In Stewwert alles ruhig

Ausnahmen werden geprüft: Lösung für kaum von Corona betroffene Orte

Verschärfte Bestimmungen: Ab sofort müssen nicht nur die Pfarrer, so wie hier Pastor Ludger Funke, sondern alle Gottesdienstbesucher ihren Mund-Nasenschutz während der Messe in Drensteinfurt aufbehalten.
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Verschärfte Bestimmungen: Ab sofort müssen nicht nur die Pfarrer, so wie hier Pastor Ludger Funke, sondern alle Gottesdienstbesucher ihren Mund-Nasenschutz während der Messe aufbehalten.

In Drensteinfurt gibt es seit dem Wochenende keine weiteren Corona-Fälle. Das teilte der Kreis Warendorf gestern mit. Demnach sind weiterhin zehn so genannte aktive in der Wersestadt gemeldet.

Drensteinfurt/Kreis Warendorf – Ganz anders sieht es hingegen in der Nachbarstadt Ahlen aus, dem Hotspot im Kreis Warendorf. Hier kamen am Wochenende etliche neue Fälle dazu, so dass aktuell 134 Corona-Infizierte (plus 14) gemeldet sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Warendorf, die am vergangenen Freitag noch knapp unter der 50er-Marke lag, stieg am Sonntag auf 60,5. Insgesamt gab es kreisweit 52 neue Corona-Fälle.

Dennoch prüft der Kreis zurzeit mögliche Ausnahmen von strengeren Corona-Regeln für kaum betroffene Orte sowie Übergangslösungen für Feiern. Die neue Coronaschutzverordnung des Landes sehe genau das nämlich vor, heißt es aus dem Kreishaus. „Wir werden diese neue Möglichkeit genau prüfen und Anfang der Woche nach Rücksprache mit der Bezirksregierung und dem Landeszentrum für Gesundheit entscheiden, welche Orte im Kreisgebiet wir von den verschärften Vorschriften ausnehmen können. Die neue Regelung begrüße ich sehr – ich hätte sie mir schon viel früher gewünscht“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke mit Rückblick auf den Tönnies-Ausbruch im Juni, der nur einige Orte betraf und bekanntlich dennoch für den gesamten Kreis zum Lockdown führte.

Seit vergangenem Samstag gilt der Kreis Warendorf wie berichtet als Risikogebiet, weil die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz bei 52,5 Neuinfektionen (Samstag) beziehungsweise 60,5 am Sonntag pro 100.000 Einwohnern liegt. Eine Übergangsregelung für die Obergrenze bei Feiern in öffentlichen Räumen erlaubte an diesem Wochenende noch maximal 50 Personen. Nach Auffassung des Krisenstabs des Kreises galt nur für Feiern an diesem Wochenende auch die Sperrstunde von 23 Uhr noch nicht. Die strengere 10-Personen-Regelung galt an diesem Wochenende nur in Ahlen, wo weiterhin verschärfte Sonderregeln in Kraft sind.

Ab dem heutigen Montag gelten hingegen diese strengere Regelung dann im ganzen Kreis. Das bedeutet:

  • Erweiterungen der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes: Dies gilt auch draußen überall dort, wo Menschen dichter zusammenkommen, sowie in öffentlichen Gebäuden.
  • Begrenzung der Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen (Sport, Theater, Kino etc.) auf 100 Personen.
  • Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Grünanlagen) auf maximal fünf Personen aus verschiedenen Haushalten.
  • Einführung einer Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr für Gastronomiebetriebe sowie ebenfalls ab 23 Uhr ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol auch in Geschäften und an anderen Verkaufsstellen.
  • Ab Montag, 19. Oktober, verbindliche Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Feiern auf 10 Teilnehmer im öffentlichen Raum.
  • Zudem wird empfohlen, Treffen in privaten Räumen auf ein Minimum zu beschränken.

Darüber hinausgehende Sonderregelung für Ahlen:

  • Für private Feiern in öffentlichen Räumen gilt bereits ab sofort eine Reduzierung auf 10 Personen.
  • In Ahlen gilt eine verbindliche Obergrenze von zehn Personen aus nur zwei verschiedenen Haushalten für Treffen in privaten Räumen.

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