Bewerbungscamp der Teamschule: Schüler und Personaler an einem Tisch

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Dirk Steimann (von links) und Stefan Pavlovic von der Firma Kaldewei in Ahlen sprachen 2017 beim Bewerbungscamp der Teamschule mit Nico Bryning, der sich für den Beruf des Elektrikers interessierte.

Die Schule soll aufs richtige Leben vorbereiten. Dieses hehre Ziel nimmt das Kollegium der Drensteinfurter Teamschule sehr ernst.

Drensteinfurt – Ein Beispiel dafür ist das Bewerbungscamp, das die Sekundarschule der Wersestadt regelmäßig zu Jahresbeginn anbietet. Dies hilft Schülern bei der Berufswahl weiter, aber ermöglicht auch örtlichen Firmen und Handwerkern, mit den Teamschülern in Kontakt zu kommen.

Am 4. und 5. Februar startet das Bewerbungscamp in die nächste Runde, und Claudia Schemmelmann von der Berufsorientierung der Teamschule wendet sich schon jetzt an die Personaler der Firmen aus Drensteinfurt und Umgebung. „Dass es schwierig ist, heute gute Nachwuchskräfte zu gewinnen, hat sich herumgesprochen. Junge Talente zu finden ist schwer.“

Doch warum ist das so? Darüber hat sich Schemmelmann Gedanken gemacht. Die Schule wird heute von den meisten Kindern statt früher zehn Jahre nun oftmals 12 oder 13 Jahre bis zum Abitur besucht und dann folge oftmals noch das Studium, ein Auslandsjahr oder ein freiwilliges soziales Jahr, was durchaus Anerkennung findet.

Einstieg ins Berufsleben immer später

Die Konsequenz: Der Einstieg ins Berufsleben verlagert sich immer weiter nach hinten. Das Handwerk und auch die kaufmännischen Berufe hätten das Nachsehen, so Schemmelmann. Sie werden gefühlt immer unattraktiver. Aber ist das wirklich so? Das Studium ist auch nicht immer ein Garant für den Traumberuf, es ist maximal Türöffner.

Ihr Tipp: Die Tür öffnen können auch die Betriebe. Sie können junge Menschen ansprechen und zeigen, wie attraktiv die Arbeit und die Ausbildungsberufe sein können. Egal ob Augenoptiker oder Zugführer. „Wenn die Berufe den Schülern näher gebracht werden und sie einen Einblick erhalten, was der Beruf bereithält, lassen sie sich begeistern“, so ihre Erfahrung. Eine Barriere bilde dann nur noch das Bewerbungsverfahren.

Bewerbungsverfahren im Stationenlauf

Damit den Schülern vor Ort eine echte Chance im Bewerbungsverfahren geboten und Ängste genommen werden, geht das Bewerbungscamp der Teamschule im Februar in die nächste Runde. Fast 80 Schüler des Jahrganges 9 stellen sich dem Bewerbungsverfahren im Stationenlauf. Sie werden sich Berufe aussuchen, Stellen suchen, Bewerbungen schreiben, Infos sammeln und Eignungstests üben. Spätestens wenn sie den Termin für das Vorstellungsgespräch vorliegen haben, merken sie, dass es Ernst wird. Jetzt treten die „Personalchefs“ in Szene. In 30 Minuten wird ein Vorstellungsgespräch unter fast echten Bedingungen trainiert und anschließend reflektiert.

Jeder Schüler erhält am 4. und 5. Februar je einen Termin und kann einen Probelauf starten und von Profis erfahren, ob eine Eignung für den Job gegeben ist. Seit Jahren wird die Teamschule von aktiven und ehemaligen Personalern bei diesem Projekt ehrenamtlich unterstützt.

Teamschule wünscht weitere Unterstützung

Da lange nicht alle Branchen abgedeckt werden, wünscht sich die Teamschule noch weitere Unterstützung. Das Organisationsteam freut sich über eine Rückmeldung von weiteren interessierten Personalern aus den unterschiedlichsten Berufen.

Ein Infotreffen findet am Dienstag, 21. Januar, 14 Uhr, im Speiseraum vor der Küche am großen Forum der Schule statt. Alle Interessierten sind eingeladen zu hören, was auf die „Personalchefs“ zukommt. - da/hok

Kontakt-Infos:

Für Informationen im Vorfeld steht Claudia Schemmelmann per Mail an bob-ts@web.de zur Verfügung.

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