Anhebung des Bahnsteigs

Barrierefreiheit in greifbarer Nähe: Planungen für Bahnsteigerhöhung beginnen bald

Für Rollstuhlfahrer unüberwindbar: die Kante beim Einstieg ins Zugabteil am Drensteinfurter Bahnhof.
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Für Rollstuhlfahrer unüberwindbar: die Kante beim Einstieg ins Zugabteil am Drensteinfurter Bahnhof.

Für Rollstuhlfahrer, Menschen mit einer Gehbehinderung und Eltern mit Kinderwagen ist es derzeit kaum möglich, ohne Hilfe in einen der Züge zu steigen, die in Drensteinfurt, Mersch und Rinkeode Halt machen. Der Grund ist, dass die Bahnsteige nicht höhengleich mit Abteilen der Züge sind. Ein Ärgernis, das Politik und Verwaltung seit vielen Jahren umtreibt, allerdings lange ohne Erfolg. Bis jetzt.

Drensteinfurt – „Nun kommt Bewegung in die Anhebung des Bahnsteigs in Drensteinfurt“, erklärt Henning Rehbaum, heimischer CDU-Landtagsabgeordneter.

So soll im kommenden Jahr mit der Planung begonnen werden, „die Umsetzung folgt im Anschluss“, betont Rehbaum. Damit werde der Drensteinfurter Bahnhof mit seinen rund täglich 3.000 Zustiegen deutlich aufgewertet und der Einstieg für alle Zugreisenden wesentlich erleichtert.

Bislang war ein Umbau der Drensteinfurter Bahnhöfe in barrierefreie Bahnhöfe vor allem an den Kosten gescheitert. Doch jetzt ist zumindest der Bahnhof Drensteinfurt in das Modernisierungsprogramm des Bundesverkehrsministerium aufgenommen worden. Landesweit steht der Bahnhof auf Platz drei der Prioritätenliste, betont Rehbaum. Und die Bahnsteige in Mersch und Rinkerode hätten es zumindest schon mal in die „Leistungsphase 2“ geschafft.

Priorität Drensteinfurt

Vor einem Jahr fand das Spitzengespräch zur Anhebung des Drensteinfurter Bahnsteigs mit Martin Welscheid und Martin Zinselmeier von der Drensteinfurter CDU und Schienenzweckverband NWL, DB und Verkehrsministerium auf Einladung des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum statt.

Bereits nach dem Gespräch hätten sich „begründete Aussichten für eine Finanzierung der Bahnsteiganhebung mit entsprechender Priorisierung Drensteinfurts“ abgezeichnet, erklärte Rehbaum. In dem Spitzengespräch hätten die drei CDU-Politiker sich zudem auch für die beiden weiteren Haltepunkte eingesetzt. „Nun heißt es auch in Mersch und Rinkerode dranzubleiben“, betonte Rehbaum nach den guten Nachrichten für den Bahnhof Drensteinfurt.

Bald barrierefreies Bahn fahren möglich

Politisch wurde das Projekt seit 2015 begleitet, indem der Stadt empfohlen wurde, die zur Verfügung stehenden Fördermittel des ZVM zu beantragen, um die Planung für die Anhebung zu finanzieren. Rehbaum hatte Gespräche mit dem Zweckverband Münsterland geführt. Darauf folgten Ortstermine auch mit dem Konzernbeauftragten der Deutschen Bahn, Werner Lübberink 2016, die in das Spitzengespräch im Landtag mündeten.

Rehbaum freut sich über die positive Entwicklung: „Unser Spitzengespräch trägt Früchte.“ Sein Ziel sei, dass Fahrgäste zwischen Münster und Hamm auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen mühelos Bahn fahren können.

Den Kreuzungsbereich am Bahnübergang Rinkerode, speziell den Beginn der Albersloher Straße und die Einfahrt zum Pröbstingweg, empfinden viele Rinkeroder als einen Gefahrenpunkt. Eine Ansicht, die ein von der Stadt beauftragtes Ingenieurbüro so nicht teilen kann

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