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Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit in Drensteinfurt

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Von: Holger Krah

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Agentur für Arbeit
Die Arbeitslosigkeit in Drensteinfurt ist rückläufig. © dpa

 299 Drensteinfurter hatten im September keine Arbeit. Damit ist der Tiefststand von Juni mit 297 fast wieder erreicht. Im Vergleich zum August ist die Arbeitslosigkeit um 8,3 Prozent gesunken.

Drensteinfurt/ Kreis Warendorf / Münster – Im Vergleich zum August ist die Arbeitslosigkeit um 8,3 Prozent gesunken. Im Vormonat hatten noch 27 Personen mehr keinen Job. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist mit 13,1 Prozent noch deutlicher: Im September 2020 waren 45 Drensteinfurter mehr als jetzt arbeitslos.

Die meisten der 299 arbeitslosen Drensteinfurter sind männlich, nämlich 171. Exakt 128 Arbeitslose sind weiblich. 69 Ausländer sind arbeitslos – 13 weniger als im August. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ging deutlich zurück: Im August waren 37 Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren ohne Job, im September waren es 27. Außerdem waren im September 106 Senioren ab 55 Jahren arbeitslos, vier weniger als im August.

Kreis Warendorf

Um 15,6 Prozent oder 1.313 Personen sank die Arbeitslosigkeit im Kreis Warendorf im September im Vergleich zum Vorjahr. Aktuell waren im Kreisgebiet 7.095 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. „Das ist eine sehr positive Entwicklung“, zieht Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, Bilanz. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 4,5 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert von August. Verglichen mit September 2020 sank die Quote sogar um 0,8 Prozentpunkte. „Typisch für die Jahreszeit sank die Arbeitslosigkeit besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine Ausbildung aufnehmen oder nach ihrem Berufsabschluss eine neue Beschäftigung gefunden haben“, berichtet Fahnemann.

Er betont, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt weiter abnehmen. „Die Entwicklung entspricht aktuell wieder den üblichen saisonalen Verläufen. Hinzu kommen die seit einigen Wochen stabilisierte konjunkturelle Lage und damit zusammenhängend eine hohe Arbeitskräftenachfrage. Sie sorgt dafür, dass viele Ausbildungsabsolventen gute Chancen für eine Arbeitsaufnahme haben“. Im September waren 669 Jugendliche und junge Erwachsene arbeitslos gemeldet, 117 weniger als im August. Gegenüber September 2020 verbesserte sich die Jugendarbeitslosigkeit mit einem Rückgang um 28,6 Prozent oder 268 Betroffenen sogar noch deutlicher.

Ebenfalls stark rückläufig war die Arbeitslosigkeit bei ausländischen Männern und Frauen. Hier verzeichnete die Agentur für Arbeit im Kreis Warendorf 476 oder 17,3 Prozent weniger Arbeitslose als im September des vergangenen Jahres. „Grundsätzlich kann man sagen, dass alle Gruppen von der Arbeitsmarktsituation profitieren. Arbeitsuchende und Arbeitslose haben derzeit grundsätzlich gute Aussichten, eine passende Stelle zu finden“, fasst der Agenturchef zusammen.

Die Experten der Arbeitsagentur konnten im September 756 neue offene Stellen entgegennehmen, 29 weniger als im August. Insgesamt waren im Kreisgebiet 4.081 Stellenangebote gemeldet, 234 mehr als im Vormonat und 1.387 mehr als im September vor einem Jahr. Viele Jobangebote meldeten Unternehmen im Maschinenbau, in der Metallverarbeitung, dem Einzel- und Großhandel sowie im Gesundheitswesen.

Münster

Im September ging die Arbeitslosigkeit in Münster spürbar zurück. Im zurückliegenden Monat waren 8.234 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 439 weniger als im August. Verglichen mit dem Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um 1.379, das entspricht einem Rückgang um 14,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich entsprechend ebenfalls deutlich. Sie lag zuletzt bei 4,7 Prozent. Das waren 0,3 Prozentpunkte weniger als im August und 0,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Erwartungsgemäß sank die Arbeitslosigkeit besonders bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. So waren im September 768 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet, 86 weniger als noch im August. Das entspricht einem Rückgang von 10 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Jugendarbeitslosigkeit sogar um 18 Prozent. Grund für die positive Entwicklung ist, dass Ausbildungsabsolventen nach einer kurzen Phase der Arbeitslosigkeit eine neue Beschäftigung gefunden haben. Zugleich konnten viele Schulabgänger eine Ausbildung aufnehmen. „Der Arbeitsmarkt durchläuft damit den saisontypischen Herbstaufschwung“, erklärt Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Er führt aus: „Die Auswirkungen der Pandemie treten immer mehr in den Hintergrund. Die wirtschaftliche Lage stabilisiert sich weiter und viele Betriebe haben einen hohen Personalbedarf. Davon profitieren nicht nur junge Menschen“, berichtet Fahnemann. So sank auch die Zahl der älteren Arbeitslosen sowie der ausländischen Männer und Frauen. Im September waren in Münster 2.515 über 50-Jährige arbeitslos gemeldet, 259 oder 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen betrug zuletzt 2.321 Personen und damit 464 oder 16,7 Prozent weniger als im September 2020.

Die Auswirkungen der Pandemie treten immer mehr in den Hintergrund. Die wirtschaftliche Lage stabilisiert sich weiter und viele Betriebe haben einen hohen Personalbedarf. Davon profitieren nicht nur junge Menschen

 Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster

Mit 3.536 freien Arbeitsstellen war das Jobangebot, das den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur in Münster zur Verfügung stand, weiterhin sehr hoch. Es lag um 1.098 Stellen höher als im Vorjahr. Im September meldeten die Unternehmen und Verwaltungen 806 neu zu besetzende Stellen. Das waren zwar 105 weniger als im August, seit Jahresbeginn verzeichnete die Agentur für Arbeit in Münster aber 6.894 Stellenmeldungen und damit 1.658 mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Stark angewachsen ist die Arbeitskräftenachfrage im Handel. Hier waren im September insgesamt 414 zu besetzende Arbeitsplätze gemeldet. Darüber hinaus gab es 401 freie Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen, 187 im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie 186 in der Baubranche.

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