„Groß, aber nicht wuchtig“

Bauausschuss gibt grünes Licht für Mehrfamilienhaus mit Bäckerei

Verschwindet bald: die unansehnliche Baulücke in der Nähe der St.-Regina-Kirche.
+
Verschwindet bald: die unansehnliche Baulücke in der Nähe der St.-Regina-Kirche.

Der Bauantrag für das geplante Mehrfamilienwohnhaus mit 13 Wohneinheiten und integrierter Gewerbeeinheit (Bäckerei/Café) an der Mühlenstraße 14 ist schon Anfang Januar in der Stadtverwaltung eingegangen. Jetzt beschied der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt das Gesuch positiv.

Drensteinfurt – Dass die Stadt den Bauantrag im Vorfeld zunächst –vorsorglich – ablehnen musste, lag daran, dass die notwendige Abstimmung mit dem Landesverband Westfalen (LWL) nicht binnen der Antragsfrist abgeschlossen werden konnte. Notwendig war diese denkmalrechtliche Abstimmung, da das für den Neubau vorgesehene Grundstück an den Geltungsbereich der „Satzung für den Denkmalbereich Kirchplatz St. Regina/ehemalige Judengasse“ angrenzt. Inzwischen liegt eine denkmalrechtliche Stellungnahme vor, die das Bauvorhaben nicht behindert.

Probleme wie ein Balkon, der zum Teil in den öffentlichen Raum hineinragt, und die zu geringe Parkplatzanzahl für die Gewerbeeinheit konnte die Verwaltung im Gespräch mit dem Investor lösen, sodass vonseiten des Fachbereichsleiters Christoph Britten nichts gegen den Bau spricht. Zumal die Architektur des geplanten Neubaus sich stark an der Umgebung orientiere. „Kennzeichnendes Element ist insbesondere das Aufgreifen der Trauf- und Firsthöhe des Nachbargebäudes“, so Britten in seiner Ausschussvorlage.

So soll’s aussehen: das Mehrfamilienhaus an der Mühlenstraße.

Mehrfamilienhaus: Entscheidung einstimmig

„Es ist eine Aufwertung im innerstädtischen Bereich“, resümierte Bürgermeister Carsten Grawunder. Auch Britten bewertete das Vorhaben mit der sich in die Umgebung einfügenden Fassadengestaltung als sehr positiv. „Durch die Nebendächer und die so entstehende Giebelfront entsteht der Eindruck von Einzelbebauungen“, erläuterte er.

Die Pläne fanden in der SPD ebenfalls Anklang. „Es ist ein großer Baukörper, aber durch seine Gestaltung wirkt er nicht so wuchtig“, sagte Ingo Stude. Auch die Grünen, so Marc Harenkamp, stünden dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber. Und so fiel die Entscheidung für das gemeindliche Einvernehmen am Ende schließlich einstimmig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare