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Bauernschützen St. Michael: Gelungenes erstes Schützenfest nach zwei Jahren Corona-Pause

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Von: Friedrich Kulke, Mechthild Wiesrecker

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Strahlendes Regentenpaar der Bauernschützen St. Michael Drensteinfurt: Kaiser Gerd Schulze Natorp mit seiner Ehefrau Susanne.
Strahlendes Regentenpaar: Kaiser Gerd Schulze Natorp mit seiner Ehefrau Susanne umrahmt von den Offizieren. © Wiesrecker, Mechthild

 Gerd Schulze Natorp ist der neue Kaiser der Bauernschützen St. Michael. Am frühen Samstagmorgen brachte er mit dem 505. Schuss den Vogel „Bauernglück“ zu Fall und beendete damit die fast dreijährige Regentschaft von König Georg Westhues und seiner Frau Daniela. Zu seiner Königin ernannte der frischgebackene Throninhaber seine Frau Susanne.

Drensteinfurt - Nachdem wegen der Corona-Pandemie zwei Jahre lang kein Schützenfest gefeiert werden durfte, war die Freude und Begeisterung, endlich wieder auf den Vogel zu schießen, groß. Vor allen Dingen die begehrten Insignien lockten besonders die jungen Schützen an die Stange.

Schon mit dem 88. Schuss sicherte sich Mario Overmann das Zepter, Bernhard Fögeling brachte den Apfel mit dem 115. Schuss zu Fall und Josef Langenstroth das Fass mit dem 165. Schuss. Hendrik Thissen erwies sich als besonders treffsicher, nachdem er zuerst den Flügel abgeschossen hatte, holte er sich mit dem 208. Schuss auch noch die Krone.

Lange Zeit blieb es dann ruhig an der Vogelstange. Ein echter Königsbewerber kristallisierte sich nicht heraus, selbst zur ursprünglich angekündigten Proklamation um 22 Uhr war kein König abzusehen. Derweil wurde es auf dem Platz und im Festzelt immer voller. Das Wetter passte, der Spielmannszug „Grün-Weiß“ Drensteinfurt sorgte für Musik und die Menschen feierten ausgelassen und fröhlich.

Bauernschützen St. Michael Drensteinfurt. Den Kaiser geschultert: Um 0.27 Uhr holte Gerd Schulze Natorp die Reste des Vogels von der Stange.
Den Kaiser geschultert: Um 0.27 Uhr holte Gerd Schulze Natorp die Reste des Vogels von der Stange. © M Wiesrecker

Gegen 23 Uhr trat Gerd Schulze Natorp an die Vogelstange. Da kein weiterer Anwärter in Sicht war, hätte es schnell gehen können. Stattdessen gab es ein zähes und lang andauerndes Ringen mit dem Vogel, ehe um 0.27 Uhr die letzten Reste des Vogels von der Stange fielen und die Schützen zunächst erleichtert aufatmeten, um dann in lautes Jubeln auszubrechen. Anschließend wurden Kaiser und Regentin durch die begeisterte Menge ins Schützenfestzelt getragen, wo ihnen die königlichen Insignien übergeben wurden.

Dem Vogelschießen vorangegangen war das Antreten vor der Alten Post am Freitagnachmittag, zu dem rund 70 Schützen gekommen waren. Spieß Ludger Niesmann inspizierte die Reihen der Schützen und ließ die vortreten, die nicht der Kleiderordnung entsprachen. Zur Belustigung der Kameraden und Zuschauer mussten die „Ausgewählten“ nach Art eines Limbo-Tanzes unter einem niedrig gespannten Seil, an das Batteriestrom angeschlossen war, durchtanzen.

Anschließend wurde das Königspaar zur Kranzniederlegung am Ehrenmal abgeholt, ehe pünktlich um 18 Uhr das Vogelschießen begann.

Am Samstag fand in der St.- Regina-Kirche ein Gottesdienst statt, der vom MGV Drensteinfurt musikalisch begleitet wurde. Das Kaiserpaar Gerd und Susanne Schulze-Natorp des Bauernschützenvereins St. Michal Drensteinfurt erlebten gemeinsam mit dem Hofstaat auf der Schlosstreppe von Schloss Steinfurt einen stimmungsvollen Zapfenstreich. Neben dem Bauernschützenverein, dem Bürgerschützenverein St. Johannes und dem Junggesellenschützenverein Drensteinfurt erlebten auch wieder zahlreiche Zuschauer das Konzert. Spielmannszug Grün-Weiß Drensteinfurt und die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Drensteinfurt sorgten mit ihren Stücken wieder einmal für musikalischen Hochgenuss. Zuvor hatte der große Festumzug mit der Parade mit Schützen, Hofstaat, Spielmannszug und den Gastvereinen vor der Alten Post stattgefunden.

Bauernschützenverein St. Michael Drensteinfurt, In Festtagsrobe: Die Parade am Samstag zog viele Blicke auf sich.
In Festtagsrobe: Die Parade am Samstag zog viele Blicke auf sich. © Kulke

Der abendliche Festball mit der Tanz- und Stimmungsband „The Cube“ war sehr gut besucht und dauerte bis in die frühen Morgenstunden. „Es war einfach wunderbar, endlich wieder Schützenfest feiern zu können“, lautete der einstimmige Meinung des Kaiserpaares und der beiden Drensteinfurter Königspaare.

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