Polizei ermittelt

Autofahrer wird geblitzt und vergreift sich an Radarfalle an der B58

Blitzer in Drensteinfurt Symbolbild
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Mit ordentliche Tempo wurde in Drensteinfurt ein Passat-Fahrer geblitzt. (Symbolbild)

Ein Autofahrer in Drensteinfurt (Kreis Warendorf) wurde geblitzt. Er stoppte und stapfte wütend zurück zur mobilen Radarfalle. Jetzt drohen im rechtliche Konsequenzen.

  • Ein Autofahrer wurde an der B58 in Drensteinfurt (Kreis Warendorf) geblitzt.
  • Er stoppte und ging wütend zurück zum Blitzgerät.
  • Jetzt drohen ihm rechtliche Konsequenzen.

Drensteinfurt - Alles begann am Montag gegen 18.30 Uhr. Etwa um diese Zeit wurde ein Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit an der Bundesstraße B58 von einem mobilen Blitzgerät des Kreises erwischt. Das Auslösen der modernen „Semistation“ des Kreises (im Volksmund auch „Gulaschkanone“ genannt) muss er erschrocken registriert haben, denn er stoppte sein Fahrzeug, stieg aus und marschierte direkt dahin zurück. Ein 57-jähriger Autofahrer beobachtete, wie sich der Mann an dem kantigen Turm zu schaffen machte, und gab der Polizei Hinweise zur Person und seinem Fahrzeug - einem VW Passat.

Die Ermittlungen führten über Umwege tatsächlich zum Erfolg - nämlich zunächst zur Halterin des Passats und dann zu einem 29-jährigen Familienangehörigen. Dieser gab einer Mitteilung der Polizei zu, dass er sich an der Anlage zu schaffen gemacht hatte - „und zwar „aus Wut darüber, dass er mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit geblitzt wurde“. Heißt? „Der Führerschein wäre wohl weg gewesen“, soll er lapidar gesagt haben. Wo genau der Blitzer stand, wie schnell er dort hätte fahren dürfen und wie schnell er tatsächlich unterwegs war, konnte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage allerdings nicht sagen.

Ebenso wenig ist bekannt, wie schwerwiegend der Schaden am Blitzgerät ist. Der Raser gab zwar zu, einen Ast vor das Kameragehäuse gepackt zu haben, dass dadurch aber das Glas zerkratzt und ein Schloss beschädigt wurde - wie eindeutig festgestellt wurde - wollte er nicht zugeben.

Welche Konsequenzen dem frustrierten und handgreiflichen Autofahrer nun drohen, ist Gegenstand der weiteren polizeilichen Ermittlungen.

Die neue mobile Messstation des Kreises Warendorf sahen sich im Januar 2020 Landrat Dr. Olaf Gericke (2. von rechts), Ordnungsdezernentin Petra Schreier, Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider und Ordnungsamtsleiter Ralf Holtstiege in Ostbevern-Brock an.

Das Ziel des „Angriffs“ - eine halbstationäre, pausenlos aktive Anlage von Jenoptik - ist seit Januar 2020 im Kreis Warendorf im Einsatz.

Ein junger Mann ist mit seinem Mercedes über die Dortmunder Wallanlagen gerast und hat an einer roten Ampel einen Unfall gebaut. 

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