Grawunder rügt Stigmatisierung durch die Stadt Münster

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Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder wendet sich mit Einschätzungen zum Corona-Lockdown an die Bürger seiner Stadt.

Angesichts des neuen Lockdowns und des Ferienbeginns wendet sich Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder in einem offenen Brief an die Bürger seiner Stadt.

Drensteinfurt - Die Entscheidung des Landes NRW zum Runterfahren des öffentlichen Lebens im Kreis Warendorf sei folgerichtig auf der Grundlage der Bund-Länder-Vereinbarungen gewesen – auch wenn in Drensteinfurt seit fast sechs Wochen keine Neuinfizierung festgestellt worden und alle erkrankten Personen, bis auf zwei bedauernswerte Todesfälle, schon lange wieder gesund seien, schreibt Grawunder.

Er sei zuversichtlich. Die Drensteinfurter hätten sich schon einmal an alle neuen Regeln gehalten. „Da das schon einmal geklappt hat, gelingt uns das auch noch einmal.“

Grawunder macht in seinem Brief seinen Ärger Luft über die Stigmatisierung aufmerksam, „die wir seither vielerorts erfahren“ haben. Der nächste große Nachbar Münster habe Menschen aus dem gesamten Kreis Warendorf ohne jegliche Differenzierung ausgegrenzt. Grawunder: „Unseren Unmut hierüber haben wir in einem kreisweiten Schreiben sehr deutlich gemacht.“ (Anmerkung der Redaktion: Münster hat diese Anordnung inzwischen wieder einkassiert.)

"Die Pandemie ist noch nicht überwunden"

Der Bürgermeister betont: „Wir müssen gerade jetzt weiter konsequent an der Eindämmung des Coronavirus arbeiten. Denn eins zeigt uns der jetzige massenhafte Ausbruch deutlich: Die Pandemie ist noch nicht überwunden.“ Die Drensteinfurter hätten in den vergangenen Monaten bewiesen, dass man vor Ort die Pandemie in den Griff bekommen könne, lobt der Bürgermeister und ruft dazu auf, weiter Masken zu tragen – und dazu, die Gastronomen und Einzelhändler vor Ort zu unterstützen. - WA

Der volle Wortlaut des offenen Briefs steht hier auf der Internetseite der Stadt Drensteinfurt.

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