Corona-Pandemie

Apotheken in Drensteinfurt stellen digitalen Impfausweis aus

Ei Mann lässt sich in einer Apotheke den digitalen Impfausweis ausstellen
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Martin Münstermann lässt für sich und seine Frau den digitalen Impfausweis erstellen. Seine Daten werden von der pharmazeutisch-technischen Assistentin Sabrina Kulz aufgenommen. „Den digitalen Impfausweis hat man immer dabei“, sagt der Drensteinfurter, der in der nächsten Woche im Urlaub fährt und daher schon bereits am Montag die Gelegenheit genutzt hat.

Passend zur bevorstehenden Urlaubszeit kann der digitale Impfausweis seit Montag, 14. Juni, in den Apotheken erstellt werden. Die ersten Drensteinfurter haben ihren QR-Code bereits erhalten. Das Interesse ist groß, aber einen regelrechten Ansturm gab es am Montag in der Wagenfeld- Apotheke nicht, dafür viele telefonische Anfragen – und das bereits seit einigen Tagen.

Drensteinfurt - Wer den digitalen Impfpass beantragen möchte, kann ohne Termin zur Wagenfeld-Apotheke kommen. Mitzubringen sind das gelbe Impfheft und der Personalausweis. Es entstehen keine Kosten. „Auch wenn wir die Kunden kennen, ist der Ausweis erforderlich“, teilt Apothekerin Kerstin Kämmerer mit. „Wir haben eine große Verantwortung“, erklärt sie. Genau darum sollen möglichst nur Menschen aus Drensteinfurt, Walstedde und Rinkerode kommen. „Hier kennen wir die Impfzentren und Arztpraxen und können somit die Echtheitskontrolle sicher durchführen“, ergänzt sie.

Server morgens noch überlastet

Am Montagmorgen um 8 Uhr habe die zuständige Internetseite noch nicht funktioniert, da der Server in den ersten Stunden überlastet war. Erst ab 9.30 Uhr habe sie sich auf der entsprechenden Seite einloggen können, um Daten einzuspeisen.

In der Wagenfeld-Apotheke hat Kerstin Kämmerer extra für den digitalen Ausweis eine weitere Kraft eingestellt. Die Kunden kommen in die Apotheke, zeigen ihren Personalausweis und den Impfausweis vor. Alle Daten – dazu gehören der Name, Vorname, das Geburtsdatum, der Impfstoff, das Datum der Erst- und Zweitimpfung (bei Johnson und Johnson nur die einmalige Impfung) – werden aufgenommen und erst am Nachmittag am Computer eingegeben. Das Zertifikat mit dem QR-Code kann dann am kommenden Tag in der Apotheke abgeholt werden.

Zertifikat auch in gedruckter Form

Um den QR-Code einzulesen, benötigt der Geimpfte entweder die Corona-Warn-App der Bundesregierung oder die extra dafür entwickelte „CovPass“-App. Wer kein Handy besitzt, kann auch das ausgehändigte Zertifikat vorlegen. Wahrscheinlich werde es nicht an jede Stelle ein Lesegerät geben, aber an starkfrequentierten Stellen, wie zum Beispiel an Flughäfen, auf jeden Fall, vermutet Kämmerer. Sie hat keine Sorge, dass sie mit der Bearbeitung nicht nachkommt. „Dank der zwei Schritte geht alles schneller“, sagt sie. Und wenn der Ansturm in den nächsten Tagen doch noch größer wird, werde sie den Personalspiegel anpassen. Trotzdem bittet die Apothekerin: „Wer den digitalen Impfpass nicht sofort braucht, sollte noch ein paar Tage warten.“

Auch in der Maximilian- Apotheke in Walstedde sind Apothekerin Marie-Luise Schoster und ihr Team gut vorbereitet. Wer den digitalen Impfausweis möchte, kann zu den normalen Öffnungszeiten vorbeikommen. Voraussichtlich ab Ende Juni können die QR-Codes auch in Arztpraxen erstellt werden.

Alle die ihre Impfung im Impfzentrum erhalten haben und nicht gerade in Urlaub fahren möchten, können sich den Weg in die Apotheke sparen. „Bis Ende des Monats haben alle, im Impfzentrum geimpften, automatisch ihren QR-Code im Briefkasten“, verspricht NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Der gelbe Impfausweis ist mit dem Ausstellen des digitalen Ausweises übrigens nicht automatisch entwertet, sondern behält auch weiter seine Gültigkeit.

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