Arbeitsmarktbericht: 326 Menschen in Drensteinfurt ohne Job

Leichter Rückgang der Arbeitslosen in Drensteinfurt

Agentur für Arbeit
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Es gibt gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt für Drensteinfurt.

Leicht rückläufig ist die Arbeitslosenzahl in Drensteinfurt: 326 Menschen aus der Wersestadt waren Ende August ohne Job, das sind fünf weniger als im Vormonat (-1,5 Prozent). 

Drensteinfurt / Kreis Warendorf / Münster - Noch im Juni war die Arbeitslosenzahl erstmals seit Langem unter die 300er-Marke gefallen. Im August 2020 waren 361 Drensteinfurter arbeitslos. Das 35 sind mehr als im August 2020 (ein Unterschied von 9,7 Prozent).

Die Mehrzahl der Arbeitslosen in Drensteinfurt ist weiterhin männlich: 190 Männer und 136 Frauen sind ohne Job. 82 Ausländer sind arbeitslos, fünf weniger als im Juli. Die Jungendarbeitslosigkeit ist fast unverändert. 35 Menschen im Alter von 15 bis 25 sind derzeit ohne Arbeit, 37 waren es im Vormonat. 110 ältere Menschen ab 55 Jahren sind ohne Job (+2).

Kreis Warendorf

Entgegen der sonst in den Sommerwochen üblichen Entwicklung stieg die Nachfrage der Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern im August weiter an. Die Betriebe und Verwaltungen im Kreisgebiet meldeten 785 neue offene Stellen bei der Agentur für Arbeit, 93 mehr als im Juli und sogar 320 mehr als im August vor einem Jahr. Insgesamt standen Arbeitsuchenden damit 3 847 gemeldete Stellenangebote zur Verfügung, 1 276 mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Plus von fast 50 Prozent.

„Obwohl in den Sommerferien üblicherweise urlaubsbedingt weniger Stellen gemeldet werden, erleben wir aktuell weiterhin einen Boom der Arbeitskräftenachfrage“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Die Lockerungen der Corona-bedingten Einschränkungen in den vergangenen Wochen, der zunehmende Impffortschritt und eine positive konjunkturelle Lage führen dazu, dass Unternehmen weiterhin verstärkt nach neuen Mitarbeitern suchen“, führt er aus. „Dies betrifft besonders das Handwerk, den Metall- und Maschinenbau sowie den Handel“.

Von der Entwicklung auf dem Stellenmarkt profitierten besonders junge Menschen, insbesondere Nachwuchskräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung. So waren im August 786 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet. Zwar lag die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem Plus von 18 Personen damit leicht über dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Jugendarbeitslosigkeit aber deutlich um 23,7 Prozent oder 244 Personen gesenkt werden.

Weiterhin angespannt ist die Situation für Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte. Insgesamt 3 359 Langzeitarbeitslose waren im August gemeldet, 94 mehr als vor einem Jahr. Mehr als 64 Prozent der Betroffenen sind geringqualifiziert. „Da vorrangig Fachkräfte gesucht werden, ist es für Arbeitsuchende ohne abgeschlossene Ausbildung oder Qualifizierung häufig schwer, eine neue Beschäftigung zu finden. Daher setzen wir auf individuelle Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote, um neue Perspektiven zu ermöglichen“, sagt Fahnemann.

Insgesamt waren im August im Kreis Warendorf 7 .521 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 40 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote veränderte sich nicht und blieb bei 4,7 Prozent. Im August 2020 lag sie noch bei 5,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr konnte sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter deutlich entspannen. Die Arbeitslosigkeit sank um 15,2 Prozent, das entspricht 1 345 Personen.

Münster

Im August ging die Arbeitslosigkeit in Münster gegenüber dem Vormonat leicht zurück. Insgesamt waren 8 673 Frauen und Männer im Stadtgebiet arbeitslos gemeldet, 165 weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote konnte sich um 0,1 Prozentpunkt auf 5 Prozent verbessern.

So verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 1 310 Personen. Das entspricht einem Rückgang um 13,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich um 0,7 Prozent. Besonders positiv entwickelte sich die Situation für ausländische Frauen und Männer. Im August waren 2 424 Ausländer arbeitslos gemeldet, 475 weniger als im vergangenen Jahr. „Auch die Jugendarbeitslosigkeit konnte deutlich verringert werden. Besonders junge Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung hatten am Arbeitsmarkt gute Chancen, denn viele Unternehmen spüren den demografischen Wandel bereits. Sie suchen junge, qualifizierte Fachkräfte, um die Lücken zu schließen, die entstehen, weil zunehmend ältere Arbeitnehmer in den Ruhestand wechseln“, unterstreicht Fahnemann.

Dies spiegelte sich in der anhaltend hohen Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen in Münster wieder. Sie meldeten allein im August 911 neue freie Stellen bei der Agentur für Arbeit, 33 mehr als im Juli und sogar 365 mehr als im August des Vorjahrs. Insgesamt standen Arbeitsuchenden in Münster 3.392 gemeldete Stellen zur Verfügung, 262 mehr als im Juli. Verglichen mit dem Vorjahr waren es sogar 994 oder 41,5 Prozent mehr. Neben der demografischen Entwicklung und der daraus resultierenden Nachfrage nach Fachkräften seien der Impffortschritt und die anziehende Konjunktur weitere Gründe für den aktuellen Stellenboom, erklärt Fahnemann. Besonders im Einzelhandel, Rechtsanwalts- und Steuerbüros sowie im Handwerk gibt es neue Stellenangebote.

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