Bewahrung der Schöpfung: Teamschüler sammeln 40 alte Handys

Engagierte Schüler. Die Klasse 7a der Teamschule beteiligte sich im Religionsunterricht von Elisabeth Juhl (Zweite von rechts) an der „Aktion Goldhandys“ des Missionswerks missio. Lob dafür gab es von Alessa Dohm (rechts) von der Stadtverwaltung. Auch dort werden alte Endgeräte gesammelt.
+
Engagierte Schüler. Die Klasse 7a der Teamschule beteiligte sich im Religionsunterricht von Elisabeth Juhl (Zweite von rechts) an der „Aktion Goldhandys“ des Missionswerks missio. Lob dafür gab es von Alessa Dohm (rechts) von der Stadtverwaltung. Auch dort werden alte Endgeräte gesammelt.

Unter dem Motto „Handy spenden – Gutes tun“ hat die Klasse 7 a der Teamschule jetzt gemeinsam mit der Fair-Trade-Steuerungsgruppe des Eine-Welt- Kreises der St.-Regina-Kirchengemeinde alte ausrangierte Handys gesammelt. Die eingesammelten Handys werden im Rahmen der Aktion „Woche der Goldhandys“, die seit 2017 vom Missionswerk missio initiiert wird, gespendet. Mit den recycelten Rohstoffen unterstützt missio Hilfsprojekte im Kongo.

Drensteinfurt – Die Idee, alte Handys zu sammeln, kam Teamschullehrerin Elisabeth Juhl im Religionsunterricht in der Klasse 7 a. „Wir sprachen über das Thema „Bewahrung der Schöpfung“, berichtet sie. Dabei habe sie mit den Schülern die katastrophalen Abbaubedingungen der für die Handys benötigten Rohstoffe im Kongo gesprochen. „Die Schüler waren so engagiert und sofort bereit mitzumachen“, lobt sie.

„Es hat uns richtig Spaß gemacht, die Handys zu sammeln“, bestätigt Teamschüler Fabian Brandt. Insgesamt kamen gut 40 alte Handys zusammen, die die Lehrerin gemeinsam mit einem Teil ihrer Schüler am Freitag Alessa Dohm von der Stadtverwaltung überreichte.

Auch die Stadt beteiligt sich an der Sammlung der mobilen Endgeräte für die Aktion des Missionswerks.

Weil die Aktion von den Schülern so gut angenommen wurde und das Thema fairer Handel und Nachhaltigkeit eine so große Bedeutung hat, soll an der Teamschule demnächst eine eigene Fairtrade-Gruppe gegründet werden. „Es ist wichtig, den Jugendlichen schon in der Schule die Problematik der Umweltzerstörung nahezubringen“, glaubt Juhl. Kinder müssten ein Bewusstsein für die Natur – und wie man sie schützen kann – bekommen. So wurde im Unterricht auch über fair gehandelte Turnschuhe, Fußbälle und Rosen gesprochen.

Elisabeth Juhl hat große Pläne. Nicht nur die Klasse 7 a, sondern alle Klassen sollen sich künftig an Aktionen zum Thema Fairtrade beteiligen. „Ich kann mir gut Aktionstage zum Thema vorstellen“, sagt sie. An diesen Tagen könnte sich jede Klasse ein eigenes Projekt aussuchen.

Aktion Goldhandys

Es gibt mehr als 124 Millionen ausgediente Handys mit wertvollen Rohstoffen wie Coltan, Kobald, Gold und Lithium. Die meisten Rohstoffe stammen aus Entwicklungsländern, vor allem aus dem Kongo. In den Minen werden beim Abbau Zyanid und Quecksilber verwendet. Diese verursachen in der Umwelt und bei den Menschen schwere Schäden. Zusätzlich sind die Arbeitsbedingungen in den Minen katastrophal. Fehlender Arbeitsschutz, unfaire Löhne und Kinderarbeit sind an der Tagesordnung. Missio verwertet die Rohstoffe aus den alten Handys. Der Erlös kommt den Menschen in den Abbaugebieten zugute. Unter anderem werden Traumazentren im Ostkongo unterstützt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare