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Auch die kleine Turnhalle an der Teamschule wird für Flüchtlinge hergerichtet

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Wird zurzeit umgebaut: die kleine Turnhalle der ehemaligen Christ-König-Hauptschule in Drensteinfurt.
Wird zurzeit umgebaut: die kleine Turnhalle der ehemaligen Christ-König-Hauptschule. © Wiesrecker

In Walstedde ist die Gymnastikhalle bereits bezugsfertig für 30 Flüchtlinge aus der Ukraine, in der kleinen Turnhalle der ehemaligen Hauptschule sind die Umbauarbeiten in vollem Gange. Demnächst finden in der rund 300 Quadratmeter großen Halle 40 Personen – aufgeteilt in zehn Miniappartements – Platz.

Drensteinfurt – Am Donnerstagmittag waren die OSB-Platten, die den Hallenboden schützen, bereits verlegt. Die Wände sollen am kommenden Dienstag eingezogen werden. Umkleidekabinen und Duschen werden zu Sanitärräumen. Die Küche soll in einer der „Geräte-Garagen“ untergebracht werden.

„Jede Woche kommen zwölf neue Geflüchtete nach Drensteinfurt“, teilt Bürgermeister Carsten Grawunder mit. Man versuche alles, was möglich ist, um die Menschen unterzubringen. Neben der Turnhalle werden noch 40 weitere Plätze im Obergeschoss des Altbaus der Schule, am Autermannsgraben, eingerichtet. Ursprünglich, so erzählt Schulleiterin Anja Sachsenhausen, sollte auch das Erdgeschoss für Flüchtlinge genutzt werden. Auf diese Räume könne die Schule aber nicht verzichten.

Wir holen jetzt schon Angebote für Container ein.

Carsten Grawunder

Die Kapazitäten in Drensteinfurt sind nun ausgeschöpft. „Wir holen jetzt schon Angebote für Container ein“, informiert der Bürgermeister.

Schulleiterin Anja Sachsenhausen hat den Stundenplan auf die neue Situation umgestellt. „Wir machen jetzt halt mehr Sporttheorie“, sagt sie. Dazu gehöre Ernährungslehre, Körperkunde und „Fit for Fun“. Bei gutem Wetter könne auch mal ein Sportstunde nach draußen verlegt werden, und dann gebe es ja auch noch die Dreingauhalle.

Dreingauhalle als Wärmehalle

Dass diese wie schon 2015 ebenfalls für Flüchtlinge hergerichtet wird, ist ausgeschlossen. „Die Dreingauhalle soll im Winter, im Katastrophenfall, der Bevölkerung als Wärmehalle dienen“, informiert Sachsenhausen. Für die Schulleiterin ist die Bereitstellung der Räumlichkeiten übrigens selbstverständlich. „Man kann nicht nur Tauben ins Fenster hängen und dann denken, das war es“, macht sie deutlich. Verständnisvoll hätten sich auch die Eltern gezeigt. „Es hat keine Beschwerden gegeben“, sagt sie erleichtert.

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