Retter in Corona-Zeiten

Freiwillige Feuerwehr Drensteinfurt fährt nur noch mit Mundschutz zum Einsatz

Feuerwehr Drensteinfurt: In Corona-Zeiten tragen die Drensteinfurter Feuerwehrleute auch einen Mundschutz, um sich vor dem Virus zu schützen und die Einsatzbereitschaft weiter sicher zu stellen.
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Mund-/Nasenschutz ist Pflicht: In Corona-Zeiten tragen die Drensteinfurter Feuerwehrleute auch einen Mundschutz, um sich vor dem Virus zu schützen und die Einsatzbereitschaft weiter sicher zu stellen.

Die Freiwillige Feuerwehr muss jederzeit einsatzbereit sein, daran darf auch Corona nichts ändern. Damit das auch funktioniert, hält sich die ganze Mannschaft ganz selbstverständlich an die angeordneten Schutzmaßnahmen. Bisher hat sich das Konzept bewährt und doch hofft Frank Kronshage, stellvertretender Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, auf ein baldiges Ende der Pandemie. 

Drensteinfurt/Walstedde/Rinkerode – „Damit jeder Kamerad die Handgriffe im Schlaf beherrscht, sind regelmäßig Übungen erforderlich“, sagt er. Die fallen jetzt Corona-bedingt aus.

Am 12. Oktober, schon vor dem zweiten Lockdown, mit dem Beginn der steigenden Fallzahlen, hat die Freiwillige Feuerwehr Übungsabende und sonstige Zusammenkünfte eingestellt. „Wir fahren nur noch zu Einsätzen“, informiert Kronshage und ergänzt: „Natürlich erledigen wir dringende Sachen, um die Einsatzbereitschaft zu gewähren.“

Übungsabende vorerst gestrichen

Dazu gehöre zum Beispiel die regelmäßige Überprüfung der Atemschutzgeräte, aber nur mit einer oder maximal zwei Personen. Betroffen ist auch die Jugendfeuerwehr, die zunächst im Sommer ihren Dienst wieder aufgenommen hatte. Gemeinsame Treffen finden nicht mehr statt, ebenso keine Übungsabende.

„Wir sind da besonders vorsichtig und versuchen, Infektionen von der Feuerwehr fern zu halten“, so Kronshage. Andernfalls könnte es schnell passieren, dass gleich die ganze Mannschaft eines Fahrzeugs in Quarantäne muss.

Im Sommer hätten noch Fortbildungen in kleinen Gruppen stattgefunden. Zur Zeit gebe es lediglich Online- Schulungen über die Plattform „GoToMeeting“. Hier fänden ebenso die Besprechungen der Zugführer statt, auch Pflichtunterweisungen würden auf diese Weise erfolgen. „Die digitale Kommunikation steckt aber noch in den Kinderschuhen“, stellt er fest.

Sicher ist sicher. Mike Engels, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Drensteinfurt, in Schutzkleidung mit Schutzbrille, Handschuhen und FFP2-Maske. Dies tragen die First Responder bei Einsätzen.

Eine Besonderheit gilt für die Kameraden der First Responder. Sie leisten beispielsweise bei Verkehrsunfällen Erste Hilfe ehe der Rettungsdienst eintrifft. Seit April tragen sie zu jedem Einsatz – egal ob Corona vermutet wird oder nicht – eine besondere Schutzkleidung, zusätzlich eine Schutzbrille und eine FFP2-Schutzmaske. Die Vorsichtsmaßnahme sei durchaus berechtigt. Es sei auch schon vorgekommen, dass sich erst im Nachhinein herausgestellt hat, dass ein Patient mit dem Coronavirus infiziert war.

Wenige Einsätze in Corona-Zeiten

„Im Moment sind weniger Leute auf den Straßen unterwegs“, so die Beobachtung des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr. Es gebe deutlich weniger Einsätze als im Jahr zuvor. Das sei insofern verwunderlich, da auch die Bahnhöfe relativ leer seien. Jetzt hoffe er auf den baldigen Impfstoff, damit sich alles wieder normalisiert.

„Wenn Corona mehr als zwei Jahre anhält, ist das ein Problem“, meint er und fügt erklärend an: „Die Praxisübungen müssen regelmäßig stattfinden, damit die Handgriffe im Schlaf durchgeführt werden können.“

Außerhalb des Lockdowns finden solche Praxisübungen alle 14 Tage im Wechsel mit der Jugendfeuerwehr statt. Zusätzlich werden regelmäßig Sonderausbildungen unter anderem für den Atemschutz oder für Maschinisten angeboten.

Egal wie lange es dauert: „Unser Ziel ist es, wie bisher, jederzeit einsatzbereit den Dienst für die Bürger zu leisten“, versichert Kronshage.

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