Keine Rampe in Mersch und Rinkerode

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Am Drensteinfurter Bahnhof wurde der Einsatz einer Rampe geprobt.

Drensteinfurt - Mit einer Rampe sollen künftig Rollstuhlfahrer am Drensteinfurter Bahnhof in die Züge kommen können. Der Zugang zu den Zügen ist in Drensteinfurt erheblich erschwert, da die Bahnsteige niedriger als die Züge sind.

Der Westfälische Anzeiger hatte Ende des Jahres über den Hammer Jörg Paskert berichtet, der Schwierigkeiten hatte, vom Drensteinfurter Bahnhof in den Zug nach Hamm zu gelangen. In den Zügen des National-Express wird keine Rampe mitgeführt, so dass die Nutzung der Züge für Reisende mit Gehbehinderung eingeschränkt ist. 

Inzwischen haben sich Landes- und Bundespolitiker in den Fall eingeschaltet und auch die Drensteinfurter Ratsfraktionen fordern, dass Konsequenzen gezogen werden. Wegen der hohen Kosten einer Bahnsteigerhöhung komme als kurzfristige Lösung dieses Problems nur die Bereitstellung einer Ein- und Ausstiegshilfe in Betracht, heißt es aus dem Rathaus. Im Januar hatte Bürgermeister Carsten Grawunder sich dem Zweckverband ÖPNV Münster (ZVM) gewandt, um eine kurzfristige Verbesserung einzufordern. 

Jetzt hat es am Bahnhof Drensteinfurt einen ersten Termin mit dem ZVM und dem National-Express gegeben. In diesem Termin wurde eine mobile Rampe getestet, mit deren Hilfe die Rollstuhlfahrer die Züge des National-Express nutzen können. Eigens aus Berlin wurde eine Rampe geholt und am Bahnhof ausprobiert. 

Wie nun weiter verfahren wird, steht noch nicht fest. „Es gibt leider noch nichts Konkretes“, machte Grawunder deutlich. Die Rampe, so der Bürgermeister in einer ersten Analyse, „erwies sich als grundsätzlich geeignet. Auf dem Bahnsteig 2 Richtung Hamm konnte sie schnell und problemlos aufgebaut werden und auch die Nutzung war kein Problem. Auf diesem Gleis könnte die getestete Rampe aufgestellt und im Bedarfsfall eingesetzt werden.“ 

Für Gleis 1 sei die Rampe ein kleines Stück zu lang. Grawunder: „Sie müsste verkürzt werden oder es müsste ein alternatives Modell gefunden werden.“ Die Fachleute vom National-Express und vom ZVM würden in dieser Angelegenheit am Ball bleiben und auch über eine Hebebühne nachdenken, die weniger Platz erfordert. 

Die Beschaffung der Hilfsmittel und die sachgerechte – vor allem sichere – Installation auf den Bahnsteigen, die Einweisung des Zugpersonals und die Finanzierung der Maßnahme seien nun im Einzelnen zwischen dem National Express sowie der DB StationService AG als Betreiber der Station abzustimmen. 

Klar sei hingegen, dass in Mersch und Rinkerode keine Rampen aufgestellt werden, „da der RE 7 hier nur in einzelnen zeitlichen Randlagen verkehrt“. In Mersch seien zudem die Bahnsteige für eine Anwendung der Rampen zu schmal, so der Bürgermeister. - da

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