Baugebiet Mondscheinweg

Awo soll Trägerin der neuen Drensteinfurter Kita werden

Symbolbild Kinder Kita Kindergarten
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Die Awo übernimmt den neuen Kindergarten in Drensteinfurt.

Die Arbeiterwohlfahrt wird die Trägerschaft der geplanten Kindertagesstätte im Baugebiet Mondscheinweg übernehmen, wenn es nach dem Willen der Mitglieder des Ausschusses für Familie, Jugend, Senioren und Soziales geht. Die endgültige Entscheidung fällt in der Ratssitzung am Dienstag, 29. Juni.

Drensteinfurt – Auf Grundlage einer vorherigen Bewertung anhand der Kriterien Referenzen, Konzept und Wirtschaftlichkeit hatte die Verwaltung von den insgesamt sieben Bewerbern noch drei potenzielle Träger eingeladen, ihre Konzepte im Ausschuss vorzustellen. Die große Mehrheit der Politiker (18 Ja-Stimmen) sprach sich am Dienstag, 15. Juni, nach der Vorstellung der Konzepte dafür aus, die Trägerschaft der Awo zu übertragen, die bereits das dritte Mal in der engeren Auswahl für eine neue Kita in Drensteinfurt war.

Daniel Frieling, Bereichsleiter Kindertagesbetreuung in der Awo Ruhr-Lippe-Ems, hatte das geplante Konzept im Kreis Warendorf unter dem Titel „Montessori am Mondscheinweg“ vorgestellt. Aktuell betreut die Awo rund 3800 Kinder in 53 Kindertagesstätten im Kreis Warendorf, in Hamm und im Kreis Unna und beschäftigt dafür etwa 830 Mitarbeiter. „Unsere älteste Kita ist über 70 Jahre alt“, berichtete Frieling.

Awo mit reichlich Erfahrungen bei Kitas

Reichlich Erfahrung also, die die Awo auch in Drensteinfurt einbringen möchte. Wichtig sei der Awo dabei, dass jeder Mensch unabhängig seines Alters partizipieren könne, betonte Frieling. Gelebte Werte seien Gleichheit, Toleranz, Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit.

Im Baugebiet Mondscheinweg sollen diese Werte integriert sein in ein Montessori-Kinderhaus. „Diese pädagogische Ausrichtung ist in Drensteinfurt bisher nicht vorhanden“, berichtete Frieling. „So können wir das vorhandene Portfolio ergänzen.“ Das Montessori-Konzept passe auch gut zu dem, was die Stadt sich für das Neubaugebiet überlegt habe. „Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Dazu geht es darum, sich selbst auszuprobieren, sich mit dem auseinanderzusetzen, was einen umgibt, und wie die Dinge funktionieren“, erklärte er. Auch die Digitalisierung spiele eine Rolle in den Kitas, die zudem auf ein breites Netz an Kooperationspartnern und Fachberatern zurückgreifen können.

Die Planung der Öffnungszeiten erläuterte Arzu Sahin-Ünsal, Fachbereichsleitung Warendorf bei der Awo. „Geplant sind verlässliche Öffnungszeiten von 6 bis 18 Uhr“, sagte sie. Pro Jahr solle es maximal fünf Schließungs- und zwei Konzeptionstage geben, sodass die Kinderbetreuung auch in den Sommerferien durchgehend gewährleistet sei.

Neben den pädagogischen Fachkräften wird die Awo auch eine Hauswirtschaftskraft einstellen, die in der Küche vor Ort kocht. Heißt: „Alles an frischen Lebensmitteln bereiten wir vor Ort zu“, erklärt Frieling. Dabei greift die Awo nicht ausschließlich auf Bio-Produkte zurück. „Wir möchten uns preislich im unteren Bereich bewegen, denn es gibt viele Menschen, die nicht so viel im Portemonnaie haben, deshalb nutzen wir nicht nur Bio-Produkte.“

Am Ende überzeugte das Konzept die Ausschussmitglieder, die der Awo damit den Vorrang gaben vor der ebenfalls eingeladenen Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ und dem Deutschen Roten Kreuz.

Die Planung der Kita Mondscheinweg soll das Architekturbüro Abdelkader aus Münster übernehmen. Darüber hatte Fachbereichsleiter Christoph Britten bereits am Montag die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt unterrichtet.

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