Arbeitsmarktbericht: 317 Menschen in Drensteinfurt ohne Job

Arbeitslosigkeit in Drensteinfurt geht leicht zurück

Agentur für Arbeit
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In Drensteinfurt geht die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März 2021 zurück.

Die Zahl der Arbeitslosen in Drensteinfurt ist leicht gesunken. Im April hatten 317 Menschen aus der Wersestadt keinen Job. Das sind 13 weniger als im März (minus 3,9 Prozentpunkte). Im Vergleich zum April des vergangenen Jahres sind es jedoch 27 Arbeitslose mehr (ein Plus von 9,3 Prozentpunkten).

Drensteinfurt/ Kreis Warendorf / Münster  - Unter den aktuell 317 Arbeitslosen sind 188 Männer und 129 Frauen. 81 der Arbeitslosen sind Ausländer (Vormonat: 81). Die Jugendarbeitslosigkeit ist leicht zurückgegangen. 24 Menschen zwischen 15 und 25 Jahren haben keine Arbeit, im März waren es noch 28. Die Zahl der älteren Menschen ohne Job ist leicht gestiegen: 108 Menschen ab 55 Jahren waren arbeitslos, das sind zwei mehr als im Vormonat.

Kreis Warendorf

Vor allem bedingt durch eine leichte Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Warendorf im März gesunken. Mit 7.674 arbeitslosen Menschen waren es im April 183 weniger als noch im März dieses Jahres. „Die Frühjahrsmonate entspannen den Arbeitsmarkt in jedem Jahr, da zum Beispiel in den witterungsabhängigen Berufen wieder deutlich mehr gearbeitet werden kann“, erklärt Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen/Münster.

Der Blick auf das Vorjahr zeigt erstmals die Entwicklung innerhalb der Pandemie, da der April 2020 der erste Monat war, in dem die Corona-Auswirkungen den Arbeitsmarkt getroffen haben. „Vor einem Jahr haben wir durch den ersten Lock-Down einen massiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt verzeichnet“, erklärt Fahnemann.

Trotz einer ähnlichen Lock-Down-Situation, wie vor einem Jahr, liegt die Arbeitslosigkeit aktuell um 3,6 Prozent niedriger. Das bedeutet, heute sind 285 Menschen weniger arbeitslos als noch im April 2020. Die Arbeitslosenquote liegt um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. „Viele Unternehmen waren damals von der Pandemie und deren Auswirkungen überrascht. Inzwischen haben viele eine gewisse Planungssicherheit und stellen daher auch wieder Mitarbeiter ein“, so Fahnemann und ergänzt: „Bereits seit Sommer letzten Jahres konnten wir eine recht typische saisonale Entwicklung der Arbeitslosigkeit beobachten, die nur noch wenig durch die Pandemie beeinflusst wurde.“

Dass durch die Unternehmen wieder mehr Personal nachgefragt wird, bestätigt der Blick auf die offenen Stellen. So wurden im April durch Unternehmen und öffentliche Verwaltungen 578 freie Stellen gemeldet. Das sind zwar fünf weniger als im März dieses Jahres, aber 177 mehr als im April 2020. Insgesamt sind damit derzeit 3.147 freie Stellen bei der Arbeitsagentur Ahlen-Münster für den Kreis Warendorf gemeldet, 132 mehr als im Vormonat und 420 mehr als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt.

Münster

In der Stadt Münster waren im April 8.960 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 89 weniger als noch im März. Die Arbeitslosenquote blieb trotz des leichten Rückgangs der Arbeitslosigkeit unverändert bei 5,2 Prozent. Damit zeigt sich im Stadtbezirk nur eine sehr leichte Frühjahrsbelebung.

Der April letzten Jahres war der erste Monat, der deutlich unter dem Einfluss der Corona-Pandemie stand. Heute, ein Jahr später, zeigt sich, dass die Arbeitslosigkeit in Münster nochmal leicht gestiegen ist. So sind aktuell 295 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt zurzeit um 0,2 Prozentpunkte höher.

Mit dem Instrument der Kurzarbeit konnten wir den Eintritt in die Arbeitslosigkeit in sehr vielen Fällen verhindern, leider aber nicht immer. Beispielsweise in der Gastronomie, dem Event- und Veranstaltungsbereich und Teilen des Einzelhandels haben die Einschränkungen der letzten Monate allen viel abverlangt.“

Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen/Münster

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