Ausgangssperre und Homeoffice

Corona-Notbremse greift auch im Kreis: Ab Montag wieder Distanzunterricht

Stühle hoch: So sieht es ab Montag wieder in vielen Klassenzimmern in den Drensteinfurter Schulen aus. Die Schüler müssen nach einer Woche Distanzunterricht wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz erneut zuhause lernen. Ausnahmen bilden die Abschlussklassen.
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Stühle hoch: So sieht es ab Montag wieder in vielen Klassenzimmern in den Drensteinfurter Schulen aus. Die Schüler müssen nach einer Woche Distanzunterricht wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz erneut zuhause lernen. Ausnahmen bilden die Abschlussklassen.

Das vierte Bevölkerungsschutzgesetz – besser bekannt als Bundes-Notbremse – ist deutschlandweit Kraft getreten. Auch der Kreis Warendorf ist von den Beschlüssen betroffen.

Kreis Warendorf – Es sieht für Kreise, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, einen harten Corona-Lockdown mit Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren sowie der weitgehenden Schließung des Einzelhandels, der Gastronomie, von Dienstleistungsbetrieben, Kultur- und Freizeiteinrichtungen vor.

„Leider liegt die Inzidenz im Kreis Warendorf seit dem 11. April durchgehend über 100, sodass auch wir ab Samstag von der Bundes-Notbremse betroffen sind“, erläutert Landrat Dr. Olaf Gericke. Markantester Aspekt der Notbremse ist die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Sie darf lediglich für Individualsport zwischen 22 Uhr und Mitternacht sowie für berufliche Fahrten, die Versorgung von Tieren oder wegen anderer wichtiger Gründe gebrochen werden.

Auch der Schulbetrieb ist von der Notbremse betroffen: Ab einer Inzidenz von 100 müssen Schulen zum Wechselunterricht übergehen, ab einem Wert von 165 darf Präsenzunterricht überhaupt nicht stattfinden. „Das bedeutet, dass unsere Schulen ab Montag in den Distanzunterricht wechseln müssen“, so Gericke weiter.

Corona-Notbremse im Kreis: Nur eine Woche Wechselunterricht

Am Mittwoch, 21. April, hatte der Kreis mit 165,6 die Marke gerissen. Seitdem steigt die Inzidenz und liegt mittlerweile bei über 180 (siehe Artikel rechts). Damit müssen auch die vier Schulen in Drensteinfurt – die drei Grundschulen und die Teamschule – wieder in den Distanzunterricht gehen. So gab es nach den Osterferien nur in dieser Woche Wechselunterricht. Ausnahmen könne das Land für Abschlussklassen und Förderschulen regeln, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises. Damit könnten die Viertklässler der Grundschulen und die Zehntklässler der Teamschule weiterhin in Präsenz Unterricht erhalten.

Die Kindertagesstätten werden ab Montag ebenfalls geschlossen. Für Kinder, die in Kindertagesstätten betreut werden, sowie für Grundschüler und Schüler bis einschließlich der sechsten Klasse kann von Eltern eine Notbetreuung beantragt werden.

Geöffnet bleiben dürfen der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel. Voraussetzung ist, dass jeder Kunde in geschlossenen Räumen einen medizinischen Mund-Nase-Schutz trägt und sich die Anzahl der zugelassenen Kunden an der Verkaufsfläche orientiert. Zudem dürfen vorbestellte Waren bei Einzelhändlern abgeholt werden, wenn die Hygienemaßnahmen eingehalten und Kundenansammlungen vermieden werden.

Corona-Notbremse im Kreis: Das sind die neuen Regeln

Medizinische Dienstleistungen sowie Friseur- und Fußpflegebesuche sind weiter erlaubt, wenn die Kunden eine FFP2-Maske tragen und einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen können, der nicht älter als 24 Stunden ist (siehe Artikel unten).

Die Arbeitgeber im Kreisgebiet sind durch die Notbremse verpflichtet, ihren Beschäftigten – wenn möglich – das Arbeiten im Homeoffice anzubieten beziehungsweise zu ermöglichen. Neu ist, dass die Beschäftigten dieses Angebot annehmen müssen. So sollen Kontakte in geschlossenen Räumen weiter reduziert werden.

„Wenn die Maßnahmen Erfolg zeigen und die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, treten diese Regelungen wieder außer Kraft“, betont Krisenstabsleiterin Petra Schreier. Befristet ist das neue Gesetz zunächst bis zum 30. Juni.

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