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Scheunenbrand in Rinkerode: Brandursache weiter unklar, hoher Sachschaden

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Die Drehleiter aus Drensteinfurt kam zum Einsatz, konnte das Abbrennnen der Scheune aber nicht verhindern.
Die Drehleiter aus Drensteinfurt kam zum Einsatz, konnte das Abbrennnen der Scheune aber nicht verhindern. © Wiesrecker

[Update, 4. August 2022, 16:30 Uhr ] – Die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache in Rinkerode sind abgeschlossen. Die Ursache für das große Feuer ist unklar, allerdings deutet laut Polizeiangaben nichts auf fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung hin. Die Scheune an der Straße Hemmer brannte am Dienstag, 2. August, bis auf die Grundmauern nieder. 

Rinkerode - Verletzt wurde bei dem Scheunenbrand niemand, der Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. 

Die Feuerwehr aus Rinkerode war am Mittwoch, einen Tag nach dem Brand, mit 15 Einsatzkräften von 10 bis 18 Uhr mit Nachlösch- und Aufräumarbeiten beschäftigt.

Die vielen brennenden Strohbunde waren mit einem Radlader aus der Scheune geholt und draußen gelöscht worden. Sowohl die Untere Wasserbehörde als auch das Ordnungsamt aus Drensteinfurt waren am Dienstag vor Ort. 

[Erstmeldung] Eine lichterloh brennende Scheune auf einem Bauernhof in Hemmer, mit einer Größe von rund 30 mal acht Metern, hielt die Feuerwehr am Dienstagnachmittag im Dauereinsatz.

Gegen 15.40 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. „Als wir aus dem Haus kamen, um in den Garten zu gehen, stand die Scheune in Flammen“, berichtete die Besitzerin. Wegen der Nähe zum Wohnhaus und einer weiteren Scheune sei sie sofort in großer Sorge gewesen.

Feuerwehr konnte nur noch Übergreife der Flammen verhindern

Beim Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeugs aus Rinkerode brannte die Scheune gefüllt mit Stroh bereits lichterloh. „Wir wussten sofort, da können wir nicht mehr viel retten“, berichtete Feuerwehrmann Dirk Zielke, einer der ersten am Einsatzort. „Unsere Priorität lag darin, ein Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Gebäude, die Wallhecke und die nahestehenden Pappeln zu verhindern“.

Wasserversorgung problematisch

Von Anfang an war die Wasserversorgung problematisch, da die nahegelegene Gräfte vollständig ausgetrocknet war. Es war ein glücklicher Zufall, dass die Rinkeroder freiwillige Feuerwehr am Freitag ein zweites Löschfahrzeug mit Platz für 1500 Liter Wasser bekommen hatte. „Das konnten wir hier gut gebrauchen und damit sofort die Umgebung abspritzen“, so Zielke. Zügig kamen dann Tankfahrzeuge aus Ahlen, Beckum, Sendenhorst und Albersloh mit jeweils 4000 Liter Wasser. Auch das TEO Tankfahrzeug mit 12.000 Liter Wasser war im Einsatz. Im Laufe des Nachmittags fuhren die Fahrzeuge im Minutentakt, um Wasser aufzufüllen.

Vor dem Haus waren gleich drei Wasserbecken aufgebaut, aus denen die Einsatzfahrzeuge das Wasser pumpen konnten.

Vor Ort war auch Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann. Außerdem stand Verpflegung vor allen Dingen Getränke für die rund 60 Einsatzkräfte bereit.

Noch Stunden, bis der Brand gelöscht ist

Für die Löschung waren Einsatzfahrzeuge aus Rinkerode, Drensteinfurt mit Drehleiter, Ahlen, Walstedde und Sendenhorst im Einsatz. Für den Grundschutz wurde ein Einsatzfahrzeug der Walstedder nach Drensteinfurt abgeordnet. Mit dem Einsatz zeigte sich der stellvertretende Leiter der freiwilligen Feuerwehr gut zufrieden. „Die Riegelstellung hat gut geklappt, sodass alle Gebäude und Hecken rundherum schnell geschützt waren“, teilte er mit. Und doch werde es noch Stunden dauern, bis dass der Brand gelöscht sei. Ein Radlager werde als nächstes die Strohballen verteilen, um mögliche Glutnester zu erkennen und zu löschen.

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