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30 Bäume in Kurrick gefällt

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Nur noch Stümpfe ragen aus dem Boden. Rund 30 Eichen, Eschen und Kirschen sind in Kurrick gefällt worden. - Foto: Wartala
Nur noch Stümpfe ragen aus dem Boden. Rund 30 Eichen, Eschen und Kirschen sind in Kurrick gefällt worden. - Foto: Wartala

DRENSTEINFURT - Rund 30 Eichen, Eschen und Kirschbäume, teilweise mit einem Stammdurchmesser von mehr als 30 Zentimetern, sind in der Bauernschaft Kurrick gefällt worden. Die Bäume standen als Straßenrandbegrünung an der K3 Richtung Krähenort.

Nur noch die Baumstümpfe zeugen von der Stelle, an der sie einst standen. Gefällt hat sie Martin Allendorf, der die Aktion als einen ganz normalen Vorgang bezeichnete.

Bereits im vergangenen Jahr habe er an einer anderen Stelle – auf der anderen Seite des Kurricker Berges – ähnlich gehandelt. Auch dort seien die Hecken auf den Stamm geschnitten und einige Bäume gefällt worden. So habe er es auch in diesem Jahr in der Nähe seines Hofes gemacht.

Mit der Stadt Drensteinfurt hat Allendorf indes die Aktion nicht abgesprochen. „Warum auch?“, fragt er. Nach dem Landschaftsgesetz NRW habe er bis zum 28. Februar das Recht, auf seinem Grund Hecken zu schneiden und Bäume zu fällen. Daher habe er zur Motorsäge gegriffen und die Bäume gefällt. Das sei im Zuge normaler Arbeiten geschehen. Turnusgemäß würde er an verschiedenen Standorten Pflegemaßnahmen durchführen. Um die Hecken an der Straße zu lichten, habe er auch die Bäume fällen müssen. Außerdem seien sie „reif gewesen“ und sollten Ertrag bringen. Im Grunde habe er nichts anderes getan, was auch die Stadt Drensteinfurt oder der Landesbetrieb Straßen NRW in den vergangenen Wochen unternommen habe.

Allerdings wollen sich die Stadt Drensteinfurt und Allendorf noch einmal treffen, da es nicht ganz eindeutig ist, wem die Bäume gehören. Allendorf behauptet, dass die Hecken und Bäume auf seinem Grund standen. Die Verwaltung will das prüfen. Das sei nicht ganz einfach, hieß es gestern aus dem Rathaus. Wolle man es genau wissen, müsse die Straße genau eingemessen werden.

Nach der Baumfällaktion hatte es schnell das Gerücht gegeben, dass Allendorf die Zuwegung zu den geplanten Windkraftstandorten verbreitern wolle. Wenn die Anlagen errichtet werden, dann benötigen die Baufahrzeuge eine sehr breite Zuwegung. Dass allerdings mit dem Fällen der Bäume ein Zusammenhang mit den geplanten Windkraftanlagen bestehe, weist Allendorf von sich. „Warum sollte ich das machen?“, fragt er. Noch stünde kein genauer Standort fest, eine Baugenehmigung sei auch noch gar nicht beantragt. - war

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