Bürger wollen Restaurant und haben ganz bestimmte Wünsche

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Die Drensteinfurter wünschen sich ein professionell geführtes Restaurant mit einer frischen, regionalen, saisonalen und gut bürgerlichen Küche - möglichst in der Innenstadt.

Unerwartet groß war die Teilnahme an der Umfrage zur Situation der Gastronomie in Drensteinfurt.

Drensteinfurt – Nach Auswertung der Fragebögen steht fest: Die Bürger wünschen sich in erster Linie ein professionell geführtes Restaurant mit einer frischen, regionalen, saisonalen und gut bürgerlichen Küche, ausgestattet mit Außengastronomie, geöffnet mittags, abends und am Wochenende, mit einem Raum für Vereine und Familienfeiern und am liebsten im Zentrum von Drensteinfurt.

1316 Menschen haben an der Umfrage, die vom 3. November bis zum 1. Dezember 2019 stattgefunden hatte, teilgenommen. „Die extrem gute Beteiligung zeigt, wie sehr das Thema den Menschen unter den Nägeln brennt“, sagt Bürgermeister Carsten Grawunder und fügt an: „Der Bedarf ist da, Drensteinfurt ist eine wachsende Stadt mit hoher Kaufkraft.“

„Es waren alle Altersgruppen und Ortsteile vertreten“, berichtete Katharina Thomalla vom Citymanagement. Die größte Gruppe bildeten die 31- bis 60-Jährigen. „Das sind gerade die Bürger, die wohl längerfristig hier wohnen bleiben“, resümierte Thomalla. Dass auch Auswärtige teilgenommen hätten, zeige zudem die Strahlkraft des Themas. Dennoch, so fügt Thomalla hinzu, sei die Umfrage nicht repräsentativ, da nicht auszuschließen sei, dass jemand den Bogen zweimal ausgefüllt habe.

Ausarbeitung durch 32-köpfigen Arbeitskreis

Erarbeitet wurde der zehn Fragen umfassende Fragebogenkatalog von einem 32-köpfigen Arbeitskreis. Die Beteiligung war online möglich, im direkten Gespräch bei der Eröffnung des Marktplatzes und in Papierform.

Die Auswertung sorgte für wenig Überraschung. „58 Prozent der Teilnehmer räumen einem Restaurant höchste Priorität ein“, stellte Thomalla fest. 38 Prozent gaben einem Café den Vorzug. Allerdings vertrat die Mehrheit die Meinung, dass der Bedarf für ein Hotel auf jeden Fall vorhanden sei. 60 Prozent wünschten sich ein erweitertes Speisen- und Getränkeangebot in einem Bistro oder Café, möglichst mit Kuchenangebot.

Einigkeit herrschte bei dem Wunsch nach gutbürgerlicher westfälischer Küche. Diese sollte frisch zubereitet werden mit saisonalen und regionalen Produkten und einem zusätzlichen Angebot für Vegetarier. Nur neun Prozent wünschten sich zudem eine internationale Küche.

Gastronomie im Zentrum größter Wunsch

Überwältigende 90 Prozent möchten die Gastronomie im Zentrum Stewwerts, erwähnt wurde der Marktplatz, Kirchplatz, Alte Post und beiden Seiten der Bahn. 86 Prozent der Befragten möchte auf eine Außengastronomie nicht verzichten. Hier sollte auch an die Zielgruppe Fahrradtouristen gedacht werden – zum Beispiel durch eine E-Bike-Ladestation.

Die vielen Drensteinfurter Vereine bräuchten einen Ort, an dem sie sich treffen können, und auch Familien suchen oftmals Räume für familiäre Feierlichkeiten. Ein Restaurant sollte, geht es nach dem Wunsch der Teilnehmer, mit einem Raum mit ansprechendem Ambiente die Lücke füllen.

Bei den Öffnungszeiten des Restaurants wünschten sich fast alle Teilnehmer den Abend, wobei der Samstagabend mit 98 Prozent knapp vor dem Freitag (97) und Sonntag (83) favorisiert wurde. Für Familien mit Kindern, Senioren und Berufstätige wurde ein Mittagstisch und Frühstücksangebot gewünscht.

Mit der letzten Frage des Bogens zeigte sich, dass die überwiegende Zahl der Drensteinfurter ihren Bedarf nach Gastronomie im Imbiss, in der Eisdiele und Bistro decken oder ins direkte oder entfernte Umland (Münster, Hamm, Ahlen, Dortmund) fahren.

Bürgermeister nennt Standort Alte Feuerwache

Zu bedenken gab der Bürgermeister: „Wir haben funktionierende Gaststättenbetriebe, denen wir auch nicht schaden wollen, eine weitere Gaststätte würde die Gastronomie aber beleben.“

Ein möglicher Standort sei die Alte Feuerwache. Idyllisch an der Werse gelegen und zentrumsnah, dazu im Eigentum der Stadt, erfüllt sie alle Voraussetzungen.

Dazu gebe es noch einen weiteren genauso optimalen Standort. „Das ist aber im Moment noch nicht spruchreif“, gibt Grawunder zu. Sollte das aber verwirklicht werden können, wäre es eine Aufwertung für Drensteinfurt, so der Bürgermeister. Dieser Standort sei dann auch für Auswärtige gut zu erreichen.

Zeitnah, um auch die Fahrradsaison zu berücksichtigen, werde eine Hotelstudie in Auftrag gegeben. Dafür stehen bereits 15.000 Euro im Haushalt zur Verfügung.

Der Arbeitskreis wird weiter aktiv bleiben, nach geeigneten Standorten suchen und dazu mit Events die Innenstadt beleben.

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