108.000 Euro kostete das Vorhaben die Stadt

Auf die Plätze, fertig, los! Von einer Asylunterkunft zur Sport-Kita

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Die ersten zehn Kinder der neuen Sport-Kita „Hoppeditz“ fühlen sich bereits offensichtlich sehr wohl in den neuen Räumen.

Es erforderte viel Arbeit und eine Menge Geld, um die ehemaligen Räume der Asylbewerber brandschutz- und kindergerecht für die Kita umzubauen. Doch jetzt ist die erste Gruppe der Sport-Kita untergekommen.

Walstedde – Die neue Sport-Kita in Walstedde ist gestartet. Und zwar vorübergehend im Erdgeschoss an der Hoflinde, wo bis vor wenigen Monaten noch Asylbewerber ein befristetes Zuhause gefunden hatten. Seit Montag ist dort eine erste zehnköpfige Gruppe der neuen Sport-Kita „Hoppeditz“ von Fortuna Walstedde in Kooperation mit dem Kindergarten St. Georg Ameke untergebracht. Geht alles nach Plan, wird die Gruppe zum 1. August kommenden Jahres in das bis dahin erstellte neue Gebäude der Sport-Kita am Bolzplatz umziehen.

108.000 Euro hat die Stadt in die Hand genommen, 30.000 Euro hoffen sie vom Kreis zurückzubekommen. „Die mündliche Zusage haben wir“, sagte gestern Bauamtsleiter Christoph Britten. Er berichtete, welche Maßnahmen erforderlich waren, damit die Kita an der Hoflinde an den Start gehen konnte.

Aus Asylunterkunft wird Sport-Kita

So machte die Einhaltung der Fluchtwege zwei neue Außentüren erforderlich. Deshalb befindet sich der Eingang nicht mehr vorne, sondern rechts vom Garten her. Trockenbauarbeiten wie die Auskleidung der Balken an der Decke, neue Wände, die eingezogen wurden, andere Wände, die abgebrochen werden mussten, um aus zwei Räumen einen großen zu schaffen, Elektroarbeiten, ein Notfallsicherheitsknopf und ein von den Räumen der Kita zugemauertes Treppenhaus.

Sowohl baurechtlich als auch funktional muss die Kita den Bestimmungen entsprechen. „Nur so kann zum Beispiel auch der Flur als Spielraum mitbenutzt werden“, erläuterte Christoph Britten, Leiter des Bauamtes bei der Besichtigung am Donnerstagmorgen.

Sanitärbereich an Größe der Kinder angepasst

Die Einteilung der Räumlichkeiten erfolgte in Absprache mit dem Träger Fortuna. Neu sind auch sämtliche Anstriche. Und: Es wurden zwei neue Sanitärbereiche geschaffen – einen für das Personal und einen für die Kinder.

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Letztere mit zwei Mini-WCs mit Trennwänden, zwei ebenfalls an die Größe der teilweise noch sehr jungen Kinder angepasste Waschbecken und eine Dusche, denn einige der Kinder tragen noch Windeln. Hier mussten nicht nur die Fliesen erneuert, sondern sogar der Estrich ausgetauscht werden.

Das Team

Der Schlafraum ist hell, Jalousien sind nicht vorhanden, doch, so Kita-Leiter Manuel Brümmer: „Hier werden noch Vorhänge installiert, um den Raum abzudunkeln und vor Überhitzung zu schützen.“ Das Büro ist schon eingerichtet, einiges ist noch provisorisch, aber man mache das Beste daraus, so der Erzieher. Neben dem Leiter Manuel Brümmer arbeiten mit Katja Bußmeiers und Katja Lück noch zwei weitere Erzieherinnen in der Einrichtung

Stellten die neuen Räume der Sport-Kita vor (von links): Bauamtsleiter Christoph Britten, Kita-Leiter Manuel Brümmer und Rechtsrat Jan Schwering.

Im kleinen Garten wurden Büsche entfernt und Rollrasen gelegt, damit die Kinder Platz zum Spielen haben.

Im Moment gewöhnen sich die Kinder noch zaghaft daran, den Vormittag in der Kita zu bleiben. Das bedeutet: Die Mütter oder Väter begleiten ihre Sprösslinge eine Zeit dabei, um ihnen die Trennung zu erleichtern.

Klare Schwerpunkte

Manuel Brümmer möchte in seiner Kita den Schwerpunkt auf gesunde Ernährung und Bewegung setzten, denn im kommenden Jahr hofft er den auf den Titel „zertifizierter Bewegungskindergarten“. Geplant sind schon jetzt Elternabende zum Thema gesunde Ernährung. Die Pläne der neuen Kita am Bolzplatz wurden nach der letzten Bauausschusssitzung vor allen Dingen hinsichtlich Verkehrsführung und Parkplätzen noch einmal überarbeitet, um Platz zu sparen. Im neuen Konzept, das nach den Sommerferien dem Bauausschuss vorgestellt wird, bleibt die Hälfte des Bolzplatzes, wie ursprünglich geplant, erhalten. Weichen muss aber die Skaterbahn. Hier soll demnächst ein neuer Standort gesucht werden, so Britten.

Fortuna-Vorsitzender Clemens Kuhn, bedankt sich bei allen Helfern und Unterstützern ohne deren Support, die Kita nicht so zeitnah an den Start gehen konnte. „Das ist großer Sport“, so sein Statement.

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