Situation in Drensteinfurt

Mehr Arbeitslose im März - aber kein Einfluss der Coronakrise

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Arbeitsmarktzahlen

270 Menschen aus Drensteinfurt waren im März arbeitslos. Das sind 14 mehr als im Vormonat (ein Anstieg um 5,5 Prozent) und sogar 18 mehr als im März 2019 (ein Anstieg um 7,1 Prozent).

Drensteinfurt - Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, erklärt, dass die vorliegenden Daten noch keine Schlüsse darauf zulassen, welchen Einfluss die Corona-Pandemie auf den regionalen Arbeitsmarkt haben wird. „Die aktuellen Arbeitsmarktdaten wurden mit Stichtag 12. März erhoben. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Corona-Virus noch kaum ausgebreitet und die Politik hatte noch keine einschneidenden wirtschaftlichen Beschränkungen beschlossen. Das sah vier Tage später bereits ganz anders aus.“

Wie sich die Schließung von Gastronomie- oder Handelsunternehmen und die Auswirkung der Pandemie auf Lieferketten oder den Warenexport auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen, dazu könne es keine zuverlässige Prognose geben, so der Agenturchef. Er betont: „Wir setzen alles daran, den Betrieben und Beschäftigten in dieser Situation schnell und unkompliziert zu helfen.“ Ein Großteil des Personals in den Arbeitsagenturen im Kreis berät derzeit zu Kurzarbeitergeld und nimmt die Anzeigen von Kurzarbeit entgegen. „Danach wechseln die Mitarbeiter in die Abteilungen, die das Geld auszahlen“, berichtet Fahnemann.

Von den 270 Arbeitslosen in Drensteinfurt waren 149 Männer – zehn mehr als im Februar. 75 Ausländer hatten keinen Job, im Vormonat waren es noch 69. Auch die Jugendarbeitslosigkeit stieg leicht: 26 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im März ohne Job, fünf mehr als im Februar. 82 Menschen ab 55 Jahren waren arbeitslos, im Vormonat waren es noch 81.

Insgesamt 7 301 arbeitslose Männer und Frauen verzeichnete die Agentur für Arbeit im März im Kreis Warendorf. Saisontypisch ging die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat mit der üblichen Frühjahrsbelebung leicht zurück. Verglichen mit Februar sank die Zahl der Arbeitslosen um 130 Personen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich entsprechend um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr waren im abgelaufenen Monat 106 Menschen im Kreisgebiet mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote veränderte sich im Vergleich zu März 2019 nicht. Deutlich rückläufig war die Personalnachfrage der Betriebe im Kreisgebiet. Sie meldeten der Arbeitsagentur im März 569 neue freie Stellenangebote, 252 weniger als im Februar.

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