Arbeitslosenzahlen für September

Erste Erholung auf dem Arbeitsmarkt in Drensteinfurt

Arbeitsmarktzahlen
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Die Zahl der Arbeitslosen in Drensteinfurt sinkt erstmals seit Langem wieder.

Erstmals in der Corona-Krise ist die Arbeitslosigkeit in Drensteinfurt gesunken. Im September waren 344 Menschen ohne Job, das sind 17 weniger als im August und 15 weniger als im Juli. Im Februar hatte es mit 256 Arbeitslosen den bisherigen Tiefststand in Drensteinfurt gegeben, seitdem stiegen die Zahlen zum Teil sprunghaft an. Nach einer Verlangsamung des Anstiegs von Juli auf August sinken nun erstmals die Zahlen.

Drensteinfurt - Dass Drensteinfurt damit aber noch nicht über den Berg ist, zeigt der Vergleich mit dem September 2019: Vor einem Jahr waren 273 Drensteinfurter ohne Job, das sind 71 weniger als jetzt.

Von den derzeit 344 Arbeitslosen sind 198 Männer und 146 Frauen. 86 der Arbeitslosen sind Ausländer, im August waren es noch 95. Deutlich zurückgegangen ist die Jugendarbeitslosigkeit: 31 junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren waren im September ohne Job – zehn weniger als im August. Dafür waren 91 Menschen ab 55 Jahren arbeitslos, zwei mehr als im Vormonat.

Kreis Warendorf

Eine spürbare Erholung setzte im September auch im gesamten Kreis Warendorf am Arbeitsmarkt ein. Die Arbeitslosigkeit sank gegenüber dem Vormonat deutlich um 458 Personen auf insgesamt 8 408 Arbeitslose. Das entspricht einem Rückgang um 5,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte und lag zuletzt bei 5,3 Prozent.

Erster Rückgang der Arbeitslosenzahlen seit Februar. In Drensteinfurt sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 17 gegenüber dem Vormonat.

„Nach und nach kehrt ein wenig Normalität auf dem Arbeitsmarkt zurück“, sagt Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, und erläutert: „Nach den Sommerferien setzt in der Regel eine Belebung am Arbeitsmarkt ein. In den Betrieben wird dann regelmäßig wieder neues Personal gesucht. Dieser Effekt ist erfreulicherweise auch in diesem Jahr eingetreten und hat vielen Menschen und insbesondere Nachwuchskräften eine neue berufliche Chance eröffnet“.

Jugendarbeitslosigkeit

Dementsprechend sank die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat deutlich um 9 Prozent oder 93 Betroffene. Damit waren im September insgesamt 937 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet. Fahnemann erinnert aber auch daran: „Verglichen mit dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch.“ So waren zuletzt 1 169 Personen mehr arbeitslos als im September des vergangenen Jahres. Das entspricht einem Anstieg um 16,1 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage

Im September zog die Nachfrage nach Arbeitskräften in den Unternehmen im Kreis Warendorf spürbar an. So meldeten die Arbeitgeber 849 neue freie Stellenangebote, 384 mehr als im August. Das entspricht einem Zuwachs von 82,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete die Arbeitsagentur 171 Stellenangebote mehr. Insgesamt standen Arbeitsuchenden und Arbeitslosen damit 2 694 gemeldete Jobangebote zur Verfügung, 123 mehr als im August.

Kurzarbeit

Nach qualifizierten Hochrechnungen zur Kurzarbeit in den letzten Monaten, liegen nun die endgültigen Daten für den Monat März vor. In diesem Monat , in dem die Corona-Pandemie erste Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt zeigte, haben insgesamt 956 Unternehmen aus dem Kreis Warendorf für 9 930 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit abgerechnet. Betroffen waren in diesem Monat besonders Betriebe aus dem Grundstücks- und Wohnungswesen sowie dem freiberuflichen Dienstleistungsgewerbe, beispielsweise Rechtsanwalts- und Notarbüros, Werbeagenturen, Fotografen sowie Architektur- und Ingenieurbüros. In diesen Branchen waren 32 Betriebe mit 4 108 Mitarbeitern in Kurzarbeit. Im verarbeitenden Gewerbe haben 71 Unternehmen für 1 346 Arbeitnehmer. Im Einzelhandel waren es 153 Unternehmen mit 888 Beschäftigten.

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