-technische Assistentin, Johanna Thamm, die für das Testzentrum verantwortlich ist. Darum werden die Testzeiten reduziert.

Die Öffnungszeiten sind montags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr, und dienstags und freitags von 9 bis 11 Uhr und 15 bis 17 Uhr. Auch Apothekerin Marie-Luise Schoster möchte in der Maximilian-Apotheke das Testangebot vorerst aufrechterhalten. Testungen sind hier nur nach Online-Buchung oder telefonischer Anmeldung möglich.

Kinder und Jugendliche müssen sich für das Herbstferienprogramm offiziell testen lassen. Für alle, die es nicht geschafft haben, sich woanders testen zu lassen, besteht nun zur Not die Möglichkeit, sich am Montag, Mittwoch und Freitag von 7.45 bis 8.45 Uhr am Kulturbahnhof testen zu lassen. Da nur eine begrenzte Kapazität vorhanden ist, wird um eine Anmeldung gebeten per E-Mail an kulturbahnhof@drensteinfurt.de.

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