Drensteinfurts Bürgermeister empfiehlt: Kein Schulunterricht am Montag

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Der Sturm nimmt an Stärke zu.

Drensteinfurt - Wegen der Sturmwarnung mit Orkanböen empfehlen der Kreis und auch der Bürgermeister, dass Schüler am Montag zuhause bleiben.

Update 16.25 Uhr: Auch Bürgermeister Carsten Grawunder stimmt den Empfehlungen zu, den Unterricht am Montag ausfallen zu lassen. Komplett geschlossen würden die Schulen aber nicht, weil es eine Betreuungspflicht gebe: Nicht alle, zum Beispiel berufstätige Eltern könnten sich spontan auf die neue Situation einstellen. Darum werde es auf jeden Fall ein Betreuungsangebot geben.

Update 15.30: Der Kreis Warendorf schließt sich der Empfehlung der Bezirksregierung an und informiert, dass bereits neun Städte und Gemeinden im Kreis den Schulunterricht für Montag, 10. Februar, abgesagt haben. Nach einer Lagebewertung am frühen Nachmittag des 9. Februar hat der Kreis Warendorf nun auch allen anderen Kommunen empfohlen, den Unterricht ausfallen zu lassen.

Sollten dennoch Kinder zum Unterricht erscheinen, werden sie in den Schulen betreut, bis sie gefahrlos wieder nach Hause können und dort eine Betreuung sichergestellt ist, heißt es aus dem Kreishaus. Dies hatte das Schulministerium in einem Erlass vom 7. Februar geregelt.

Die Bezirksregierung Münster als Schulaufsichtsbehörde hat den Eltern bereits am Sonntagvormittag empfohlen, ihre Kinder morgen (10. Februar) nicht zur Schule zu schicken.

Ein solcher zu erwartender Sturm sei ein plötzlich eintretendes Wetterextrem und könne ein Grund für ein Fehlen in der Schule sein. Auch wenn für Kinder ab sechs Jahren grundsätzlich die Schulpflicht gilt,  sollten die Eltern entscheiden. Begründet wird das auch damit, dass eventuell der öffentliche Nahverkehr ausfallen könne. Darum sollten die Eltern entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist. Volljährige Schülerinnen und Schüler entscheiden dies selbst. Auch wenn das Schulversäumnis in derartigen Fällen entschuldigt ist, sei in jedem Fall die Schule zu informieren.

Schülerinnen und Schüler in einem Berufsausbildungsverhältnis, die wegen extremer Witterungsverhältnisse das Berufskolleg nicht erreichen können, arbeiten an diesen Tagen im Ausbildungsbetrieb, soweit dieser zumutbar erreicht werden kann.

Ob die Schule wegen extremer Witterungsverhältnisse geschlossen wird, entscheidet die Schulleitung in Absprache mit dem Schulträger. Der Schulträger ist für die Sicherheit der Schulgebäude und Schulanlagen verantwortlich und für die Schülerbeförderung zuständig. Bei der Entscheidung hat die Schulleitung gemeinsam mit dem Schulträger die konkrete örtliche Situation zu berücksichtigen und eine Abwägung der Gesamtumstände vorzunehmen.

 Dabei sind neben Sicherheitsfragen das Schulgebäude und das Schulgelände betreffend auch Fragen der Schülerbeförderung, der Vermeidung von Unterrichtsausfall und des bestehenden Betreuungsbedarfes insbesondere für jüngere  Schüler berufstätiger Eltern mit in den Blick zu nehmen. Empfehlenswert ist es, für alle Schulen einer Kommune eine einheitliche Entscheidung anzustreben.

Lehrkräfte und alle anderen Beschäftigten der Schulen erhalten keine Befreiung. Die Betreuung von Schülern, die in die Schule kommen, muss auch im Falle einer Schulschließung gewährleistet sein. Schüler dürfen laut Bezirksregierung Münster nicht im aufkommenden Sturm nach Hause geschickt werden.

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