Blindgänger gefunden: Panzerfaustkopf kontrolliert gesprengt 

+
An der Konrad-Adenauer-Straße in Drensteinfurt wurde der Blindgänger gefunden

[Update 18:25 Uhr] Drensteinfurt - Ein lauter Knall erschütterte am Donnerstag um 17 Uhr Drensteinfurt. Ein bei Grünarbeiten hinter den K+K-Markt gefundener Sprengkopf einer deutschen Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg war kontrolliert gesprengt worden. Alles lief nach Plan, wie es hieß. 

Der Blindgänger war bei Grünarbeiten entdeckt worden. Holger Ertel von der Gartenbaufirma Schulze-Tertilt war gerade dabei, auf der Wiese hinter dem K+K-Markt, die an die Konrad-Adenauer-Straße angrenzt, eine Weide auszugraben. „Der Panzerfaustkopf ist beim Ausheben der Weide aus der Wurzel gekullert“, sagt Ertel. Er habe sofort erkannt, dass das recht unscheinbare, etwas rostige ovale Gebilde gefährlich sein könnte und seinen Chef benachrichtigt. Dieser leitete alles Weitere in die Wege.

Ein Kampfmittelexperte der Bezirksregierung Arnsberg rückte an, um den Fund zu begutachten. „Wir gehen vom Extremfall aus, dass die Bombe ein Blindgänger und somit noch scharf ist“, informierte Experte Karl-Heinz Clemens. Ein Panzerfaustkopf habe einen labilen Zünder und dürfe nicht transportiert werden. Die Sprengung musste also vor Ort vollzogen werden. Dazu wurde ein Loch gegraben, um die Detonation so gering wie möglich zu halten, und eine Sprengladung an den Panzerfaustkopf angebracht. Eine Evakuierung der Menschen im Umfeld war nicht erforderlich. Die Anwohner sollten aber in den Häusern bleiben. 

Stark verrostet ist der Sprengkopf aus dem Zweiten Weltkrieg, aber vermutlich immer noch sehr gefährlich. 

Martin Brinkötter vom Ordnungsamt war ebenfalls vor Ort, er informierte Polizei und Feuerwehr, die die naheliegenden Anwohner aufforderte, während der Sprengung ihre Häuser nicht zu verlassen. Alle Zufahrtswege und -straßen wurden kurzfristig gesperrt. Auch Bürgermeister Carsten Grawunder war bei der Sprengung dabei. Die ging ohne Schaden komplikationslos vonstatten. Zu hören war ein lauter Knall, Erde flog in die Luft.

Für Freitag werden die Baggerarbeiten auf der Wiese erst einmal ausgesetzt. „Zunächst muss kontrolliert werden, ob Luftbildaufnahmen Anhalt für mögliche weitere Blindgänger geben“, teilte Brinkötter mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare