Erster Spatenstich

Arbeiten im Baugebiet Mondscheinweg haben begonnen

Der offizielle erste Spatenstich im Baugebiet Mondscheinweg Drensteinfurt
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Sie führten den offiziellen ersten Spatenstich im Baugebiet Mondscheinweg aus: Vinko Marcela (Bauleitung Firma Stricker), Thomas Ende und Rodegang Elkendorf (Planungsbüro Gnegel), Bauamtsleiter Christoph Britten, Ortsvorsteher Josef Waldmann, Bürgermeister Carsten Grawunder, Bianka Michels (FDP-Fraktion), Silke Heitbaum (SPD-Fraktion), Rolf Berlemannn (Stadtwerke Ostmünsterland) und Christiane Bongardt (Bauleitung Firma Stricker).

Im Baugebiet Mondscheinweg rollen die Bagger: Die Erschließungsarbeiten haben begonnen. Am Dienstagabend wurde der Start mit dem symbolischen ersten Spatenstich dann auch offiziell. Mit dem Abschluss der Erschließungsarbeiten rechnet die Stadt im Herbst 2022.

Drensteinfurt – Die ersten Planungen für das ambitionierte Projekt Mondscheinweg – mit insgesamt 16,5 Hektar Fläche, die in zwei Abschnitten bebaut werden – liegt schon einige Jahre zurück. Die ersten Gespräche mit Anliegern, so erinnert sich Bürgermeister Carsten Grawunder, habe er im Januar 2016 geführt. Es folgten das Umlegungsverfahren, die Änderung des Regionalplans in den Jahren 2016/2017 und der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan im Oktober 2019. Im März 2020 konnte das Umlegungsverfahren zur Bodenerneuerung abgeschlossen werden.

Im Zuge der Europawahl schlug die CDU vor, im neuen Baugebiet eine Klimaschutzsiedlung zu verwirklichen. An den Standard der Energieagentur konnte man zu diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr anknüpfen, gleichwohl wurden einige Klimaschutzaspekte realisiert. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen, andere Städte haben bereits Interesse an der Präsentation bekundet“, so Grawunder.

55 Grundstücke im ersten Bauabschnitt

Im ersten Bauabschnitt gehören der Stadt 55 Grundstücke, davon sind sieben für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Alle Grundstücke sind bereits vermarktet. Angesichts von rund 200 Bewerbern konnten längst nicht alle Bauwilligen berücksichtigt werden. „Neu ist es für Drensteinfurt, auf städtischen Grundstücken Mehrfamilienhäuser zu errichten“, so der Bürgermeister. In der Vergangenheit habe es schlicht keine Nachfrage dafür gegeben. Mittlerweile habe sich das gewandelt. „Immer mehr Menschen wohnen alleine, ältere Menschen wollen sich verkleinern und junge Menschen haben die Flächenversiegelung im Blick“, nennt Grawunder einige Gründe für den Sinneswandel.

Die Preise liegen bei 243 Euro pro Quadratmeter für zweigeschossige Bauweise und 293 Euro für dreigeschossige Bauweise. Sieben Euro pro Quadratmeter Nachlass gibt es für Bauherren, die sich für den KfW40-Standard entscheiden, weitere fünf Euro Nachlass pro Quadratmeter für die Zusage der extensiven Dachbegrünung. Im Baugebiet wird es ein Nahwärmenetz geben. „Es ist ein Pilotprojekt für die Stadtwerke Ostmünsterland und für die Region“, so Grawunder. Die Erschließungsarbeiten übernimmt die Firma Stricker aus Dortmund. Der Bürgermeister rechnet damit, dass die Bauherren im Herbst loslegen können. Gebaut werden auch eine Kita sowie eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung und 24 Vollzeitplätzen.

2,7 Millionen Euro werden verbaut

Bauamtsleiter Christoph Britten erläuterte bei dem offiziellen Akt einige Fakten: Insgesamt werde die Firma Stricker 2,7 Millionen Euro verbauen, davon fließen 1 Million Euro in den Straßenbau und 1,7 Millionen Euro in den Kanalbau. „Das Zeitziel Herbst 2022 ist ehrgeizig, aber möglich“, so Britten. Von Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung sprach der Bauleiter der Firma Stricker, Vinco Marcela: „Wir haben Potenzial, Geräte und Leute, aber vieles ist nicht auf Lager“, wies er auf weltweite Lieferprobleme hin. Er sei aber optimistisch.

Für die Stadtwerke Ostmünsterland gab Rolf Berlemann von der Geschäftsführung einen Überblick über die Nahwärmeversorgung: Der Baubeginn der Zentrale mit Blockheizkraftwerk und der Abwärme-Luftwärmepumpe an der Feuerwehr sei für Oktober vorgesehen. Der Bauantrag dafür wurde vor drei Wochen gestellt. „Wir sind frühzeitig dran, allerdings spüren auch die Stadtwerke die Materialknappheit“, so Berlemann.

Abschließend hob Britten den guten Standard der Besiedlung hervor, der für zukünftige Bauvorhaben richtungsweisend sei: „Wir haben hier mit 25 Wohneinheiten pro Hektar deutlich mehr Wohneinheiten als in den vergangenen Jahrzehnten.“ Auch wenn man noch nicht urban sei, habe man eine gute Mischung hinbekommen. „Andere Kommunen schauen zurecht sehr aufmerksam auf Drensteinfurt“, so Britten.

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