Arbeitsmarktbericht: 336 Drensteinfurter ohne Job

Mehr Arbeitslose in Drensteinfurt

Arbeitsmarktzahlen
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In Drensteinfurt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu Dezember 2020 an.

Die Zahl der Arbeitslosen in Drensteinfurt ist zu Jahresbeginn gestiegen. 336 Drensteinfurter waren im Januar arbeitslos. Das sind 23 mehr als im Dezember (ein Plus von 7,3 Prozentpunkten). Das berichtet die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Im Vergleich zum Januar 2020 ist der Anstieg noch deutlich höher: Im Januar 2020 hatten 264 Drensteinfurter keinen Job. In diesem Jahr sind es 72 mehr – das ist ein Anstieg um 27,3 Prozentpunkte.

Drensteinfurt – Unter den aktuell 336 arbeitslosen Drensteinfurtern sind mit 199 deutlich mehr Männer als Frauen (137). 81 der Arbeitslosen sind Ausländer, im Dezember vergangenen Jahres waren es 78. Die Jugendarbeitslosigkeit ist seit Monaten unverändert. 23 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren haben keinen Job, genau wie im November und Dezember. Deutlichzugenommen hat die Zahl der älteren arbeitslosen Drensteinfurter: 104 Menschen ab 55 Jahren sind ohne Job. Im Dezember waren es noch 91, im November 86.

Kreis Warendorf

Auch im gesamten Kreis Warendorf stieg zum Jahreswechsel die Arbeitslosigkeit an. Insgesamt 8 027 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 615 mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete die Arbeitsagentur 585 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 5,1 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als im Dezember. Im Januar vor einem Jahr lag sie noch bei 4,7 Prozent.

Nachdem die Arbeitslosigkeit im April als unmittelbare Auswirkung des ersten Pandemie-bedingten Lock-Downs sprunghaft gestiegen war, bewege sich die Zahl der Arbeitslosen zwar auf einem insgesamt höheren Niveau als in den Vorjahren, erläutert Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, und führt aus: „Seitdem entwickelt sich der Arbeitsmarkt aber saisontypisch.“

Im Januar melden sich häufig einige Menschen, deren befristeter Arbeitsvertrag zum Jahresende nicht verlängert wurde, arbeitslos. „Zudem wird in einigen Betrieben witterungsbedingt in der kalten Jahreszeit üblicherweise Personal abgebaut. Das führt regelmäßig dazu, dass die Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn steigt“, so seine Erklärung. Eine große Entlassungswelle sei durch den erneuten Lock-Down nicht eingetreten.

 „Das Instrument der Kurzarbeit hat auch weiterhin in vielen Fällen dazu beigetragen, dass die Unternehmen ihre Beschäftigten halten konnten.“

Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster

Bei der Entwicklung der Kurzarbeit liegen nun die endgültigen statistischen Daten für den Monat Juli 2020 vor. In diesem Monat waren im Kreis Warendorf 813 Betriebe mit 6 851 Beschäftigten in Kurzarbeit. Im Juli waren es noch 1 043 Betriebe und 10 870 Beschäftigte. Für August liegen bereits Hochrechnungen vor, die einen realistischen Trend wiedergeben. Demnach sank die Inanspruchnahme von Kurzarbeit weiter. So waren im August 703 Unternehmen in Münster mit 6 010 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Obwohl Kurzarbeit in vielen Fällen die Beschäftigung sichern konnte, ist die Langzeitarbeitslosigkeit im Kreis Warendorf gestiegen. Im Januar waren 3 317 Männer und Frauen langzeitarbeitslos gemeldet, 494 mehr als im Vorjahresmonat. Menschen, die schon vor der Corona-Pandemie arbeitslos waren und Arbeitslose mit geringer Qualifikation sind dabei besonders häufig von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht.

Im Januar standen Arbeitsuchenden und Arbeitslosen 2.884 gemeldete Stellenangebote zur Verfügung, 99 mehr als im Januar vor einem Jahr. Rückläufig war die Zahl der Stellenangebote, die im Januar neu gemeldet wurden. Sie betrug 444 neue, freie Jobangebote, 75 weniger als im Vorjahresvergleich.

Münster

Im Januar stieg die Zahl der Arbeitslosen in Münster. Insgesamt 9 157 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 402 mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1 232 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf zuletzt 5,3 Prozent. Im Januar vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 4,6 Prozent.

Der zweite Corona-bedingte Lock-Down habe bislang nicht zu einer großen Entlassungswelle geführt: „Der Arbeitsmarkt reagiert weiterhin erstaunlich stabil“, so Fahnemann. Viele Unternehmen haben bereits bestehende Kurzarbeit fortgesetzt oder sie neu beantragt und konnten Kündigungen so weiterhin vermeiden..

Bei der Entwicklung der Kurzarbeit liegen nun die endgültigen statistischen Daten für den Monat Juli 2020 vor. In diesem Monat waren in Münster 1 155 Betriebe mit 10 169 Beschäftigten in Kurzarbeit. Im Juli waren es noch 1 464 Betriebe und 14 761 Beschäftigte. Für August liegen bereits Hochrechnungen vor, die einen realistischen Trend wiedergeben. Demnach sank die Inanspruchnahme von Kurzarbeit weiter. So waren im August 987 Unternehmen in Münster mit 8 803 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Gestiegen ist allerdings die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Im Januar waren in Münster 3 646 Langzeitarbeitslose gemeldet, 689 mehr als im Vorjahresmonat. Besonders schwer haben es Menschen, die bereits vor Beginn der Pandemie arbeitslos waren und Arbeitslose mit einer geringen Qualifikation.

 Im Januar verzeichnete die Arbeitsagentur in Münster 539 neue Stellenmeldungen, 10 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt standen Arbeitslosen und Arbeitsuchenden 2.384 gemeldete Stellen zur Verfügung. 

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