Verrat und Vergeben - das Kindermusical zu der Josef-Geschichte

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Die Proben für das Kindermusical laufen auf Hochtouren, die Kostüme sind geschneidert. Jetzt steigt das Lampenfieber bei den 80 Kindern, die sich auf die Aufführung am Sonntag, 31. März, vorbereiten.

Drensteinfurt - Seit vielen Jahren studiert Kantorin Miriam Kaduk mit dem Mini- und Maxi-Chor jedes Jahr aufs Neue ein Kindermusical ein. Mehr als 80 Kinder proben seit Dezember die Lieder und Melodien des Musicals „Joseph – ein echt cooler Träumer“ von Helmut Jost und Ruthild Wilson.

Am Sonntag, 31. März, findet die Aufführung statt. Neben den wöchentlichen Proben in der Grundschule gibt es auch intensive Proben an den letzten Samstagen vor der Aufführung im Alten Pfarrhaus.

Eifrig werden die Lieder gesungen und die Texte gelernt. Viele der kleinen Akteure tragen schon ihre Kostüme und Requisiten. Dass alles so reibungslos und ruhig vonstattengeht, ist auch dem Engagement der Eltern und einiger Jugendlicher zu verdanken, die Miriam Kaduk jederzeit unterstützen. Sie helfen beim Ankleiden und wenn mal der Text vergessen wird, reichen die Materialien an, stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Kantorin ist mittlerweile ein alter Hase, ist doch das diesjährige Musical bereits ihre 15. Aufführung in Drensteinfurt. Von Routine könne aber keine Rede sein, denn jedes Stück sei anders und es sind ja auch nicht immer die gleichen Kinder, die mitmachen, gibt sie zu bedenken. Tatsächlich gibt es ganz unerfahrene Akteure und solche, die bei jeder Aufführung dabei sind.

Im Alten Pfarrhaus werden auch Tänze einstudiert.

Beim diesjährigen Kindermusical ist Joseph, der jüngste der zwölf Söhne Jakobs, die Hauptrolle. Weil sein Vater ihn besonders liebt, verkaufen ihn seine Brüder aus Eifersucht als Sklave nach Ägypten. So gelangt er an den Hof des Pharao. Dort macht er als Traumdeuter Karriere, indem er das Land vor einer Hungersnot bewahrt. Am Ende rettet er mit seiner Gabe auch seinen Brüdern das Leben.

Fetzige Rhythmen und einfache Melodien machen das Musical so liebenswert. Die Texte sind kindgerecht und zeitgemäß. Die Welt der Pharaonen und Karawanen, die den Kindern mit den Kostümen und Requisiten nahegebracht wird, übt eine besondere Faszination aus.

Livemusik statt Playback

Während bei den Proben die Musik von der CD kommt, spielt zur Aufführung seit einigen Jahren die gleiche Liveband aus E-Gitarre, Keyboards, Bass und Schlagzeug.

Natürlich werden auch in diesem Jahr einige Kinder kleine Tänze aufführen. Diese studieren fünf Jugendliche und eine Mutter in drei Gruppen mit den Tänzern separat ein, damit bei der Aufführung alles glatt läuft. Die Kostüme stammen aus dem Fundus – schließlich wurde das Musical bereits 2013 schon einmal aufgeführt – oder wurden von Müttern genäht. Dass die Eltern und auch einige Jugendliche immer zur Stelle sind, wenn Hilfe gebraucht wird, freut die Chorleiterin besonders.

Sonntag geht es los

Völlig zufrieden ist Miriam Kaduk am Samstag auch mit ihrer Truppe: „Die Kinder sind total motiviert, das wird bestimmt wieder eine super Aufführung“, freut sie sich. Das Musical „Joseph – ein echt cooler Träumer“ wird am Sonntag, 31. März, um 16 Uhr in der Dreingauhalle aufgeführt. Der Einlass ist ab 15.30 Uhr. Die Kosten betragen 3 Euro für Kinder, 5 Euro für Erwachsene und 10 Euro für Familien.

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