Carsten Grawunder will Bürgermeister werden

DRENSTEINFURT -   Carsten Grawunder ist Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen. Der 46-jährige Diplom Verwaltungswirt wurde am Freitag als Herausforderer vorgestellt und tritt gegen Bürgermeister Paul Berlage an. Bei der Kommunal- und Bürgermeisterwahl will er den Chefsessel im Rathaus übernehmen. „Ich trete an, um zu gewinnen.“

Carsten Grawunder versteht seine Kandidatur als ernsthafte Bewerbung um das Amt. Und geht es nach SPD und Grünen hat der parteilose Grawunder auch die besten Voraussetzungen, im Mai des kommenden Jahres die Wahl für sich zu entscheiden: Als Diplom Verwaltungswirt verfüge er über ausreichende Kenntnisse in der Verwaltung, als Drensteinfurter sei er in der Stadt fest verwurzelt und als Sprecher der BIGG habe er gezeigt, dass er sich hartnäckig für die Bewahrung der heimischen Lebensgrundlagen einsetzen könne.

Es soll ein Aufbruch zu einer neuen politischen Kultur werden. Das wünschen sich SPD und Grüne und natürlich auch Carsten Grawunder. „Die Sorgen und Vorstellungen der Menschen für die Zukunft aufzunehmen und gemeinsam mit den politischen Gremien und der Verwaltung Lösungen zu suchen und umzusetzen wird sein Ansporn für eine gewinnbringende Zukunft unserer Heimatstadt sein“, machen gleichsam Ingo Stude für die SPD und Stefan Gengenbacher für Bündnis90/Die Grünen deutlich. Grawunder konkretisiert das: Er werde einen anderen Politikstil an den Tag legen. Die Fraktionen und die Bürger sollten mehr gestalten können und in Absprache mit der Verwaltung Projekte umsetzen. Es könne nicht sein, dass die Verwaltung Vorschläge macht und die Mehrheitsfraktion diese abnickt.

SPD und Grüne sind sich sicher, dass Grawunder als parteiloser Bürgermeister die ideale Besetzung für das Amt ist: „Seine starke örtliche Verankerung in der Gesellschaft und in Vereinen, seine große Bekanntheit, verbunden mit der beruflichen Kompetenz werden der Stadt neuen Antrieb geben.“

Bereits im Sommer, kurz nach der Bundestagswahl seien SPD und Grüne auf ihn zugekommen und hätten ihn gefragt, ob er sich vorstellen könne, Drensteinfurts Bürgermeister zu werden. Nach einer kurzen Debatte im engsten Familienrat, war die Entscheidung schnell gefallen: „Gerne.“

Als Bürgermeister wolle er auf alle Parteien zugehen. Seinem Handeln wolle er vor allem Transparenz geben. Grawunder: „Das ist ganz wichtig“. Ein Geist des Miteinanders soll in die politischen Gremien und ins Rathaus einziehen. Er wolle alle Mitarbeiter in der Verwaltung ins Boot holen und spricht von einem kooperativen Führungsstil, den er an den Tag legen wolle. Das solle sich vor allem darin äußern, das er alle Mitarbeiter ernst nehme.

Inhaltlich wolle er sich in den nächsten Wochen näher aufstellen. Ganz wichtig ist ihm aber die Entwicklung der Innenstadt. Er möchte gerne die Menschen an den Ort binden. Das könnte unter anderem durch die Schaffung von preiswertem Wohnraum gelingen. „Wir müssen den jungen Menschen eine Perspektive geben, hier zu bleiben und zu wohnen“. Als eine falsche Richtung bezeichnet er die dauernde Ausweisung von Baugebieten für Einfamilienhäuser.

Ein weiterer Schwerpunkt solle auch Energie und Umwelt werden. Der Kampf gegen Fracking sei noch nicht gewonnen, machte er deutlich. Grawunder ließ sich zu der Formulierung hinreißen, dass es mit ihm als Bürgermeister in Drensteinfurt kein Fracking geben werde. Er wisse, dass das rechtlich natürlich sehr schwierig sei, aber durch Vernetzung und weiteren Protest wolle er diese Form der Energiegewinnung unterbinden. - war

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